Dubai Marathon 2014

Dubai Marathon 2014 Wie schon im letzten Jahr, begann ich mein Laufjahr mit dem Dubai Marathon. Für ein paar Tage mit meiner Frau und unseren Freunden, Marianne und Andi, dem Winter entfliehen, ein wenig Sonne tanken und dabei noch dem Hobby nachgehen finde ich einen genialen Jahresbeginn. Dubai ist immer noch eine riesige Baustelle und seit letztem Jahr hat sich schon wieder einiges verändert. Verändert wurde auch die Laufstrecke des Dubai Marathons, neu war in diesem Jahr der Burj al Arab das Marathonwahrzeichen und nicht mehr der Burj Khalifa. Das empfand Dubai Marathon 2014 ich als schade, denn die Strecke wurde dadurch noch etwas eintöniger und vor allem war der Start- und Zielbereich viel weniger attraktiv. Die Footings der ersten Tage in Dubai fühlten sich nicht so gut an und deshalb habe ich mich schon am Abend vor dem Marathon entschieden, nicht an meiner Laufzeit von 3:30 festzuhalten, sondern mit Marianne und Andi zusammen auf eine Laufzeit von 3:45 – 3:40 zu laufen. Trotz dieses vernünftigen Entscheids, konnte ich nur sehr schlecht schlafen. Ich war nervös, konnte keine Ruhe finden und hatte heiss, von Dubai Marathon 2014 Schlaf konnte keine Rede sein. Um 1 Uhr in der Nacht stand ich auf, schaltete die Klimaanlage ein und prüfte noch einmal, ob all meine Marathonutensilien bereit waren. Um 1:35 Uhr legte ich mich wieder hin, fand zwar ein wenig Ruhe, aber richtig schlafen konnte ich nicht. Um 4:15 Uhr klingelte der Wecker, ich stand sofort auf und verzehrte zum Frühstück zwei Brötchen mit Honig und einen halben Liter Wasser. Danach legte ich mich wieder ins Bett und wartete, bis der Wecker um 5:30 Uhr das nächste Mal klingelte und ich mich auf den Weg zur Dubai Marathon 2014 Hotel Lobby machen konnte, wo ich mich mit Marianne und Andi verabredet hatte. Ich fühlte mich grässlich, zerknittert, nervös und freute mich doch auf den Marathon. Marianne und Andi hatten gut geschlafen, dementsprechend gut fühlten sie sich. Der Hotel eigene Chauffeur, fuhr uns mit dem Auto direkt zum Startgelände. Insgesamt waren für den Laufevent über 23000 Teilnehmer gemeldet. 5 Rollstuhlfahrer, 2720 Marathon Starter, 13964 10 Kilometer Läufer und 6465 Family-Run Teilnehmer über 3 Kilometer. Da der Freitag bei den Muslimen der Sonntag ist, Dubai Marathon 2014 fährt die Metro erst am Nachmittag und deshalb mussten nun alle Teilnehmer mit dem Auto oder dem Taxi zum Start fahren, was zu einem Verkehrschaos führte. Wir hatten trotzdem Glück und waren innert kürzester Zeit beim Startgelände, wo wir noch genügend Zeit hatten uns in der Dunkelheit ein wenig einzulaufen. Um 7:00 Uhr, als wir los liefen, war es mit etwa 12 Grad sehr angenehm. Marianne und Andi schlugen sofort ein schnelleres Tempo an als angekündigt und ich war erstmal froh, mich mit ihnen zusammen auf den Weg machen zu können. Rasch wurde es Dubai Marathon 2014 hell und da kein Nebel war, wärmte die Sonne sofort spürbar. Nach zwei, drei Kilometern fühlte ich mich langsam in einem guten Rhythmus und mit Paces um die 5:15 – 5:10, waren wir doch deutlich schneller unterwegs als geplant. Wir plauderten und genossen das für einmal stille Dubai. Kein Autolärm störte, nur das sanfte und rhythmische stapfen der Laufschuhe war zu hören. Schnurgerade führte die Strecke dem Meer entlang, welches aber nur kurz beim Jumeirah Beach zu sehen war. Nach 6 Kilometern musste ich, wie praktisch immer bei einem Dubai Marathon 2014 Marathon, eine Pinkelpause einlegen. Marianne und Andi liefen verständlicherweise weiter, ich fürchtete sie nicht wieder zu finden, denn eine verlorene Minute wieder gut zu machen ist nicht ganz einfach. Nach knapp 2 Kilometern hatte ich es geschafft und war ihnen wieder auf den Fersen. Bei Kilometer 12 spürte ich erstmal, dass es nicht mehr ganz so rund läuft, eine erste ganz kleine Krise stellte sich ein, welche aber nach 5 – 10 Minuten ausgestanden war. Marianne war nicht zu bremsen, in gleichmässigem Tempo lief sie vorne weg und zog Dubai Marathon 2014 mich praktisch hinterher. Es wurde immer wärmer, wir liessen keine Wasserstelle aus und kühlten uns immer von Kopf bis Fuss mit Wasser. Trotzdem stieg der Puls höher als ich das geplant hatte. Nach einer Stunde und 48 Minuten, den ersten Wendepunkt schon hinter uns, passierten wir die Halbmarathonmarke. Wir wurden immer schneller, nicht viel aber doch stetig. Da es immer wärmer wurde, machte ich mir sorgen, ob ich den Marathon durchstehen würde. Bei Kilometer 28 kam die erste, etwas ernstere Kriese. Ich hatte plötzlich mühe an den Dubai Marathon 2014 beiden dran zu bleiben, der Abstand wurde grösser, ich schaffte es aber nach ein paar Minuten wieder zu ihnen aufzuschliessen. Es folgten ein paar weitere harte Minuten, bis ich plötzlich wieder in einem ganz angenehmen Flow laufen konnte. Der Burj al Arab war nun wieder ganz nah, es folgte ein ganz leichter Anstieg und die zwei einzigen leichten „Kurven“ der gesamten Marathonstrecke. Die Abwechslung tat mir gut, meine Bein fühlten sich plötzlich wieder gut an, was Andi sofort bemerkte, denn er rief mir zu „jetzt werden wir dich Dubai Marathon 2014 bestimmt nicht mehr sehen“ worauf ich ihm Antwortete „keine Sorge, das geht nicht lange und ich habe die nächste Krise“. So war es auch, denn nach dem Madinat Souk mussten wir wieder 6 Kilometer weg vom Ziel in Richtung Dubai Media City laufen, weiter noch als die Abzweigung hinaus zur Palm Jumeirah. Es wurde immer härter, die Krisen häuften sich und wurden länger. Andi erging es ebenso, mal lief es gut und dann konnte man sich plötzlich nicht mehr vorstellen die Ziellinie zu erreichen. Ab Kilometer 33 waren die Wolkenkratzer von Dubai Dubai Marathon 2014 Media City gut sichtbar, was wieder für ein wenig Schub sorgte. Viel mehr Motivation aber war, dass wir unzählige Läufer überholten und viele stärker kämpfen mussten als wir. Endlich hatten wir den zweiten und letzten Wendepunkt erreicht, noch 6 Kilometer. Andi und ich puschten uns gegenseitig an, Marianne hingegen lief schon während dem ganzen Marathon in einem unglaublichen Flow und sorgte für ein gleichmässiges Tempo. Wir kamen dem Ziel näher und obwohl uns unsere Beine kaum mehr tragen wollten, wurden wir schneller und Dubai Marathon 2014 schneller. Hand in Hand liefen wir nebeneinander der Ziellinie entgegen, welche wir in einer Zeit von 3:34:?? überschritten. Wir waren überglücklich, denn niemand von uns hatte eine solche gute Laufzeit erwartet. Das Dubai Marathon 2014 Studium der Rangliste brachte höchst erfreuliches zu Tage. So bin ich zum Beispiel der schnellste Schweizer dieses Marathons. In meiner Kategorie belege ich Rang 19, von 146 und von 1676 Männern belege ich Rang 286, was sich doch wirklich sehen lassen kann. Ausserdem sind wir die zweite Hälfte des Marathons um 2 Minuten und 20 Sekunden schneller gelaufen als die erste, einfach vorbildlich! Nach einer kurzen Verschnaufpause, machen wir uns auf den Weg zum Hotel um zu Duschen und uns für ein besonderes Abendessen zurecht zu machen. Bei einer 2 Stündigen Rundfahrt auf dem Creek, genossen wir ein ganz ausgezeichnetes Abendessen, ein absolutes Highlight in Dubai und weil zu dieser Jahreszeit noch das Dubai Shopping Festival ist, konnten wir den perfekten Tag mit einem perfekten Feuerwerk beenden.

Laufstrecke: GarminConnect
42.2 Km, Wettkampf, 5:06/Km, Zeit: 03:34:43, Puls-Ø: 167

22 Kommentare zu Dubai Marathon 2014

  • :klatsch: Hugo :klatsch:
    grosser Beifall von meiner Seite und jetzt locker in die Regenerationsphase :grove:

  • Hej Hugo
    Super Bericht, aber es ist wirklich so, dass die km in Dubai irgendwie viiiiel länger sind als anderswo. War hart, aber ein Supererlebnis mit Dir.
    Lg Andi

    • Hej Andi
      Herzlichen Dank!
      Ja, Dubai ist ein langes und hartes Pflaster aber unterwegs mit euch beiden, sind die harten Meter viel besser zu ertragen. Es war eine wunderschöne Reise 🙄

      Liebe Grüsse
      Hugo

  • Ciao Hugo
    Gratuliere zum finishen in der tollen Zeit. Bin beeindruckt ob der Konstanz in den KM-Zeiten! Nicht mal die Pinkelpause ist wirklich zu erkennen :keineahnung: Wünsche dir gute Erholung :daumen:
    Grüsse
    Stefan

    • Ciao Stefan
      Vielen Dank. Ja, wir sind wirklich sehr sehr regelmässig gelaufen. Da ich nach der Pinkelpause einen Zwischenspurt eingelegt habe, hat sich diese nicht auf die Zwischenzeiten ausgewirkt 😉

      Viele Grüsse
      Hugo

  • Hallo Hugo,
    meiner allerherzlichsten Glückwünsche zu dem tollen Lauf, mit wunderbarem Gemeinschaftsgeist! :klatsch:
    Solch eine „Achterbahn“ zu bewältigen, sich nicht unterkriegen lassen, sich immer wieder ranhalten und dann am Ende eine prima Zeit mit vorzeigbarer Platzierung – perfekter kann es doch nicht laufen! :grove:
    Liebe Grüße
    Elke

    • Hallo Elke,
      Ganz herzlichen Dank 🙄
      Das war das allererste Mal, dass ich einen ganzen Marathon mit jemandem zusammen gelaufen bin. Es war ein super Erlebnis und vor allem Krisen sind so viel besser zu bewältigen!

      Liebe Grüsse
      Hugo

  • Hey Hugo
    GRATULATION!!! Well done. Und nun richtig regenerieren!!!
    Hast Du super gemacht.
    Pascal

  • Hallo Hugo,

    ganz herzlichen Glückwunsch zum Finish, der tollen Zeit und diesem vorbildlichen „Krisen-Management“! Aber am Ende kriegst Du doch immer wieder die Kurve und haust noch eine richtig gute Zeit raus. Super! :klatsch:

    Gute Erholung und viele Grüße aus Köln!
    Mario

    • Hallo Mario,
      Herzlichsten Dank. Zusammen lassen sich Krisen besser meistern, das gilt auch beim Marathon, durfte ich diesmal erfahren. Wenn es dann noch so gut klappt, dann ist das umso erfreulicher 🙄

      Viele Grüsse
      Hugo

  • :klatsch: :klatsch: :klatsch:

  • Lieber Hugo! Auch von mir etwas verspätet, aber trotzdem: Herzliche Graulation zu deiner tollen Leistung im fernen Land. Deine schweizerisch zuverlässige Vorbereitung zahlt sich ständig aus.
    Wünsche dir gute Erholung und ein paar lauffreie Tage! :klatsch:

    • Lieber Chris, Gratulationen sind doch nie verspätet, vielen Dank 🙄
      Es ist doch immer schön wenn man feststellen kann, dass die viele Trainingskilometer nicht umsonst waren 😉

      Ich werde mir ein paar Ruhetage gönnen und dann ganz locker und regenerativ wieder ins Training einsteigen.

      Viele Grüsse
      Hugo

  • Hallo Hugo!
    Ich kann erst jetzt Dein Video sehen. Wie immer genial gemacht, wunderschöne Bilder und stimmungsvolle Musik, macht richtig Laune, dort auch einmal zu laufen!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Hei Elke
      Das Video habe ich auch erst ein wenig später in den Beitrag eingefügt, die Produktion eines solchen Videos ist sehr Zeitaufwändig. Umso mehr freut es mich natürlich, wenn das Video Gefallen findet. Den Dubai Marathon kann ich Dir sehr empfehlen! Einerseits, weil er für Europäer im Winter und daher in sehr angenehmem Klima stattfindet und andererseits, weil die Stadt sehr viel zu bieten hat und von daher immer eine Reise wert ist.
      Liebe Grüsse
      Hugo

  • Hallo Hugo,
    Gratuliere und wie ich auf den Fotos sehe, bist Du mit dem Supernova Glide 6 gelaufen. Scheint dir also wie mal angekündigt tip top zu passen 🙂

    Dani

    • Hallo Daniel,
      Vielen Dank! Ja, ich bin mit dem Supernova Glide 6 gelaufen und das war eine sehr gute Entscheidung. Diesen Schuh kann ich allen Läufern die Marathonhzeiten um die 3:30 laufen echt empfehlen :daumen:

      Viele Grüsse, Hugo

  • Hallo Hugo Endlich kam ich dazu deinen wunderschönen, sehr gut gelungenen Dubai Marathon Film zu sehen. Einfach nur Hammer vielen Dank dass du mich damit ein wenig ins ferne Dubai mitgenommen hast! Wirklich zauberhaft! Selbst werde ich mir eine solche Reise an die Wärme wohl nie leisten können, da Dubai und das Startgeld sehr teuer sind. Aber so konnte ich ein wenig miterleben von eurem Lauf! Gratuliere ganz herzlich zum Superlaufund den tollen Negativsplits!
    Herzlich Andrea

    • Hallo Andrea
      Es freut mich sehr, dass dir mein kleines Video gefällt und ich dich damit nach Dubai mitnehmen konnte. Ja, Dubai ist ein teures Pflaster und da für mich solche Reisen auch nicht selbstverständlich sind, versuche ich diese so lange wie möglich in Erinnerung zu behalten und dazu eignet sich ein Video einfach bestens.
      Der Marathon ist uns allen sehr gut gelungen und ich denke, dass wir das unserer guten Teamarbeit zu verdanken haben. Noch nie bin ich einen Marathon vom Start bis zum Ziel mit jemandem zusammen gelaufen und das war eine super Erfahrung.
      Liebe Grüsse
      Hugo

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