Hallwilerseelauf 2016

Hallwilerseelauf 2016 6 durchzogene Trainingswochen liegen hinter mir. Eine Woche lag ich wegen einem bösen Darmvirus sogar im Bett. Der darauffolgende Aufbau war hart und es dauerte eine ganze Weile, bis sich ein wieder annähernd gutes Laufgefühl einstellte. Lange Trainings habe ich in dieser Zeit nur eines gemacht und das war der 18 Kilometer Longrun vom letzten Sonntag. Aufgrund dieser ungenügenden und minimalistischen Vorbereitung, setzte ich mir für den heutigen Hallwilerseelauf kein zu grosses Laufziel. Eine Laufzeit von 1:45 traute ich mir als minimal Ziel zu, im besten Fall eine 1:40. Doch eine solche Zeit wäre für mich nur bei idealen Laufbedingungen möglich und da das Wetter in den letzten Tagen schon winterlich kalt war, hoffte ich, dass die Meteorologen mit ihrer Prognose auf trockenes und mildes Herbstwetter, recht haben würden. Nach einer sehr angenehmen Nacht, stand ich gut ausgeschlafen auf. Das Wetter war tatsächlich besser und die Temperatur lag um 8 Uhr morgens schon bei über 9°. Ich machte meine Laufkleider parat und setzte dabei natürlich auf kurze Tights und ein ärmelloses Tank Shirt. Die Frage der Laufschuhe beschäftigte mich schon beinahe die ganze Woche, denn meinen Lieblings Schuhe, die blauen adidas Boost 2 musste ich entsorgen. Die Sohle hat nach gut 1500 Laufkilometern nicht mehr gehalten. Im Schrank fand ich dann aber noch den Ur-Boost, den ich anlässlich der ersten Präsentation im Februar 2013 von adidas erhalten habe. Obwohl auch dieser schon gut 1000 Laufkilometer auf der Sohle hat, entschied ich mich für ihn, das Laufgefühl darin ist einfach unvergleichlich. Um 10:15 Uhr machte Hallwilerseelauf 2016 ich mich dann auf den Weg nach Reinach, von wo mich ein Shuttle Bus zum Startgelände nach Beinwil am See brachte. Alles war wie gewohnt sehr gut organisiert und so hielt ich schon nach wenigen Minuten meine Startnummer in den Händen. Ich machte mich bereit und ging in gemütlichem Schritt zum Start und genoss die wärmenden Sonnenstrahlen, das Wetter war zum Laufen genial! 20 Minuten vor dem Start, begann ich mich einzulaufen. Ich hatte schwere Beine, das Laufen viel mir gar nicht leicht und nach einem Kilometer hatte ich bereits genug. Ich stellte mich in den Startblock und hoffte, dass mit dem Startschuss auch meine Beine wieder lauffreudiger werden. Um 13:44 Uhr setzte sich der Starblock C, in welchem ich mich befand, in Bewegung. Ich wollte nicht zu schnell starten, auf der anderen Seite ging es bei den ersten 3 Kilometern leicht abwärts und das wollte ich zu meinem Vorteil nutzen. 4:30, 4:27 und 4:30 waren die Pacezeiten für die ersten Kilometer, was mich überraschte. Trotzdem befand ich mich schon fast am Ende des Startfeldes und als meine Beine beim vierten Kilometer, bei dem es nun leicht aufwärts ging schwerer wurden, war ich mir nicht mehr sicher ob ich gut um den See kommen würde. Mit 4:44 war die Pace aber immer noch gut, allerdings sank diese beim fünften Kilometer auf 4:54 Hallwilerseelauf 2016 und das verunsicherte mich dann doch langsam. Die Strecke wurde dann wieder flacher und meine Pacezeiten schneller. 4:24 für den sechsten und so sollte es weitergehen. Ich fühlte mich plötzlich gut, die Beine liefen und ich begann nach und nach Läufer zu überholen. Nach 10 Kilometern rechnete ich mir aus, wie viel Zeitreserve ich mir erarbeitet hatte. Das Resultat überraschte mich, war ich doch deutlich unter einer Laufzeit von 1:40 unterwegs. Selbst wenn ich auf den letzten Kilometern einbrechen würde, wäre mein Minimalziel nicht gefährdet und deshalb entschloss ich mich, zu versuchen, das Tempo so gut es geht beizubehalten. Verlieren konnte ich nichts aber viel gewinnen. Das Überholen ging weiter. Je näher ich dem Ziel kam umso mehr Läufer konnte ich überholen. Nach 14 Kilometern wurde die Strecke wegen leichten Steigungen wieder anspruchsvoller. Trotzdem verlor ich nur bei Kilometer 16 ein paar Sekunden, ansonsten blieben die Pacezeiten um die 4:35/km stabil. Den Gedanken, wenn es hart wird langsamer zu machen, schob ich bei Kilometer 18 beiseite. Die letzten 3 Kilometer würde ich auch noch durchhalten aber es wurde hart und ich musste kämpfen. Nach einer letzten Abzweigung befand ich mich auf den letzten 500 Metern des Hallwilerseelaufes. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich eine 1:36er Zeit erreichen kann und so gab ich alles was noch möglich war. 1:36:17! Unglaublich! Das ich mit einer solchen Vorbereitung zu so einer Leistung in der Lage bin, hätte ich nie für möglich gehalten. Ich bin doch sehr zufrieden damit.

Laufstrecke: GarminConnect
21.1 Km, Wettkampf, 4:33/Km, Zeit: 01:36:17, Puls-Ø: 17?

2 Kommentare zu Hallwilerseelauf 2016

  • Strongman-Teilnehmer, Cross-Trainings und dauerhaft gutes Basistraining – da war die Viruspause ev. nur ein Tapering. Hugo ist topfit, das hat sich wieder einmal bestätigt. Weiter so!

    Hugo sagt:

    Nach dem extrem Tapering war ich doch schon noch froh, dass ich ein paar gute Trainingseinheiten absolvieren konnte. Aber meine Grundfitness scheint doch recht stabil zu sein, denn sonst wäre eine solche Leistung nicht möglich gewesen. Ich werde ganz bestimmt so weitermachen und wenn ich gesund über den Winter komme, dann liegt im Frühling vielleicht sogar wieder ein Marathon drin :-)

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