Bergtour Wasenhorn und Monte Leone

1. Tag: Simplonpass – Monte Leone Hütte – Wasenhorn – Monte Leone Hütte
Sommerzeit ist für mich auch immer wieder Berg Zeit. Zusammen mit Pascal und Jasmin, machte ich mich am Samstag auf den Weg zu unserer geplanten zweitägigen Bergtour auf den Monte Leone. Am ersten Tag wanderten wir vom Simplonpass, 2070 m ü. M, zur Monte Leone Hütte, 2848 m ü. M. Da wir recht früh bei der Hütte angekommen sind, machten wir uns nach einer kurzen Rast auf den Weg um das Wasenhorn, 3246 m ü. M, zu erklimmen. Der Aufstieg war kein grosses Problem, einzig ein paar leichtere Kletterstellen und ein relativ steiles Schneefeld mussten wir überwinden. Oben angekommen präsentierte sich uns eine herrliche Aussicht und dazu ein toller Blick auf das eigentliche Ziel unserer Bergtour, den Monte Leone. Nach dem wir wieder unten bei der Hütte angekommen waren, haben wir unsere Schlafplätze bereit gemacht und das Material verstaut. Kurze Zeit später wurde das Abendessen serviert und danach konnten wir einen fantastischen Sonnenuntergang geniessen.

1. Tag Bergtour : GarminConnect
9.3 km, Bergsteigen, Zeit: 6:06:50

2. Tag: Monte Leone Hütte – Breithornpass – Monte Leone – Simplonpass
Die Nacht war sehr unangenehm, denn ich hatte Schwierigkeiten mit der Höhe. Auf über 2800 m ü. M zu schlafen ist nicht immer einfach, wenn man es nicht gewohnt ist. Etwa um Mitternacht bekam ich starkes Herzklopfen und dazu wurde es mir leicht Übel. Irgendwie konnte ich dann aber doch noch ein wenig schlafen aber um 3:45 Uhr war es bereits wieder Zeit um Aufzustehen. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen zusammen und machten uns im Stirnlampenlicht auf den langen Weg zum Monte Leone. Erst mussten wir während 3 Kilometern 400 Höhenmeter absteigen bevor wir auf der Normalroute den langen Aufstieg über den Homattugletscher und den Alpjergletscher in Angriff nehmen konnten. Wir waren zügig unterwegs und bald schon rann mir der Schweiss über die Stirn, obwohl es mit 6° doch noch recht frisch war. Als wir am Fusse des Hübschhorns, auf gut 2600 m ü. M die ersten grossen Schneefelder passierten, entschieden wir uns für die bevorstehenden steilen Passagen die Steigeisen zu montieren. Das Aufsteigen ging damit zügiger und vor allem sicherer vonstatten. Der Homattugletscher ist steil und lang aber dafür ist die Spaltengefahr nicht sehr gross und deshalb haben wir darauf verzichtet uns anzuseilen. Als wir nach 3:24 Stunden den Breithornpass auf 3345 m ü. M erreichten, kamen wir endlich aus dem Schatten in strahlenden Sonnenschein. Der Blick zurück zum Breithorn war fantastisch. Nach einer kurzen Pause machten wir uns bereit um den Alpjergletscher zu überqueren. Da dieser mehr Spalten aufweist, haben wir uns sicherheitshalber angeseilt. Die Überquerung verlief gut und wir kamen weiterhin zügig voran. Am Fuss des Südgrates haben wir das Seil wieder verstaut und kletterten mit Pickel und Steigeisen auf den Südgrat des Monte Leone, danach haben wir die Steigeisen ebenfalls im Rucksack verstaut und kletterten genussvoll dem Gipfel entgegen. Die Kletterei machte grossen Spass aber es war nicht immer ganz einfach. Ausserdem war der Blick in die Tiefe oft schon sehr Eindrucksvoll. Etwa 100 Meter vom Gipfel entfernt, stellte sich uns dann ein sehr steiles Schneefeld in den Weg. Da dieses nicht sehr lang war, beim Ausrutschen hätte man in so einem Fall wenig Zeit sich von der Rücklage umzudrehen damit man mit dem Pickel bremsen kann, und am Ende ca. 800 Meter senkrecht in die Tiefe abfiel, habe ich zu Pascal gesagt, dass für mich die Tour hier zu Ende ist. Jasmin war der gleichen Meinung und auch Pascal fand schlussendlich, dass der Abbruch doch die beste Entscheidung sei, obwohl er nach 6 Stunden Aufstieg doch recht Enttäuscht war, dass wir den Gipfel nicht ganz erreicht haben. Mir machte das weniger aus, wegen den verpassten 100 Metern fühlte ich mich trotzdem auf dem Gipfel angekommen. Wir machten Rast und haben uns verpflegt. Dabei kreuzte uns eine achter Gruppe, der Tourenführer fragte uns ob wir bereits oben waren. Wir erklärten ihm, dass wir das Überqueren des Schneefeldes als zu riskant empfanden und deshalb nicht oben waren. Sie gingen weiter, kamen aber kurze Zeit später wieder zu uns. Sie verzichteten ebenfalls auf die Überquerung, was unsere Entscheidung einerseits bestätigte und andererseits, die Enttäuschung über unseren „Misserfolg“ minderte. Kurze Zeit später machten wir uns auf den Abstieg, dieser war in der Mittagshitze beschwerlich, der Schnee wurde sehr weich, was das Laufen sehr mühsam machte. Nach gut 11 Stunden hatten wir es dann geschafft und wir sassen im Restaurant auf dem Simplonpass und gönnten uns Bier und Kuchen. Einmal mehr ein unvergessliches Erlebnis.

2. Tag Bergtour : GarminConnect
19 km, Bergsteigen, Zeit: 11:15:30

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