Berglauf

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Eiger Trail Bergwanderung

Wegweiser Eiger Trail Wo führt der Weg hin? Heute für einmal nicht auf einen Longrun, sondern auf eine wunderschöne Bergwanderung ins Berner Oberland. Meine Frau ist den Eiger Trail noch nie gelaufen und da heute schönstes Bergwetter herrschte, fand ich, dass heute genau der richtige Tag dafür sei. Um kurz vor 8 Uhr fuhren wir los nach Grindelwald. Mit der Jungfrau Bahn fuhren wir dann bis zur Station Alpiglen, von wo wir den Eiger Trail in Angriff nahmen. Der Weg führt bis zum Fuss der bekannten Eigernordwand, über schmale und zum Teil steile Pfade, über Schneefelder die aber immer gut und sicher zu begehen sind, fantastisch. Bei der Station Eigergletscher zweigt der Weg ab und führt hinunter zur kleinen Scheidegg, von wo wir, nach einem guten Mittagessen, mit der Bahn wieder nach Grindelwald hinunter fuhren. Ein herrlicher Sonntag war das!

Ja und wo führt mein sportlicher Weg hin? Ich fühle mich jetzt schon eine ganze Weile richtig gut. Die zwei letzten „Wettkämpfe“ verliefen befriedigend und das macht wieder Lust auf mehr. Die Gedanken kreisen um neue Ziele aber ich will hier noch nicht weiter konkret werden, denn zu oft schon habe ich mich nach der Formulierung neuer Ziele zu schnell und zu intensiv ins Training gestürzt und prompt wieder einen Rückschlag einstecken müssen. Von daher gehe ich Wettkampfziele nur zögerlich an und werde diese vorerst auch noch für mich behalten.

Wanderstrecke: GarminConnect
8.8 km, Wandern, Zeit: 3:27:49

Jungfrau Marathon 2013

Jungfrau Marathon 2013 Nach insgesamt 15 gelaufenen Marathons, war ich vor dem diesjährigen Jungfrau Marathon nicht sonderlich nervös. Das Tapering verlief ohne Probleme, das Carboloading war ein Genuss und geschlafen habe ich auch immer recht gut. Sorgen machte ich mir aber trotzdem, denn meine muskulären Beschwerden im linken Gesäss, welche mich schon seit Wochen plagen, waren auch heute schon beim Aufstehen zu spüren. Spaghetti sind nicht gerade mein Lieblingsfrühstück, angesichts der grossen Herausforderung die bevorstand, würgte ich aber trotzdem 80g hinunter. Danach packte ich meine Sachen und machte mich auf den Weg nach Bern, wo ich mich mit Marianne und Andi verabredet hatte. Um 6:30 Uhr stiegen wir gemeinsam in den Zug und genossen den Kaffee, den Andi für uns besorgt hatte. Die Reise war mit viel Geplauder flugs vorüber. In Interlaken angekommen gingen wir gleich zur Starnummernausgabe und machten uns für den Wettkampf bereit. Um 9 Uhr, nach einem Ohrenbetäubenden Böllerknall, setzte sich das Läuferfeld langsam in Bewegung. Die ersten Schritte fühlten sich mühsam an aber das ist bei Marathons oft der Fall, nach ein paar Kilometern läuft es dann meist viel besser. Es war eng im Läuferfeld und das führte bereits kurz nach dem Start zu einigen Stürzen. Der Gedanke, mit aufgeschürften Händen und aufgeschlagenen Knien den Jungfrau Marathon zu bestreiten, liess mich innerlich erschauern. Das ist wirklich niemandem zu gönnen. Nach und nach gab es mehr Platz und meine Beine fühlten sich immer besser an. Andi und Marianne habe ich aus den Augen verloren, war mir aber sicher, dass ich vor ihnen war. Andis Tiefstapelei über sein Laufziel habe ich ihm nie abgenommen und deshalb wartete ich ständig darauf, dass er angerannt kommt und mich in flottem Schritt überholt. In Lauterbrunnen war es dann soweit. Genau in dem Moment als ich mit Britta, einer Läuferin die ich seit vielen Jahren immer wieder an Wettkämpfen sehe, plauderte, rannte Andi mit Anfeuerungsrufen an mir vorbei. Meine Beine fühlten sich bei dem leichten Anstieg durch Lauterbrunnen zu wenig spritzig an, als das ich ihm hätte folgen können und deshalb liess ich es bleiben und genoss mit Britta die Volskfeststimmung die da herrschte. Unglaublich viele Zuschauer waren da und machten einen riesen Lärm, ein fantastisches Gefühl, ich hatte den Eindruck durch Lauterbrunnen zu schweben. Auf der folgenden, flachen 5 Kilometerschlaufe, versuchte ich mich wieder an Andis Fersen zu heften, konnte ihn aber nicht mehr finden. Der Aufstieg nach Wengen stand bevor und meine Befürchtung, dass ich beim Aufwärtsgehen Schmerzen bekomme, war leider richtig. Der linke Gesässmuskel verklemmte und hinderte mich daran das linke Bein schmerzfrei nach vorne zu bringen. Vor allem konnte ich so nur kurze Schritte nehmen, denn bei den längeren Jungfrau Marathon 2013 wurde der Schmerz nur noch stärker. Mit aktiverem Armschwingen und leicht vornübergesenkter Haltung, versuchte ich mit dem Läuferstrom mitzuhalten, was mir bis nach Wengen auch gut gelang. Mein Zeitplan stimmte, nach 3 Stunden lief ich in Wengen ein, was im Normalfall für eine Laufzeit um die 4:40 reichen sollte. Illusionen machte ich mir aber keine, denn von Wengen an wird es erst so richtig anstrengend. Die Schmerzen wurden immer mehr und manchmal schier unerträglich. So zügig wie der 5 Stunden Pacemaker bei Kilometer 36 an mir vorüber ging, so zügig verflüchtigte sich in der Folge auch mein Wettkampfgeist. Die Sinnfrage über eine solche Schinderei ging mir durch den Kopf, es war mir Egal wie ich ins Ziel komme, wollte es einfach nur noch hinter mich bringen. Britta lief plötzlich wieder neben mir und riss mich mit ihrer fröhlichen Art aus meinem kleinen Elend. Sie sagte, dass wir gut unterwegs seien und eine Zeit unter 5 Stunden immer noch möglich sei. Nach der Trinkstelle Wixi übernahm sie die Führung, ich versuchte an ihr dran zu bleiben, was mir nicht gelang. Sobald ich auch nur versuchte das Tempo ein wenig zu steigern, wurde ich von den Po Schmerzen, die nun schon bis in die Kniekehle ausstrahlten, beinahe zum Stillstand gezwungen. Es blieb mir nichts anderes übrig als mich in meinem langsamen Tempo bis hinauf über die Moräne zu quälen. Nach der Abzweigung, als es wieder ein wenig abwärts ging, konnte ich sofort wieder rennen, die Schmerzen waren um ein vielfaches weniger. Beim Blick auf die Uhr traute ich meinen Augen nicht, es könnte tatsächlich noch für eine Zeit unter 5 Stunden reichen. Der letzte kleine Aufstieg über den „Schoggi-Pass“, noch einmal auf die Zähne beissen und dann nur noch hinunter dem Ziel entgegen. In 4:59.12 habe ich mein Minimalziel geschafft! Andi hätte ich nur schmerzfrei folgen können, denn er hat mit einer Zeit von 4:41:58 eine neue Bestzeit auf der Strecke realisiert. Marianne lief ihre zweitbeste Jungfrau Marathonzeit und so gesehen war es für alle ein ganz erfolgreicher Tag. Gemeinsam liessen wir den wunderschönen Tag ausklingen und schmiedeten schon wieder Pläne für weitere Abenteuer.

Laufstrecke: GarminConnect
42.2 Km, 1800 Höhenmeter, Wettkampf, 7:04/Km, Zeit: 04:59:12, Puls-Ø: 160

Inferno Halbmarathon 2013

Inferno Halbmarathon 2013 Inferno Halbmarathon 2013 Ich stehe auf der Waage, 65.1Kg steht auf dem Display, genau ein Kilo mehr als gestern. Mein Carboloading, welches ich gestern den ganzen Tag über durchgeführt habe, war also nicht schlecht. Während ich mein Frühstück vorbereite, denke ich daran, dass ich heute so leicht wie noch nie am Start eines Wettkampfes stehen werde. Ich packe meine Sachen und mache mich auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt, an dem ich mich mit Andi verabredet habe. Wir beide lieben die Pünktlichkeit und so ist es nicht verwunderlich, dass Andi auf der Autobahn plötzlich neben mir fährt, wir schauen uns kurz an und lachen dann beide herzlich in unseren Autos. Andi ist demnach, wie ich auch, in bester Laune und Verfassung, die infernalische Herausforderung anzugehen. Beim Treffpunkt angekommen, fahren wir gemeinsam weiter nach Lauterbrunnen, wo wir um 8:11 Uhr das Auto parkieren, unsere Inferno Halbmarathon 2013 Inferno Halbmarathon 2013 Utensilien herausnehmen und zum Startgelände beim Campingplatz gehen. Es ist alles sehr gut organisiert. Im Nu haben uns die freundlichen Helferinnen und Helfer alles notwendige erklärt, die Startnummern besorgt und die Kleidersäcke gebracht, in denen wir warme Kleider auf das Schilthorn transportieren lassen können, damit wir im Ziel auf fast 3000 Metern über Meer nicht frieren müssen. Es ist Zeit für eine Tasse Kaffee; dazu begeben wir uns ins nahegelegene Campingplatz Restaurant. Wir plaudern, geniessen das tolle Wetter und die angenehme Vorwettkampfstimmung. Um 9:45 Uhr bringen wir die Kleidersäcke und unsere Wertsachen zur Abgabestelle und beginnen ein kurzes Einlaufen. Es ist warm, 19 Grad, die Sonne brennt auf unsere Köpfe und wir bereuen es, dass wir nicht ärmellose Shirts angezogen haben. Nur kurz stehen wir im Startblock und schon geht es los. Inferno Halbmarathon 2013 Inferno Halbmarathon 2013 Kein Startschuss hat das Zeichen zum Loslaufen gegeben und deshalb bin ich etwas überrascht, als sich das Feld in Bewegung setzt. Andi und ich haben uns vorgenommen zusammen zu laufen und vor allem auf den ersten Kilometern schonend mit unseren Kräften umzugehen. Wir laufen durch Lauterbrunnen, erst ist es noch schön flach und wir machen Spässe, dass wir nun in der angenehmen Pace von 4:55/km bis hinauf rennen werden, doch bei der nächsten Abzweigung werden wir schnell aus unseren Tagträumen gerissen, es geht aufwärts. Mein Puls steigt schneller als mir lieb ist und schon nach kurzer Zeit befinde ich mich im intensiven Bereich, Andi geht es genauso. Trotzdem laufen wir unbeirrt die langen und nicht enden wollenden Serpentinen in Richtung Grütschalp hoch. Nach etwa 4 Kilometern sage ich zu Andi, dass ich unbedingt versuchen muss den Puls ein wenig herunter zu Inferno Halbmarathon 2013 Inferno Halbmarathon 2013 bringen. Er nimmt meine Bedenken zwar zur Kenntnis aber in Wirklichkeit perlen sie an ihm ab, wie Wassertropfen an einer Nanobeschichteten Hi-Tech Outdoor Sportjacke. Ich lasse mir nichts anmerken und hefte mich an seine Fersen. Wir schwitzen sehr stark und bei jeder Trinkstelle begiesse ich mich mit Wasser, was schlussendlich dazu führt, dass mein Pulsgurt nicht mehr richtig funktioniert. Mein Herz fühlt sich definitiv nicht so an, als würde es 216 Mal pro Minute schlagen. Bei Kilometer 6 geht es endlich von der unendlich langen, steigenden Strasse ab in einen etwas steileren Wanderweg, der erst bei der Grütschalp wieder flacher wird. Jetzt sind wir auch endlich nicht mehr im Wald und können das grandiose Bergpanorama geniessen. Bis nach Mürren ist es jetzt eher flach und sehr angenehm zu laufen, die Pace nimmt merklich zu und wir sind Dankbar, die etwas Inferno Halbmarathon 2013 Inferno Halbmarathon 2013 kühlere Bergluft zu spüren. Kurz vor Mürren werden meine Beine immer härter, die Hände fühlen sich sehr aufgedunsen an. Ich mache mir Sorgen, dass ich die ersten 10 Kilometer zu schnell angegangen bin, nehme eine Salztablette in den Mund und lutsche ein wenig daran. Wir, oder zumindest ich, sind froh, als es nach Mürren endlich so steil wird, dass wir in den Gehschritt übergehen müssen. Ich habe eine kleine Krise, versuche aber so gut es geht mit Andi mitzuhalten. Nur langsam komme ich aus meinem Tief heraus, kann dann aber wieder ab und zu ein wenig in den Laufschritt übergehen. Andi zieht vor mir wie eine Lokomotive. Er kann mit seinen langen Beinen grössere Schritte nehmen, was mich zwingt, etwa alle 50 Meter mein Tempo ein wenig zu erhöhen, wenn ich an ihm dran bleiben will. Es ist jetzt unglaublich steil und obwohl wir beide vor 14 Tagen hier schon Inferno Halbmarathon 2013 Inferno Halbmarathon 2013 hochgelaufen sind, kommt es uns steiler vor als in unserer Erinnerung und vor allem scheinen die Steigungen heute endlos lang zu sein. Bei jeder Verpflegungsstelle trinke ich mindestens zwei Becher und nehme Gels zu mir. Nach dem extrem steilen Kanonenrohr, bei dem man nur sehr stark vornübergebeugt hoch laufen kann, beginnt meine linke Wade zu zwicken. Andi vermeldet praktisch zur gleichen Zeit ebenfalls Wadenprobleme. 5 Kilometer müssen wir noch durchhalten, was mit harten und zwickenden Waden eine Tortur werden kann. Die Schilthornhütte kommt langsam in unser Blickfeld, doch der Weg ist beschwerlich. Nach der Hütte geht es endlich wieder einmal abwärts und wir können sofort ohne grosse Probleme in einen guten Laufschritt wechseln, was mir sehr willkommen ist. Noch 3 Kilometer bis zum Gipfel, der vom Nebel umhüllt nicht zu sehen ist. Wir laufen mehr und mehr über Inferno Halbmarathon 2013 Inferno Halbmarathon 2013 Geröllhalden als über Lauf- oder Wanderwege. Jeder unvorsichtige Tritt kann einen Wadenkrampf auslösen und wir versuchen vorsichtig und doch so schnell wie möglich vorwärts zu kommen. Die letzten zwei Kilometer sind jetzt noch zu überwinden. 400 Höhenmeter bis zum Gipfel, der Weg wird immer steiler und ist zum Teil in den Fels geschlagen, so dass man sogar die Hände zu Hilfe nehmen kann. Es wird immer härter, Andi läuft steht’s ein paar Schritte vor mir, bis ich auf den letzten 500 Metern nicht mehr mit ihm mithalten kann. Langsam nimmt er mir Meter um Meter ab. Als ich die letzten Stufen auf die Piz Gloria Plattform hinter mich bringe, stelle Inferno Halbmarathon 2013 ich erfreut fest, dass Andi vor dem Ziel auf mich wartet, um mit mir gemeinsam über die Ziellinie zu laufen. Wir freuen uns extrem über unser Finish und strahlen auf dem vernebelten Schilthorn um die Wette. Mit einer Laufzeit von 3:17:36 sind wir mehr als zufrieden, denn noch auf dem Weg hatten wir öfters Zweifel, ob wir es überhaupt in 3:30 schaffen können. Bei einem Erdinger Alkoholfrei geniessen wir unseren Erfolg und sind der Meinung, dass wir so etwas wieder einmal durchführen müssen!

Laufstrecke: GarminConnect
21.1 Km, 2200 Höhenmeter, Wettkampf, 9:23/Km, Zeit: 03:17:36, Puls-Ø: ???

Wengen – kleine Scheidegg

Wengen - kleine Scheidegg Ich habe mich erkältet! Am Freitag fühlte ich mich den ganzen Tag sehr matt und abgeschlagen. Gestern verzichtete ich vorsichtshalber auf ein Training.
Heute will ich aber unbedingt wieder laufen, schon alleine deshalb, weil ich mich mit Marianne und Andi zum gemeinsamen Berglauf von Wengen auf die kleine Scheidegg verabredet habe. In einer Woche findet der Inferno Halbmarathon statt und deshalb wollen wir heute kein zu strenges Bergtraining mehr durchführen. 12 Kilometer mit 980 Höhenmetern sind geradezu Ideal für unsere Wengen - kleine Scheidegg Schlussvorbereitung. Wir laufen in Wengen los, es ist kühl, ich fühle mich recht gut aber es könnte besser sein. Locker und plaudernd laufen wir auf der original Jungfrau Marathonstrecke durch die herrliche Bergwelt, den Blick oft auf das 2970 Meter hohe Schilthorn gerichtet, welches wir in einer Woche erklimmen werden. Bestes Bergwetter macht unser gemeinsames Bergtraining zu einem wunderbaren Erlebnis.

Laufstrecke: GarminConnect
12.6 Km, Berglauf 980 HM, 8:34/Km, Zeit: 1:47:51, Puls-Ø: 138

Schilthorn Jogging

Lauterbrunnen - Schilthorn Lauterbrunnen - Schilthorn Um 6:30 Uhr habe ich mich mit Andi verabredet, pünktlich treffe ich bei ihm ein. Wir fahren gemeinsam nach Lauterbrunnen, mit dem Ziel, die Originalstrecke des Inferno Halbmarathons unter die Füsse zu Lauterbrunnen - Schilthorn nehmen. Es ist drückend warm und die Wolken deuten bereits an, dass es in kürze Regnen wird. Trotzdem laufen wir um 7:50 Uhr in Lauterbrunnen los, Lauterbrunnen - Schilthorn sollte es zu schlecht werden, dann könnten wir in Mürren unser Vorhaben immer noch rechtzeitig abbrechen. Unser Gefühl täuscht uns nicht und schon nach 10 Minuten erhellen ein paar Blitze, gefolgt von grollendem Donner, den dunklen Wald durch den wir uns den Berg hinauf nach Mürren bewegen. Es beginnt heftig zu regnen, sind aber glücklich über die willkommene Abkühlung. In wenigen Sekunden sind wir durch und durch nass, Lauterbrunnen - Schilthorn Lauterbrunnen - Schilthorn lassen uns aber nicht entmutigen und laufen weiter. 15 Minuten später ist alles vorbei und in Richtung Schilthorn ist bereits wieder blauer Himmel zu sehen. 10 Kilometer sind wir nun gelaufen, wir kommen in Mürren an und ein Abbruch ist kein Thema. Kurz vor der Inferno Bar biegen wir rechts ab, von nun an geht es steil dem Schilthorn entgegen. Die Wolken verziehen sich immer mehr und Lauterbrunnen - Schilthorn Lauterbrunnen - Schilthorn es wird dampfend warm. Je höher wir kommen umso mehr entfaltet sich die hochalpine Bergwelt vor uns aus. Gigantisch ist der Anblick dieser eindrucksvollen Berge. Der Weg führt uns durch das Kanonenrohr. Andi und ich sind uns einig, dass wir noch nie einen solch steilen Weg gelaufen sind. Trotz des kurzen, mit Beton befestigten Weges, war es fast nicht möglich ohne auszurutschen vorwärts zu kommen. Nach diesem beschwerlichen Abschnitt führt der Weg wieder ein wenig flacher weiter, bevor die nächste Steigung nach Birg folgt. Der Gipfel des Schilthorns Lauterbrunnen - Schilthorn Lauterbrunnen - Schilthorn ist jetzt nur noch 2 Kilometer von uns entfernt, wir müssen entscheiden, ob wir mit der Bahn von Birg nach Mürren zurück fahren oder ob wir bis auf den Gipfel des Schilthorns weiterlaufen. Die kurze Diskussion hätten wir uns sparen können, denn es war zum vornherein klar, dass wir bis ganz nach oben laufen und uns den Ausblick vom Gipfel nicht entgehen lassen werden. Es folgen nun zwei sehr anstrengende Kilometer, auf Lauterbrunnen - Schilthorn welchen noch über 400 Höhenmeter bewältigt werden müssen. Der Weg ist teilweise mit Seilen gesichert, die Aussicht wird immer imposanter. Wir sind uns einig, dass sich jeder Schweisstropfen lohnt um diese fantastische Bergwelt zu sehen und zu erleben. Wir stehen auf dem Gipfel, sind überglücklich über unsere Leistung und dass wir diesen Weg gemeinsam gemeistert haben. Ein unglaubliches und wunderschönes Erlebnis geht dem Ende entgegen. Bevor wir ins Tal fahren, gönnen wir uns im Berghaus Piz Gloria noch einen Teller „Schwinger Hörnli“, um die leeren Energiespeicher wieder zu füllen. Dabei geniessen wir die tolle Aussicht im Drehrestaurant, in dem man so eine herrliche Rundumsicht erleben kann.
Lauterbrunnen - Schilthorn

Laufstrecke: GarminConnect
18.6 Km, Berglauf 2170 HM, 10:48/Km, Zeit: 3:20:35, Puls-Ø: 146

Niesen Bergwanderung

Blüemlisalp Mit einer Bergwanderung auf den Niesen, bei der mich mein Sohn begleitete, beendete ich die strenge Trainingswoche. Einmal mehr war es bei schönstem Wetter, traumhaft schön auf die Pyramide am Thunersee zu Wandern. Der Aufstieg ist immer wieder eine Herausforderung, die Aussicht ist aber jeden Schweisstropfen wert. Ich könnte von da oben stundenlang die Bergwelt betrachten und hinab ins Tal schauen.

Laufstrecke: GarminConnect
8 Km, Berglauf 1630 HM, 20:00/Km, Zeit: 2:40:44, Puls-Ø: 129

Eiger Trail – Männlichen

Grindelwald Als ich um 6:45 Uhr, nach einer eineinviertelstündigen Autofahrt in Grindelwald ankomme, sind noch nicht viele Leute auf den Beinen. Eine Japanische Touristin, die in typisch kleinen Schrittchen an mir vorbei läuft. Ein älterer, sportlich aussehender Deutscher spricht mich an und fragt ob ich heute Eiger Trail die grosse Trail Tour laufen will. Ich erwidere kurz „ja“ obwohl ich von Grindelwald aus noch nie gejoggt bin und die Strecken von daher eigentlich gar nicht kenne. Mein Ziel ist der Gipfel des Männlichen, diesen will ich aber nicht auf direktem Weg besteigen sondern via Kleine Scheidegg. Beim Karten Studium fällt Eiger Trail mir auf, dass der Eiger Trail, welcher zum UNESCO Welterbe gehört, mit einem kleinen Umweg ebenfalls in meine Route eingebaut werden kann und das lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Der Trail führt direkt am Fuss der Eiger Nordwand entlang und geht bis zur Bahnstation Eiger Gletscher und somit zum Tunnelportal Eiger Nordwand der Jungfraujoch Bahn. Ich schätze, dass die Laufstrecke ca. 15 Kilometer beträgt und weit über 1000 Höhenmeter aufweist. Die Laufzeit ist so sehr schwierig einzuschätzen und deshalb nehme ich mir vor, erst einmal bis zur kleinen Scheidegg zu laufen. Sollte es zeitlich zu knapp Eiger Trail werden, dann könnte ich von da aus wieder mit der Bahn hinunter nach Grindelwald fahren. Andernfalls könnte ich aber auch weiter zum Männlichen Gipfel laufen und dann von da aus mit der Bahn ins Tal fahren.
6:50 Uhr, ich laufe los es ist steil und obwohl mein Puls nicht ins unendliche steigt, habe Kleine Scheidegg ich das Gefühl gleich aufgeben zu müssen. Es wird zum Glück ein wenig flacher aber ich muss trotzdem schon nach ein paar 100 Metern gehen. Vielleicht sollte ich den Eiger Trail vergessen, die 20 Kilometer von gestern waren wohl zu viel, denke ich. Langsam jogge ich weiter und finde zusehends meinen Rhythmus. Das erste Station Eiger Gletscher Ziel, die Station Brandegg erreiche ich rascher als erwartet. Alpiglen ist bereits zu sehen und ich denke, dass ich die Station sicher bald erreiche. Es dauert aber länger als ich mir das vorgestellt habe. Vor dem Eiger Trail Wegweiser stehend, überlege ich kurz ob ich den Trail wirklich laufen soll, die Entscheidung Männlichen darüber ist allerdings schon längst gefallen, wenn ich schon einmal so nah an den Eiger kommen kann, dann werde ich mir das sicher nicht entgehen lassen. Der Trail ist schmaler als der bisherige Wanderweg. Es folgen Stufen und noch steilere Abschnitte, Bergbäche die über den Trail fliessen müssen überquert werden und Männlichen Gipfel bald schon stehe ich vor den ersten Schneefeldern. Nachdem ich die Sonne nur kurz geniessen konnte, wirft der Eiger nun seinen Schatten auf meinen Weg. Ganz alleine bin ich auf dem Trail, ich fühle mich riesig obwohl ich im Angesicht der 1800 Meter hohen und senkrecht in den Himmel ragenden Nordwand auf meiner linken Seite nur ein Winzling Männlichen Gipfel bin. Die Station Eiger Gletscher kommt näher, für einmal geht es ein wenig Abwärts, bevor ich die letzte Steigung hinauf zur Station bewältige. 1 Stunde und 55 Minuten bin ich nun unterwegs und ich stelle erfreut fest, dass der Männlichen Gipfel noch in Reichweite liegt. 2 Kilometer geht es nun hinunter zur Kleinen Scheidegg und danach beginnt die leichte aber stetige, ca. 4 Kilometer lange, Steigung zur Männlichen Bergstation. Es begegnen mir sicher 5 Japanische Touristengruppen. Die Führer, weisen die jeweils 15 bis 20 Schützlinge an mir Platz zu machen, wobei sie mich gleich herzlich begrüssen und mich klatschend antreiben. Glücklich erklimme ich den Gipfel des Männlichen wo ich die Aussicht geniesse und ein kurzes Gespräch mit wiederum Japanischen Touristen führe. Ein junges Paar, welches ganz begeistert von meiner Tour ist und von mir unbedingt ein Foto machen will, was ich gerne mit mir geschehen lasse. 2 Stunden und 54 Minuten benötigte ich für die 18 Kilometer mit über 1600 Höhenmetern, ein super Erlebnis.
Männlichen Panorama
Laufstrecke: GarminConnect
18.9 Km, Berglauf 1677 HM, 9:12/Km, Zeit: 2:54:01, Puls-Ø: 152

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Thörishaus, Bern
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