Kerzerslauf 2017

Kerzerslauf 2017 Heute sollte meine erste Laufteilnahme als Genussläufer werden, wo Laufzeit und Rangliste keine Rolle spielt. Ich will den verpatzten Start ins Laufjahr, der mehr von Grippe und Erkältungen als von guten Trainingseinheiten geprägt war, nutzen, um meine Einstellung zum Laufen etwas zu überdenken und zu ändern. Trainieren, krank, trainieren, krank, das kann es einfach nicht sein. Weniger intensiv trainieren, damit erhoffe ich mir, dass mein Immunsystem wieder stabiler wird und ich nicht mehr so kränklich bin. Um kurz vor 12 Uhr kam ich in Kerzers an. Nach einer wundervollen und herrlichen Frühlingswoche hatte das Wetter über Nacht umgeschlagen, es regnete und es war windig und kühl. Gar nicht mein Laufwetter. Als Genussläufer wollte ich aber beim Laufen auf gar keinen Fall kalt haben und deshalb habe ich die Regenjacke Kerzerslauf 2017 angezogen und machte mich auf den Weg zum warm up. Nach 10 Minuten hatte ich aber schon zu warm und deshalb zog ich die Regenjacke wieder aus und entschied mich im T-Shirt zu starten. Als sich mein Startblock um 12:42 Uhr in Bewegung setzte, waren bereits viele Läufer unterwegs. Eine Laufzeit von 1:15 für die 15 Kilometer sollte ich schaffen und vor allem konnte ich davon ausgehen, dass das Läuferfeld nicht gleich in horrendem Tempo los rennt. Ohne Druck und ohne vom ersten Schritt Tempo zu machen, lies ich mich mit dem Läuferstrom mitziehen. Der leichte Regen störte nicht und beim Laufen empfand ich die Temperatur als sehr angenehm. Anders als bei den letzten Trainings hatte ich heute bessere Beine, nur bei den Anstiegen bemerkte ich, dass ich kraftlos war und deshalb habe ich gar Kerzerslauf 2017 nicht erst versucht dabei das Tempo zu halten. Im Flachen konnte ich aber jeweils wieder gut mithalten und nach 5 Kilometern war es mir sogar möglich einige Läufer zu überholen. Das schöne dabei war, dass ich nicht kämpfen musste, es fühlte sich richtig gut an und ich hatte echt Spass wieder einmal an einem Laufevent dabei zu sein. Der Regen sorgte für schweren Boden. Im Wald hatte ich zeitweise das Gefühl am Strongman Run dabei zu sein. Auf das Tempo hatte das aber keinen Einfluss, es lief weiterhin einfach gut und ich wurde von Kilometer zu Kilometer schneller. Die grosse aber relativ kurze Golatensteigung lief ich hoch, der Zeitverlust ist da nicht gross, die Energieersparnis aber schon. Während andere Läufer nach der Steigung mit brennenden Oberschenkeln wieder versuchen Tempo zu machen, konnte ich da sofort wieder das vorhergehende Lauftempo aufnehmen und gleich reihenweise Läufer überholen. Die letzten Kilometer waren dann Laufgenuss pur. Im Windschatten eines Läufers lies ich mich über die Ziellinie tragen, ein super Gefühl. Genusslaufen ist grossartig!

Laufstrecke: GarminConnect
15 km, Wettkampf, 4:38/km, Zeit: 01:09:25, Puls-Ø: 170

2 Kommentare zu Kerzerslauf 2017

  • Hallo Hugo!

    Meinen Glückwunsch auch noch mal an dieser Stelle! Superleistung! Behalt das so bei, sonst machst Du Dir Dein Hobby irgendwann vollends kaputt. Es geht doch bei uns in erster Linie um die Entlastung zum Alltag und nicht um eine zusätzliche Belastung. Genau aus diesem Grund habe ich die Wettkämpfe aufgegeben. Ich konnte und wollte einfach nicht mehr! Wir sind ja ziemlich ähnlich gestrickt – möglichst immer Vollgas und immer am Limit. Deshalb kann ich Dich auch sehr gut verstehen. Manchmal lesen sich Deine Artikel hier im Blog wie ein verzweifelter Hilferuf. Sorry – wenn ich das mal so ausdrücke. Aber ich kenne das von mir. Man schreibt eigentlich all das, was man gern sein möchte. Aber am Ende des Tages rennt man doch wieder wie ein Irrer irgendeiner Zeit hinterher. Hab ich recht oder hab ich recht? :wink: Man ist halt, wie man ist. Sportsucht! Nicht so ganz ungefährlich!

    Ich habe ja im letzten Sommer wieder mit dem Fußballspielen angefangen und trainiere auch noch eine Jugendfußballmannschaft, wo mein Sohn auch mitspielt. Insofern habe ich echt keine Zeit mehr für einen ambitionierten Trainingsplan. Zum Glück! Ich versuche einfach zu mischen und möglichst viel Abwechslung in meinen Sport zu bringen. Laufen, Radfahren, Schwimmen, Fussball, Fitnessstudio, Yogilates …. . Es gibt auch keine festen Tage mehr. Außer für’s Fussball immer am Freitagabend. Die restliche Woche gucke ich einfach, wie es halt so passt. Das klappt soweit sehr gut. Das ist wie beim Essen. Ich ernähre mich grundsätzlich gesund und low carb – aber ich kann nicht jeden Tag immer nur das Gleiche essen. Warum auch – wenn es doch so viele gesunde Sachen mit wenig Kohlenhydraten gibt. Verstehst Du?

    Die letzten Tage hatte ich etwas Schnupfen und Halsweh. Also keinen Sport. Null! Heute geht es mir wieder besser. Also versuche ich heute Abend mal ein kleines Läufchen. Da mache ich mir auch keinen Stress mehr. Bringt eh‘ nix! Lieber ordentlich auskurieren und dann wieder angreifen.

    Insofern – nimm Dir den Druck raus und genieß den Sport! Mach Dich frei von all dem selbst auferlegten Ballast!

    Sportliche Grüße aus Köln!

    Mario

    Hugo sagt:

    Hallo Mario
    Danke, mit dem unerwartet guten Lauf bin ich sehr zufrieden. Vielleicht war gerade das etwas langsamer gewählte Tempo der Schlüssel zum Erfolg. Ich arbeite an mir um Wettkämpfe nicht mehr als wirklich solche zu betrachten, sondern ganz einfach als Ausgleich zum Trainingsalltag. Du hast das schon richtig erkannt, einmal an der Startlinie stehend, ist die Verlockung gross alles zu geben und immer am Limit zu laufen. Das will ich in Zukunft eben auch nicht mehr. Als Sportsüchtigen möchte ich mich nicht bezeichnen, ich habe ja mit dem Training in letzter Zeit sehr abgebaut. Auch wenn ich manchmal täglich aktiv war, so waren es doch meist nur ganz lockere Einheiten und mit dem harten Lauftraining der letzten Jahre überhaupt nicht mehr zu vergleichen. Mir ist aber schon klar, dass ein Süchtiger nie zugibt, süchtig zu sein :wink:
    Toll, dass Du mit deinem Sohn zusammen Fussballspielen kannst. Das ist natürlich ganz was tolles. Ich war früher auch mal ganz gut. In meiner besten Saison als Stürmer erzielte ich 38 Tore. Auch Eishockey gehörte lange zu meinen Sportarten aber in meinem Alter ist das Verletzungsrisiko dabei zu hoch und deshalb sind das keine Alternativen mehr. Laufen, Radfahren und in den Bergen zu Wandern oder auch ein bisschen Klettern, ist für mich genau richtig. Von daher empfinde ich keinen wirklichen Leistungsdruck und nach Trainingsplan habe ich schon seit über einem Jahr nicht mehr trainiert. Mit dem Alter wird man vernünftiger. :smile:
    Liebe Grüsse
    Hugo

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