Wettkampf

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Kerzerslauf 2017

Kerzerslauf 2017 Heute sollte meine erste Laufteilnahme als Genussläufer werden, wo Laufzeit und Rangliste keine Rolle spielt. Ich will den verpatzten Start ins Laufjahr, der mehr von Grippe und Erkältungen als von guten Trainingseinheiten geprägt war, nutzen, um meine Einstellung zum Laufen etwas zu überdenken und zu ändern. Trainieren, krank, trainieren, krank, das kann es einfach nicht sein. Weniger intensiv trainieren, damit erhoffe ich mir, dass mein Immunsystem wieder stabiler wird und ich nicht mehr so kränklich bin. Um kurz vor 12 Uhr kam ich in Kerzers an. Nach einer wundervollen und herrlichen Frühlingswoche hatte das Wetter über Nacht umgeschlagen, es regnete und es war windig und kühl. Gar nicht mein Laufwetter. Als Genussläufer wollte ich aber beim Laufen auf gar keinen Fall kalt haben und deshalb habe ich die Regenjacke Kerzerslauf 2017 angezogen und machte mich auf den Weg zum warm up. Nach 10 Minuten hatte ich aber schon zu warm und deshalb zog ich die Regenjacke wieder aus und entschied mich im T-Shirt zu starten. Als sich mein Startblock um 12:42 Uhr in Bewegung setzte, waren bereits viele Läufer unterwegs. Eine Laufzeit von 1:15 für die 15 Kilometer sollte ich schaffen und vor allem konnte ich davon ausgehen, dass das Läuferfeld nicht gleich in horrendem Tempo los rennt. Ohne Druck und ohne vom ersten Schritt Tempo zu machen, lies ich mich mit dem Läuferstrom mitziehen. Der leichte Regen störte nicht und beim Laufen empfand ich die Temperatur als sehr angenehm. Anders als bei den letzten Trainings hatte ich heute bessere Beine, nur bei den Anstiegen bemerkte ich, dass ich kraftlos war und deshalb habe ich gar Kerzerslauf 2017 nicht erst versucht dabei das Tempo zu halten. Im Flachen konnte ich aber jeweils wieder gut mithalten und nach 5 Kilometern war es mir sogar möglich einige Läufer zu überholen. Das schöne dabei war, dass ich nicht kämpfen musste, es fühlte sich richtig gut an und ich hatte echt Spass wieder einmal an einem Laufevent dabei zu sein. Der Regen sorgte für schweren Boden. Im Wald hatte ich zeitweise das Gefühl am Strongman Run dabei zu sein. Auf das Tempo hatte das aber keinen Einfluss, es lief weiterhin einfach gut und ich wurde von Kilometer zu Kilometer schneller. Die grosse aber relativ kurze Golatensteigung lief ich hoch, der Zeitverlust ist da nicht gross, die Energieersparnis aber schon. Während andere Läufer nach der Steigung mit brennenden Oberschenkeln wieder versuchen Tempo zu machen, konnte ich da sofort wieder das vorhergehende Lauftempo aufnehmen und gleich reihenweise Läufer überholen. Die letzten Kilometer waren dann Laufgenuss pur. Im Windschatten eines Läufers lies ich mich über die Ziellinie tragen, ein super Gefühl. Genusslaufen ist grossartig!

Laufstrecke: GarminConnect
15 km, Wettkampf, 4:38/km, Zeit: 01:09:25, Puls-Ø: 170

Luzern Halbmarathon 2016

Luzern Halbmarathon 2016 Für diesen Lauf hatte ich mir einiges vorgenommen. Zumindest wollte ich die Laufzeit des vergangenen Hallwilerseelaufes egalisieren, am liebsten natürlich etwas unterbieten. Entsprechend nervös war ich schon zwei Tage vor dem Wettkampf. Geschlafen habe ich wieder einmal nicht sonderlich gut, zum Glück konnte ich wegen der Zeitumstellung eine Stunde länger im Bett bleiben, was mir auch sehr gut getan hat. Um 4:30 Uhr stand ich auf, genehmigte mir zum Frühstück ein mit Protein angereichertes Porridge und eine Tasse Kaffee (koffeinfrei). Der Blick auf den Aussenthermostat erfreute mich gar nicht, nur 5°, das mag ich ja so gar nicht zum Laufen. Beim Packen hielt ich mich aber trotzdem an die Informationen des Veranstalters. Auf der Website haben sie angenehmes Laufwetter angesagt und mitgeteilt, dass nicht zu warme Kleider für den Wettkampf angezogen werden sollen. Also habe ich nur kurze Thigts und ein kurzes T-Shirt bereit gelegt. Als ich zum Bahnhof lief, war ich mir aber nicht so sicher ob ich so einen Wettkampf bestreiten kann. Die Bise pfiff mir um die Ohren und ich sehnte mich nach einer warmen Mütze. Ich war froh in den gewärmten Zug einsteigen zu können. In Bern habe ich dann Matthias und Lorenz getroffen. Lorenz hat mich schon etwas überrascht. Hatte ich ihn am Freitag noch gefoppt, er könnte doch in Luzern seinen ersten Marathon bestreiten, er laufe diesen sicher gleich unter 3 Stunden. Nach einer kurzen Diskussion war er durchaus positiv für das Vorhaben eingestellt aber ich wusste nicht ob er sich dafür entscheidet. Am Samstagabend bekam ich die Meldung, dass er beim Marathon startet. Im ersten Moment war ich ein wenig erschrocken, denn er lief noch nie weiter als 22 Kilometer und war überhaupt nicht für einen Marathon vorbereitet, deshalb machte ich mir erst ein wenig Sorgen. Auf der anderen Seite wusste ich, dass er ein exzellenter Läufer ist und mit den vielen Duatlons, die er während dem Jahr bestreitet, bestens für lange Aktivitäten bereit ist. Auf der Fahrt nach Luzern plauderten wir über unsere Laufziele. Lorenz wollte mit mir starten und meinte, eine 4:30er Pace wäre doch gut! Ich sagte, dass das für mich dann wohl schon das Limit sei aber ich wollte es versuchen. Matthias setzte sich eine Zeit um die 1:50 doch er wolle sich nicht quälen dabei. Dann kamen wir in Luzern an und zu meiner Freude empfand ich das Wetter hier angenehmer als noch in Bern. Wir machten uns auf den Weg zum Schiff, welches die Läufer vom Bahnhof zum Verkehrshaus brachte. Adrian, ein weiterer bekannter, war schon da und gesellte sich auch zu uns. Beim Verkehrshaus angekommen holten wir die Startnummern ab. Lorenz ging zum Trouble Desk und meldete sich noch für den Marathon an. Alles lief wie am Schnürchen und so hatten wir danach genügend Zeit die Garderobe aufzusuchen, die Wertsachen abzugeben und uns gemütlich zum Startgelände zu begeben. Nach einem kurzen Einlaufen, ging ich mit Lorenz in den zweiten Startblock, da befand sich auch der 1:35er Halbmarathon Pacemaker in dessen Nähe ich während den ersten Kilometern bleiben wollte. Um 9:02 Uhr starteten wir. Es lief sofort gut. Wetter, Laufgefühl, Beine und Pace, alles passte. Den ersten Kilometer liefen wir in genau 4:30, dem Pacemaker war das aber egal, denn der lief mit seinem Gefolge doch um einiges schneller. Es sollte auch so weitergehen. Während ich mit Lorenz die ersten Kilometer in regelmässigen Paces um die 4:30/km lief, entfernte sich der Pacemaker immer mehr. Mich beunruhigte das nicht, da ich ja auf bestem Weg war mein Ziel zu erreichen. Die ersten Steigungen kamen, meine Beine waren stark und ich verlor dabei kaum Zeit. Lorenz lief locker neben mir, für Ihn war das Tempo eher ein Spaziergang, denn für gewöhnlich läuft er die Halbmarathon Distanz in einer Zeit von 1:18, also deutlich schneller als wir unterwegs waren. Nach 7 Kilometern versuchte ich das Tempo leicht zu erhöhen, was nicht zuletzt auch wegen den Abwärtspassagen gelang. Kurz vor dem zehnten Kilometer überholten wir die beiden 1:35er Pacemaker samt Gefolge. Es lief weiterhin gut. Kilometer um Kilometer liefen wir zusammen in einem super Flow. Nach 14 Kilometern steigerte Lorenz dann das Luzern Halbmarathon Tempo, ich versuchte mitzugehen, was auch gelang. die Paces waren nun bei 4:14/km. Leichtes Seitenstechen sagte mir, dass ich am Limit lief und mahnte mich das Tempo nicht weiter zu forcieren. Lorenz motivierte mich dran zu bleiben was ich auch so gut wie möglich versuchte. Die Paces blieben regelmässig bei unglaublichen 4:14 doch ich musste zusehends kämpfen. Kurz vor dem Marathon Wendepunkt verabschiedeten wir uns. Lorenz gratulierte mir noch während dem Laufen zu meiner guten Zeit und ich wünschte ihm natürlich gutes Gelingen für die restlichen Marathonkilometer. Mit einer unglaublichen Zeit von 1:32:25 kam ich ins Ziel. 3 Minuten schneller als geplant und 4 Minuten schneller als 14 Tage zuvor beim Hallwilerseelauf. Ein wirklich grandioser Saisonabschluss!
Nach dem Zieleinlauf machte ich mich sogleich auf zur Garderobe, holte die Wertsachen ab und gönnte mir eine Dusche. Danach ging es wieder mit dem Zug heimwärts. Während der Fahrt studierte ich die Rangliste, mich interessierte vor allem die Zeit von Lorenz, der mittlerweile im Ziel sein musste. Ich traute meinen Augen nicht und war dann hoch erfreut. Mit einer Zeit von 3:02:04 lief er bei seinem ersten Marathon auf den sensationellen 18. Schlussrang. Krise hatte er sicher keine, denn die zweite Runde lief er stolze 2 Minuten schneller als die erste Luzern Halbmarathon 2016 mit mir. Ein Wahnsinns Lauf! Matthias hat seine geplante Laufzeit von 1:50 bravourös mit 1:41 unterboten. So gesehen war es für uns alle ein ganz schöner und erfolgreicher Tag. Ein bisschen Wehmut hatte ich zum Schluss dann doch noch, denn nun muss ich mich von meinem ersten adidas Boost trennen. Während fast alle Läufer und Läuferinnen mit praktisch neuen Schuhen an Wettkämpfen antreten, lief ich heute wieder in meinem alten und ausgelatschten Lieblings adidas Schuh. Weit über 1500 Kilometer hat er drauf und entsprechend abgelatscht sieht er aus, trotzdem fühle ich mich darin immer noch sehr wohl. Nun ist es aber definitiv Zeit, mich von der schnellen Sohle zu trennen.

Laufstrecke: GarminConnect
21.1 Km, Wettkampf, 4:23/Km, Zeit: 01:32:25, Puls-Ø: 176

Hallwilerseelauf 2016

Hallwilerseelauf 2016 6 durchzogene Trainingswochen liegen hinter mir. Eine Woche lag ich wegen einem bösen Darmvirus sogar im Bett. Der darauffolgende Aufbau war hart und es dauerte eine ganze Weile, bis sich ein wieder annähernd gutes Laufgefühl einstellte. Lange Trainings habe ich in dieser Zeit nur eines gemacht und das war der 18 Kilometer Longrun vom letzten Sonntag. Aufgrund dieser ungenügenden und minimalistischen Vorbereitung, setzte ich mir für den heutigen Hallwilerseelauf kein zu grosses Laufziel. Eine Laufzeit von 1:45 traute ich mir als minimal Ziel zu, im besten Fall eine 1:40. Doch eine solche Zeit wäre für mich nur bei idealen Laufbedingungen möglich und da das Wetter in den letzten Tagen schon winterlich kalt war, hoffte ich, dass die Meteorologen mit ihrer Prognose auf trockenes und mildes Herbstwetter, recht haben würden. Nach einer sehr angenehmen Nacht, stand ich gut ausgeschlafen auf. Das Wetter war tatsächlich besser und die Temperatur lag um 8 Uhr morgens schon bei über 9°. Ich machte meine Laufkleider parat und setzte dabei natürlich auf kurze Tights und ein ärmelloses Tank Shirt. Die Frage der Laufschuhe beschäftigte mich schon beinahe die ganze Woche, denn meinen Lieblings Schuhe, die blauen adidas Boost 2 musste ich entsorgen. Die Sohle hat nach gut 1500 Laufkilometern nicht mehr gehalten. Im Schrank fand ich dann aber noch den Ur-Boost, den ich anlässlich der ersten Präsentation im Februar 2013 von adidas erhalten habe. Obwohl auch dieser schon gut 1000 Laufkilometer auf der Sohle hat, entschied ich mich für ihn, das Laufgefühl darin ist einfach unvergleichlich. Um 10:15 Uhr machte Hallwilerseelauf 2016 ich mich dann auf den Weg nach Reinach, von wo mich ein Shuttle Bus zum Startgelände nach Beinwil am See brachte. Alles war wie gewohnt sehr gut organisiert und so hielt ich schon nach wenigen Minuten meine Startnummer in den Händen. Ich machte mich bereit und ging in gemütlichem Schritt zum Start und genoss die wärmenden Sonnenstrahlen, das Wetter war zum Laufen genial! 20 Minuten vor dem Start, begann ich mich einzulaufen. Ich hatte schwere Beine, das Laufen viel mir gar nicht leicht und nach einem Kilometer hatte ich bereits genug. Ich stellte mich in den Startblock und hoffte, dass mit dem Startschuss auch meine Beine wieder lauffreudiger werden. Um 13:44 Uhr setzte sich der Starblock C, in welchem ich mich befand, in Bewegung. Ich wollte nicht zu schnell starten, auf der anderen Seite ging es bei den ersten 3 Kilometern leicht abwärts und das wollte ich zu meinem Vorteil nutzen. 4:30, 4:27 und 4:30 waren die Pacezeiten für die ersten Kilometer, was mich überraschte. Trotzdem befand ich mich schon fast am Ende des Startfeldes und als meine Beine beim vierten Kilometer, bei dem es nun leicht aufwärts ging schwerer wurden, war ich mir nicht mehr sicher ob ich gut um den See kommen würde. Mit 4:44 war die Pace aber immer noch gut, allerdings sank diese beim fünften Kilometer auf 4:54 Hallwilerseelauf 2016 und das verunsicherte mich dann doch langsam. Die Strecke wurde dann wieder flacher und meine Pacezeiten schneller. 4:24 für den sechsten und so sollte es weitergehen. Ich fühlte mich plötzlich gut, die Beine liefen und ich begann nach und nach Läufer zu überholen. Nach 10 Kilometern rechnete ich mir aus, wie viel Zeitreserve ich mir erarbeitet hatte. Das Resultat überraschte mich, war ich doch deutlich unter einer Laufzeit von 1:40 unterwegs. Selbst wenn ich auf den letzten Kilometern einbrechen würde, wäre mein Minimalziel nicht gefährdet und deshalb entschloss ich mich, zu versuchen, das Tempo so gut es geht beizubehalten. Verlieren konnte ich nichts aber viel gewinnen. Das Überholen ging weiter. Je näher ich dem Ziel kam umso mehr Läufer konnte ich überholen. Nach 14 Kilometern wurde die Strecke wegen leichten Steigungen wieder anspruchsvoller. Trotzdem verlor ich nur bei Kilometer 16 ein paar Sekunden, ansonsten blieben die Pacezeiten um die 4:35/km stabil. Den Gedanken, wenn es hart wird langsamer zu machen, schob ich bei Kilometer 18 beiseite. Die letzten 3 Kilometer würde ich auch noch durchhalten aber es wurde hart und ich musste kämpfen. Nach einer letzten Abzweigung befand ich mich auf den letzten 500 Metern des Hallwilerseelaufes. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich eine 1:36er Zeit erreichen kann und so gab ich alles was noch möglich war. 1:36:17! Unglaublich! Das ich mit einer solchen Vorbereitung zu so einer Leistung in der Lage bin, hätte ich nie für möglich gehalten. Ich bin doch sehr zufrieden damit.

Laufstrecke: GarminConnect
21.1 Km, Wettkampf, 4:33/Km, Zeit: 01:36:17, Puls-Ø: 17?

Örträsk Runt 2016

Örträsk Runt 2016 In diesem Jahr verbringen wir die Sommerferien mit Marianne und Andi in Schweden. Lycksele ist ein kleiner Ort in Nordschweden inmitten schönster Natur umgeben von grossen Wäldern und Flüssen, einfach traumhaft. Die Tage sind lang, sehr lang. Es wird kaum dunkel und kaum ist die Sonne am Horizont verschwunden kriecht sie sogleich wieder hervor. Wenn man das noch nie erlebt hat, dann ist das schon ganz etwas spezielles. Das Schlafen in der Nacht ist natürlich nicht so einfach aber mit der Zeit ist man so müde, dass man auch schlafen kann wenn es noch hell ist. In Örträsk, einem kleinen Dorf etwa 60 Kilometer von Lycksele entfernt, findet in jedem Jahr der Örträsk Runt statt. Ein Wettkampf über die viertel Marathon Distanz. Marianne und Andi haben diesen Lauf schon mehrmals mitgemacht und wenn ich schon da bin wenn der Wettkampf stattfindet, dann will ich da natürlich auch starten. Es ist ein kleiner, sehr familiärer Anlass. Die Startformalitäten werden in der Schule des Dorfes Durchgeführt. Für insgesamt 36 Örträsk Runt 2016 Teilnehmer, 26 Männer und 10 Frauen, braucht es nicht extra eine grosse Infrastruktur. Nachdem alles erledigt war und wir unsere Startnummern hatten, wurden wir mit dem Bus auf die andere Seite des Sees, Örträsksjön gebracht. Während der ca. 15 Minütigen Fahrt, konnte ich schon mal das Streckenprofil studieren. Ein ziemlich hügeliger Lauf erwartet mich. Beim Start angekommen, machten wir uns auf in den Wald zum Einlaufen. Nach 2 Kilometern waren wir für den Lauf bereit und so gesellten wir uns zu den anderen 33 Männern und Frauen, die den Wettkampf bestreiten wollten. Um 13 Uhr ging es los und wir wurden vom Starter auf die 10.5 Kilometer lange Strecke, zurück nach Örträsk geschickt. Das Feld zog sich rasch in die Länge, die Schweden sind gute Läufer. Ich versuchte von Anfang an ein wenig Tempo zu mache, was mir auf den ersten 3 Kilometern recht gut gelang. Danach wurden die Paces, dem hügeligen Profil wegen, Örträsk Runt 2016 unregelmässiger aber ich fühlte mich wohl und war glücklich durch die schöne Schwedische Landschaft laufen zu können. 10 Kilometer sind schnell vorbei und so lief ich nach 46 Minuten und 54 Sekunden in Örträsk über die Ziellinie. Von 26 Männern habe ich den 12. Rang erreicht. Die 11, die schneller waren als ich, waren bis auf einen alle jünger als ich ;-) Andi erreichte den 16. Rang und Marianne lief als 5. Frau über die Ziellinie. Ein kleiner aber sehr schöner Lauf, an dem ich jederzeit wieder teilnehmen würde.

Laufstrecke: GarminConnect
10.5 Km, Wettkampf, 4:27/Km, Zeit: 0:46:54, Puls-Ø: 175

Städtlilauf Wangen a. d. Aare

Städtlilauf Wangen a. d. Aare 10km – Die Königsdisziplin unter den Langstrecken. Wenn du wissen willst wie gut ein Läufer ist, frag ihn nach seiner aktuellen 10km Zeit (Mag. Wilhelm Lilge). 10km Wettkämpfe sind hart, denn da läuft man am Rande des Sauerstoffgleichgewichts. Läuft man zu schnell an, so ist nach 8km der Ofen aus. Es ist also ganz wichtig, das eigene Leistungsvermögen gut einschätzen zu können, um auf den 10 Kilometern das Optimum herauszuholen. Heute startete ich am Städtlilauf in Wangen an der Aare über die 10km Distanz. Das Training verlief in den letzten 14 Tagen aber überhaupt nicht wie gewünscht. Vor anderthalb Wochen habe ich mich, beim Tempotraining in der Mittagshitze, total überfordert. Ich hatte noch am nächsten Tag Kopfschmerzen und setzte ungeplante Ruhetage an. Am Freitag, dem schönsten Tag der Woche, habe ich kurzfristig frei genommen und wanderte mit meinem Sohn auf den Ochsen. Das Resultat war ein ziemlicher Muskelkater in den Beinen und dieser zwang mich ebenfalls zur Trainingsänderung. Entsprechend verunsichert stand ich an der Startlinie. Um 19 Uhr ging es los, die Bedingungen waren bestens und die Beine fühlten sich auch gut an. Das Tempo war sofort hoch und ich wusste, das der erste Kilometer sehr schnell sein wird. Ich nahm Städtlilauf Wangen a. d. Aare mir vor, nach der ersten Kilometerzeit zu entscheiden und das Tempo entsprechend zu drosseln. Meine Garmin piepste, Pace 3:56 für den ersten Kilometer, schneller noch als erwartet. Nach einer Runde durch das schöne Städtchen, liefen wir der Hochwasser führenden Aare entlang. Die Temporeduktion glückte mir. Mit 4:09 war ich langsamer als beim ersten aber ich fürchtete, dass ich immer noch zu schnell lief und versuchte daher das Tempo noch ein wenig zu reduzieren. 4:12 für den dritten und alles lief gut. Wir überquerten die Aare und liefen nun wieder dem Städtchen entgegen, 4:18 für den vierten. Erstmals spürte ich die Anstrengung hatte aber keine Bedenken und lief zuversichtlich weiter. Die jungen Schwäne, die im Gras am Streckenrand sassen, liessen sich von uns auch nicht aus der Ruhe bringen. 4:12 für den fünften, wieder leicht schneller. Ein Läufer hängte sich an meine Fersen, ich liess mich aber nicht zu einer Tempoerhöhung verleiten als er mich überholte. 4:15 für den sechsten. Es wurde härter, ein weiterer Läufer schloss zu mir auf. Er hechelte laut. Bei jedem Schritt atmete er ein und aus, der Dampflocklärm ärgerte mich. 4:19 für den siebten und der Hechler überholte mich auch noch! Ich Städtlilauf Wangen a. d. Aare versuchte dran zu bleiben was auch gelang, 4:14 für den achten. Nun brach der Hechler ein, er wurde langsamer und zwar drastisch. Ich fühlte mich angestrengt aber immer noch gut und versuchte das Tempo leicht zu steigern, 4:12 für den neunten. Auf dem letzten wollte ich alles geben. Inzwischen war ich wieder im Städtchen und rannte durch die engen Gassen. Nach einer letzten Kurve lief ich über den blauen Teppich dem Zielbogen entgegen. 3:57 für den zehnten! Die Uhr stoppt bei unglaublichen 41:28. Viel viel besser als ich das je erwartet hatte. Natürlich bin ich mit dieser Zeit kein Überflieger aber verstecken muss ich mich damit auch nicht. Mein aussergewöhnlich gutes Lauf Jahr geht also weiter. Heute habe ich auf den 10 Kilometern zweifellos das Optimum aus mir herausgeholt.

Laufstrecke: GarminConnect
10 km, Wettkampf, 4:09/km, Zeit: 0:41:28, Puls-Ø: 177

Grand Prix Bern 2016

Grand Prix Bern 2016 GP Bern 2016, was für ein Lauf! Natürlich habe ich gehofft, meine unerwartet gute Form die ich in Lausanne hatte, bis zum GP Bern konservieren zu können, doch in den letzten Tagen begann ich zu zweifeln. Ich fühlte mich nicht mehr so gut, hatte ständig Kopfschmerzen und verkrampfte Beine. Das letzte Tempotraining vom Dienstag, 3 x 2000m in einer 4:30er Pace, verlief noch recht gut aber das letzte lockere Training am Donnerstag war so mühsam, dass ich den Aargauerstalden, eine der grossen Herausforderungen des GP Berns, hoch gegangen bin. Dabei dachte ich mir, „so willst Du den GP bestreiten? Das ist ja lächerlich!“. Die Nacht auf Samstag, dem Wettkampftag, war sehr unruhig, ich konnte nicht richtig schlafen. Nach dem Aufstehen musste ich mit leichten Bauchkrämpfen auf die Toilette, Durchfall, super! Ich versuchte den Tag so ruhig und angenehm wie möglich zu verbringen, mein Start war ja erst um 16:07 Uhr. Immer wieder musste ich auf die Toilette, sicher 5 Mal aber zum Glück schien sich mein Bauch nach und nach zu beruhigen. Um 14:30 Uhr fuhr ich nach Bern an meinen Arbeitsplatz, denn da hatte ich sicher einen Parkplatz, eine Garderobe und war nur gerade 400m vom Start- und Zielgelände entfernt. Um 15:40 Uhr stand ich Wettkampfbereit am Guisanplatz und begann mein kurzes Einlaufen, wo ich auch viele bekannte traf und immer wieder ein kurzes Schwätzchen hielt. Um 16 Uhr stellte ich mich in den Startblock und dann ging es auch schon los. Nicht zu schnell in den Wettkampf starten, das ist beim GP Bern nicht nur eine Läuferfloskel sondern so ziemlich das wichtigste am ganzen Lauf. Meine Beine fühlten sich von Beginn weg unerwartet gut und locker an und so wie es schien, war ich der einzige, der sich das mit dem nicht zu schnell Anlaufen vorgenommen hatte. Es liefen nämlich alle an mir vorbei. War ich beim Start noch in der dritten Reihe, fand ich mich nach einem Kilometer wohl schon am Schluss des Feldes wieder. Ich liess mich aber nicht beirren, denn der erste Kilometer rannte ich viel zu schnell, 4:06! Ich musste also aufpassen, dass ich mich auf den ersten 5 Kilometern nicht verheizte und versuchte etwas ruhiger zu machen, wollte aber auch nicht zu stark bremsen, denn das Laufen fühlte sich gut an. Im Marzili, beim fünften Kilometer, bekam ich leichtes Seitenstechen und da dachte ich erschreckt, jetzt ist es wohl passiert, doch zu schnell angelaufen. Auf den nächsten flachen Kilometern zum Dählhölzli, versuchte ich ruhig zu atmen und das Tempo nicht mehr zu forcieren. Das Seitenstechen verschwand wieder und so konnte ich in der Dählhölzli Steigung wieder etwas zulegen und doch einige Läufer überholen. Oben angekommen konnte ich das Tempo gleich wieder erhöhen, es lief ausgezeichnet. Doch kann ich das Tempo bis ins Ziel halten? Noch war ich mir nicht sicher aber ich war fest entschlossen es zu versuchen. Es gelang mir weiterhin Läufer zu überholen und nachdem ich den Sulgenrain, eine weitere Steigung kurz vor dem Bundeshaus problemlos passierte, wusste ich, dass ich ohne Probleme ins Ziel kommen werde. Selbst die letzte grosse Herausforderung, der lange und steile Aargauerstalden, flösste mir keinen Respekt mehr ein. Die vielen Zuschauer in Berns wunderschönen Gassen beflügelten mich zusätzlich, ich liess meine Beine Laufen, achtete aber darauf, meine Reserven nicht zu früh auszuspielen. Den Aargauerstalden rannte ich in einer unglaublichen 4:40er Pace hinauf und dann gab es kein Halten mehr. Mit superschnellen 14,7 km/h rannte ich dem Ziel entgegen und überquerte die Ziellinie in 1:11:21! Neue persönliche Bestzeit auf dieser Strecke. Noch nie war ich den GP Bern, der mir nicht sonderlich gut liegt, schneller gerannt. Einfach unglaublich, unerwartet gut, was für ein Lauf!

Laufstrecke: GarminConnect
16.1 km, Wettkampf, 4:25/km, Zeit: 01:11:21, Puls-Ø: 175

Elba Halbmarathon 2016

Elba Halbmarathon 2016 Als mir meine Freunde, Marianne und Andi, vor ein paar Monaten sagten, dass in diesem Jahr der erste Elba Marathon und Halbmarathon stattfindet, war für mich Elba Halbmarathon 2016 sonnenklar, dass ich an diesem Lauf starten werde. Auch mein Sohn Pascal hat sich spontan entschlossen auf Elba seinen allerersten Wettkampf zu bestreiten, denn auch er ist ein riesiger Fan dieser herrlichen Mittelmeer Insel, auf der wir schon über 10 Mal unsere Herbstferien verbrachten. Mit viel Engagement und Freude machte sich Pascal an das Training. Es war schön die langen Läufe am Wochenende nicht mehr alleine zu absolvieren und festzustellen, wie sich die Elba Halbmarathon 2016 Form von Pascal steigerte. Die Zeit verging viel zu schnell und schon stand die Reise nach Elba vor der Tür. 7 Tage Frühlingsferien und zur Krönung der erste Elba Halbmarathon 2016 gemeinsame Wettkampf mit meinem Sohn, ich freute mich riesig. Auf Elba angekommen fuhren wir direkt nach Lacona zum Camping Tallinucci, wo wir ein Appartement gemietet hatten. Danach machte ich mich gleich auf zu meinem letzten zügigen Training vor dem Wettkampf. Pascal konnte mich nicht begleiten, denn er hatte sich in den letzten Tagen eine ziemliche Muskelverhärtung im rechten Oberschenkel geholt und deshalb fand ich es besser, das er dieses eine Training auslässt und ganz auf Erholung setzt. Die Tage vergingen viel zu schnell und bald schon standen wir an der kleinen Marathon Expo um unsere Startnummern abzuholen. Alles klappte sehr gut, obwohl ich mich Elba Halbmarathon 2016 im Vorfeld über das mühsame Anmeldeprozedere bei Italienischen Läufen ärgerte. Es reicht nicht sich einfach für den Wettkampf anzumelden, nein, ein Elba Halbmarathon 2016 Ärztliches Attest muss beigelegt werden und ausserdem muss man sich beim Italienischen Verband noch eine Runcard besorgen. Eine Lizenz zum Laufen, so ein Blödsinn! Schlussendlich hat aber alles geklappt und wir waren bereit für den Wettkampf. Am Sonntagmorgen wurden wir von Marina Di Campo, wo das Ziel des Laufes war, mit kleinen Bussen nach Procchio gefahren. Der Start war auf 8:45 Uhr angesetzt aber dieser musste auf 9:00 Uhr verschoben werden, da die Kapazität der Busse nicht ausreichte um alle Läufer rechtzeitig an den Start zu bringen. Dann gab Elba Halbmarathon 2016 es aber kein Halten mehr, das Feld setzte sich gemächlich in Bewegung und wir freuten uns einfach nur an dem Geplauder und dem lauten Geschrei der Italiener. Ein Elba Halbmarathon 2016 happiger Halbmarathon stand uns bevor, denn mussten doch über 300 Höhenmeter überwunden werden. Nach der ersten Steigung ging es aber erst etwa 5 Kilometer flach nach Marino Di Campo, dann wurde es allmählich härter. Die Steigungen wurden happiger und länger. Bei schönstem Ausblick der Küste entlang, war aber vorerst nichts von den Strapazen zu spüren. Erst beim Wendepunkt in Seccheto bemerkte ich, dass Pascal nicht mehr ganz so locker die Steigungen hoch kam, trotzdem wurden wir nicht wirklich langsamer. Der verhärtete Oberschenkel machte ihm dann aber wohl Elba Halbmarathon 2016 doch mehr zu schaffen als er sich eingestand, denn bei den Abwärtspassagen konnte er nicht zulegen. Die Schritte blieben kurz. Um das Tempo weiter gleich zu Elba Halbmarathon 2016 halten, zog ich ein paar Meter davon, Pascal liess sich, wie von mir erwartet, natürlich nicht abschütteln und zog nach. Der letzte Kilometer, der Strandpromenade von Marina Di Campo entlang war dann wieder Laufgenuss pur und dann ging es über den roten Teppich dem Ziel entgegen, ein super Gefühl. Mit hochgerissenen Armen und voller Freude überquerten wir die Ziellinie. Nach einer kleinen Erfrischung gingen wir zur Chip Rückgabe und holten uns das Finisher Shirt ab. Danach warteten wir in einem Kaffee gemütlich auf Marianne und Andi die den ganzen Marathon Elba Halbmarathon 2016 absolvierten. Wir mussten nicht lange warten, bald schon kamen sie über den roten Teppich gerannt, es war herrlich zuzusehen. Marianne lief so schnell, dass sie in ihrer Kategorie sogar zweite wurde und deshalb verbrachten wir den Nachmittag bis zur Siegerehrung in Marina Di Campo. Am Abend genossen wir ein letztes gemeinsames Abendessen im Miramar in Lacona, unserem „Stammlokal“ am Strand und erzählten von unseren Erlebnissen. Es war eine tolle Reise!

Laufstrecke: GarminConnect
21.1 km, Wettkampf, 5:15/km, Zeit: 01:51:43, Puls-Ø: 152

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Jungfrau Marathon 2013 Frankfurt Marathon 2015
Nächstes Ziel
Frankfurt Marathon 2015
Das Wetter in Bern
Thörishaus, Bern
Freitag, 24. März 2017, 14:50
Bewölkt
Bewölkt
12°C
Vorhersage Samstag, 25. März 2017
Tag
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18°C
 
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