Wettkampf

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Sempacherseelauf 2017

Sempacherseelauf 2017 Auf den Sempacherseelauf habe ich mich riesig gefreut. Erstens, weil ich wunderschöne Erinnerungen an diesen Halbmarathon habe, den ich bereits vor 5 Jahren mit einer super Zeit gelaufen bin und zweitens, weil ich wieder einmal mit meinen Freunden Marianne und Andi verabredet war. Die Vorzeichen waren aber deutlich anders als vor 5 Jahren, denn damals war ich mitten in einer Marathonvorbereitung und somit top fit um einen Halbmarathon zu rennen. Heute steht vorerst kein Marathon auf meinem Plan und ausserdem habe ich erst vor einer Woche den GP Bern absolviert, also nicht gerade die optimalsten Bedingungen um einen Halbmarathon zu bestreiten. Da ich mir aber vorgenommen habe, die Wettkämpfe nicht mehr voll zu laufen und eher als Genussläufer unterwegs zu sein, ist meine Wettkampfplanung doch ganz in Ordnung. Um ca. 15 Uhr habe ich mich auf den Weg nach Sursee gemacht. 18° die Sonne drückte durch die Wolken und deshalb hatte ich nur mein Hitze Lauf-Outfit eingepackt. Die Fahrt dauerte eine gute Stunde die ohne Probleme verlief. In Sursee angekommen, präsentierte sich das Wetter leicht anders. Zu meiner Freude war es mit knapp 16° etwas kühler und vor allem war es bedeckt. Beste Voraussetzungen für mich, so liebe ich es einen Wettkampf zu bestreiten. Nachdem ich die Startnummer abgeholt und die Wertsachen abgegeben hatte, machte ich mich auf den Weg zum Treffpunkt, den ich mit Marianne und Andi vereinbart hatte. Pünktlich wie immer, haben wir uns gefunden und machten uns sogleich auf, um uns ein wenig warm zu laufen. Sempacherseelauf 2017 Dabei hat es angefangen zu regnen aber nur ganz leicht, ein paar Tropfen die mich nicht beunruhigten. Nach zwei Kilometern waren wir der Meinung, dass das Warmup für den Halbmarathon genügt, meine Beine fühlten sich sehr gut an und ich freute mich sehr auf den Start. Wie schon vor einer Woche, nahm ich mir eine 5er Pace vor und entsprechend stelle ich mich bei der 1:45er Marke in den Startblock. Marianne und Andi taten es mir gleich. Wir wünschten uns viel Glück und Erfolg, dann knallte auch schon der Startschuss und mit ihm, fing es Wolkenbruchartig an zu regnen, grässlich! Vor 5 Jahren konnten wir wenigsten noch trocken starten, erst auf der zweiten Hälfte liefen wir in ein Gewitter mit Hagel und dem vollen Programm. Erst störte mich der Regen nicht so sehr, ich fühlte mich gut und die Beine marschierten ohne Probleme. Den ersten Kilometer lief ich in 4:47/km, schneller als erwartet und obwohl es leicht aufwärts ging, lief ich den zweiten Kilometer mit 4:37 sogar noch schneller. Nun war meine Brille voll mit Wassertropfen und zwar aussen und innen, ich habe nicht mehr viel gesehen und das störte mich, ausserdem waren die Schuhe total durchnässt aber es lief trotz allem sehr gut. Die Pace konnte ich locker bis zur Kilometermarke 10 halten und dann zog ich das Tempo sogar noch ein wenig an. Auf dem Rückweg am anderen Seeufer, lief ich Paces um die 4:30 und die letzten 3 Kilometer, immer noch im Dauerregen, rannte ich in einer soliden 4:17er Pace, sensationell. Mit einer Zeit von 1:35:27 rannte ich über die Ziellinie, ich konnte es kaum glauben. Wassergekühlt scheine ich extrem gut Laufen zu können :-) Es war kalt im Zielgelände und deshalb wartete ich nicht auf Marianne und Andi. Ich verpflegte mich kurz und machte mich dann rasch auf zur Garderobe, wo eine herrlich warme Dusche auf mich wartete. Danach gingen wir gemeinsam in die Pizzeria zur Mühle in Sursee, welche ich sehr empfehlen kann und gönnten uns ein typisch Italienisches Abendessen, plauderten und genossen den wunderschönen Abend, bevor wir uns dann auf den Heimweg machten. Das war wieder ein Tag, wunderbar!

Laufstrecke: GarminConnect
21.1 Km, Wettkampf, 4:31/Km, Zeit: 01:35:27, Puls-Ø: 166

Grand Prix Bern 2017

Grand Prix Bern 2017 In der Woche vor dem diesjährigen GP Bern, war ich mit meiner Frau für ein paar Tage in Edinburgh. Und da ich mich am letzten Wochenende nicht ganz fit gefühlt habe, habe ich während unserer Reise gänzlich auf Sport verzichtet. Auf unseren ausgiebigen Sightseeing Touren haben wir aber so viele Kilometer absolviert, dass ich dabei eine harte und schmerzende linke Wade bekommen habe. Beim lockeren Abendlauf, am vergangen Donnerstag, waren die Schmerzen aber kaum noch zu spüren und so war ich doch ganz zuversichtlich, den GP Bern ohne Probleme absolvieren zu können.
Ich freute mich riesig, als ich heute um kurz nach 15 Uhr in Bern ankam. Das Wetter war zum Laufen perfekt, die Wettkämpfe über die kürzeren Distanzen schon in vollem Gang und die Stimmung, wie immer in Bern, grossartig. Ich lief nur kurz und locker ein, knappe 10 Minuten und trotzdem schwitzte ich schon ziemlich, es war wärmer als mir lieb war. Im Startblock stehend, war ich kurz vor dem Verglühen. Ich war froh, als endlich der Startschuss viel und sich das Lauffeld in Bewegung setzte, denn so gab es mehr Platz und dadurch wurde es ein wenig angenehmer. 1:20 war die Zeit, die ich erreichen wollte. Mit einer 5er Pace sollte es mir möglich sein, den Lauf in vollen Zügen geniessen zu können. Nach den ersten zwei Kilometern, als es nach der Nydeggbrücke erstmals leicht aufwärts ging, machte mir die Wärme wieder zu schaffen und ausserdem habe ich leichtes Seitenstechen bekommen, was mich ein wenig störte. Doch da ich nicht auf das Tempo drückte, konnte ich damit ganz gut umgehen. Es war fantastisch durch die Berner Altstadt zu laufen, die Stimmung, die Zuschauer und der unendlich lange Läuferstrom, machen den GP Bern zu einem wahren Lauffest. Als ich der Aare entlang dem Marzili entgegen lief, hatte ich meinen Rhythmus gefunden. Der Puls war genau in dem Bereich wie ich ihn haben wollte, angestrengt aber nicht wirklich im Wettkampfbereich. Das Seitenstechen war verschwunden und so konnte ich jeden Meter geniessen und die Stimmung in mich aufsaugen, es war einfach wunderbar. Die leichte Steigung durch den Dählhölzli Wald, konnte mir ebenfalls nichts anhaben, geradezu locker und beschwingt konnte ich da hoch laufen. Beim Thunplatz habe ich erfreut die Anfeuerungsrufe des Berner Stadtpräsidenten entgegengenommen, er war heute der erste Stapi, der am GP teilgenommen hat. Obwohl er schon früher über die gesamte Distanz gelaufen ist, hat er sich heute mit der kurzen Altstadt Runde begnügt. Weiter ging es abwärts der Monbijou Brücke entgegen, das Laufen fühlte sich weiterhin ausgezeichnet an und da war ich mir sicher, dass ich das Tempo bestimmt bis ins Ziel würde halten können. Nur noch über den Bundesplatz, den Münsterplatz und dann abwärts dem Bärengraben entgegen. Bei so vielen lärmenden Zuschauern, geht das Laufen fast wie von selbst. Zum Schluss noch den Aargauerstalden hoch, auch diesen schaffte ich locker und am Ende konnte ich sogar einen ganz guten Endspurt aufs Parkett legen. Glücklich und zufrieden rannte ich mit einer Zeit von 1:17:27 über die Ziellinie. Herrlich. Eines ist sicher, im nächsten Jahr bin ich wieder mit dabei!

Laufstrecke: GarminConnect
16.1 km, Wettkampf, 4:49/km, Zeit: 01:17:27, Puls-Ø: 168

Bündner Frühlingslauf 2017

Bündner Frühlingslauf Auf den heute stattfindenden Bündner Frühlingslauf habe ich mich sehr gefreut. Erstens, weil ich wieder einmal mit meinen Freunden Marianne und Andi unterwegs war und zweitens, weil die Strecke durch schönste Landschaft führt. Der Tag hat früh begonnen, bereits um 5 Uhr musste ich aufstehen und mich auf den Weg machen. Die Zugfahrt von Bern nach Thusis dauerte 3 Stunden aber wir drei hatten uns viel zu erzählen und deshalb kam uns die Reise gar nicht lange vor. Wir plauderten auch über die bevorstehende Laufstrecke und das angenehme Streckenprofil, welches dem Hinterrhein, bis auf eine gröbere Steigung, mehrheitlich abwärts führen soll. Gute gelaunt kamen wir bei der Startnummernausgabe an. Wir hatten genügend Zeit und deshalb setzten wir uns noch ein wenig in die Sonne, es war ein prächtiger Tag. Nach einem kurzen Warmup stellten wir uns in den Startblock. Um 11:05 Uhr wurde der Start zum Halbmarathon freigegeben und das kleine Läuferfeld setzte sich in Bewegung. Ich wollte mich auch heute nicht überlasten und deshalb habe ich darauf geachtet, dass ich die Pulsgrenze von 170 nicht überschreite. Zu Beginn war das überhaupt kein Problem, denn es ging wirklich ständig ganz leicht abwärts. Das Laufen fühlte sich sehr angenehm an und überhaupt nicht anstrengend, nur einige kleinere Anstiege haben den Laufrhythmus gestört. Es war ungewöhnlich Bündner Frühlingslauf warm für diese Jahreszeit, entsprechend schweisstreibend war es und deshalb nutzte ich jede Verpflegungsstelle um genügend Flüssigkeit aufzunehmen. Nach 12 Kilometern war sie dann da, die grobe Steigung. Über einen Kilometer ging es aufwärts, nicht wirklich steil aber doch kräftezehrend. Mein rechter Oberschenkel begann sich zu verkrampfen und mein Puls kletterte über die 170er Marke. Ich versuchte das Tempo nicht zu halten und konnte den Puls bei ca. 172 stabilisieren. Endlich oben angekommen, befanden wir uns auf dem Polenweg. Eine Strasse, die im zweiten Weltkrieg von internierten Polnischen Soldaten gebaut wurde. Marianne hat in ihrem Blog Bericht viele tolle Bilder zur Laufstrecke veröffentlicht. Die Landschaft war Traumhaft und immer waren Schneebedeckte Berggipfel zu sehen. Mehr und mehr bekam ich Mühe, meine Waden verhärteten sich, das Laufen wurde härter. Die Strecke führte stehtig auf und ab und das über mehrere Kilometer. Das Streckenprofil entpuppte sich als viel härter als erwartet. Jedes Mal wenn ich glaubte den Höhepunkt erreicht zu haben, ging es Bündner Frühlingslauf nach der nächsten Kurve wieder aufwärts, es wollte einfach nicht aufhören, es war zermürbend. Erst nach Kilometer 18 hatte das ein Ende und es ging abwärts und zwar so steil, dass die Bremserei schon wieder schmerzte. Dann war es endlich geschafft, der Zielbogen beim Schloss Reichenau war in Sichtweite. Ein Endspurt lag nicht mehr drin, ich war völlig ausgepumpt. Als ich mein Finisher Shirt in den Händen hielt, kam auch schon Andi im Ziel an und etwas später, waren wir drei wieder vereint und haben mit einem kühlen alkoholfreien Bier angestossen. Es war ein harter Lauf, da waren wir uns einig, doch nach einer Stärkung und einer herrlichen Dusche, waren wir wieder ziemlich gut im Schuss. Mit einem Durchschnittspuls von 168 habe ich wiederum einen nicht zu intensiven Wettkampf absolviert, trotzdem kam mir dieser sehr hart vor.

Laufstrecke: GarminConnect
21.2 km, Wettkampf, 4:57/km, Zeit: 01:45:04, Puls-Ø: 168

Badener Limmat-Lauf 2017

Badener Limmat Lauf Als ich um die Mittagszeit in Baden ankam und ich gemütlich zu Fuss zum Startgelände des Badener Limmat-Laufes ging, musste ich einen kleinen Teil der Laufstrecke entlang gehen. Die Wettkämpfe über die kürzeren Distanzen waren schon voll im Gang und als einige Feuerwehrleute in Vollmontur an mir vorbei joggten, dachte ich, dass muss ja ein anstrengender Lauf sein, wenn die schon auf der kurzen Strecke Sauerstoff benötigen :cool:
Im Startgelände bei der Sportanlage Aue angekommen, war ich überrascht über den Trubel und die vielen Leute. Ich glaubte an einem kleinen Laufanlass teilzunehmen aber da habe ich mich getäuscht. Wie die meisten Laufevents, war auch der Badener Limmat-Lauf super organisiert, ich habe alles auf Anhieb gefunden und im Nu stand ich startbereit vor dem Grill mit herrlich duftenden Bratwürsten. Das sollte meine Belohnung nach dem Zieleinlauf sein. Ich fühlte mich gut, die zuckenden Waden, die ich noch zu Beginn der Woche gespürt habe, waren ruhig und das Wetter hätte nicht schöner sein können. Diesen relativ kurzen Wettkampf wollte ich ganz einfach als moderates Tempotraining nutzen. Nicht schneller als eine 5er Pace war das Ziel, entsprechend dieser Vorgabe stellte ich mich in den Startblock. Doch kurz vor dem Startschuss kamen ein paar Helfer und sagten, dass zu viele Leute da seien und sie deswegen die Badener Limmat Lauf Startblöcke vergrössern müssten und so befand ich mich kurzerhand doch im ersten Startblock. Das Läuferfeld rauschte natürlich gleich in zügigem Tempo los, ich befand mich sofort an letzter Stelle. Die erste Runde auf der 400 Meter Bahn, da wollte ich mir keine Blösse geben, beschleunigte und fand so rasch den Anschluss ans Feld. Es war sehr warm, der Puls ging rasch höher als ich das wollte. Den ersten Kilometer rannte ich in 4:38, zu schnell und deshalb versuchte ich langsamer zu machen. Das Laufgefühl war super und die Stimmung blendend. Den zweiten Kilometer verflog in 4:43, immer noch zu schnell. Erst beim dritten habe ich die geplante Pace annähernd getroffen. Danach wurde die Strecke unerwartet anspruchsvoll. Innert Kürze folgten zwei happige Steigungen und obwohl ich da meine Wunschpace nicht schaffte, war der Puls viel höher als mir lieb war. Aus dem leicht anstrengenden Tempotraining, wurde je länger je mehr ein Wettkampf. Bei Kilometer 8 war mir klar, dass ich mich ganz schön am Riemen reissen muss, wenn ich die 5er Durchschnittspace schaffen will. Kilometer 12 passierte ich in einer Zeit von 1:00:05, 1200 Meter lagen noch vor mir, mit einer 5er Pace würde ich mein Ziel nicht erreichen. Ich liess meine Beine laufen und drückte zum Schluss noch einmal richtig auf die Tube. Kilometer 13 rannte ich in 4:32 und mit diesem Endspurt lief ich in 1:04:53 über die Ziellinie. Der Lauf war super, es hat richtig Spass gemacht, allerdings ging ich davon aus, dass die Belastung in etwa bei einem Durchschnittspuls von 163 zu liegen kommt. Nun Badener Limmat Lauf waren es 168, deutlich höher, wobei doch nicht so hoch wie wenn ich wirklich voll gelaufen wäre. Die Frage ist jetzt, ob das warme Wetter zum höheren Puls geführt hat oder ev. doch die Blutspende vom Montag? Vielleicht habe ich mein Leistungsvermögen auch falsch eingeschätzt und meine Form ist noch nicht so weit? Nach der Dusche gönnte ich mir eine leckere Bratwurst und ein paar Becher Sponsor, genoss die warme Frühlingssonne und die entspannte Atmosphäre der Läufergemeinschafft. Es war wieder einmal ein toller und ganz gelungener Laufevent.

Laufstrecke: GarminConnect
13.2 km, Wettkampf, 4:54/km, Zeit: 01:04:53, Puls-Ø: 168

Kerzerslauf 2017

Kerzerslauf 2017 Heute sollte meine erste Laufteilnahme als Genussläufer werden, wo Laufzeit und Rangliste keine Rolle spielt. Ich will den verpatzten Start ins Laufjahr, der mehr von Grippe und Erkältungen als von guten Trainingseinheiten geprägt war, nutzen, um meine Einstellung zum Laufen etwas zu überdenken und zu ändern. Trainieren, krank, trainieren, krank, das kann es einfach nicht sein. Weniger intensiv trainieren, damit erhoffe ich mir, dass mein Immunsystem wieder stabiler wird und ich nicht mehr so kränklich bin. Um kurz vor 12 Uhr kam ich in Kerzers an. Nach einer wundervollen und herrlichen Frühlingswoche hatte das Wetter über Nacht umgeschlagen, es regnete und es war windig und kühl. Gar nicht mein Laufwetter. Als Genussläufer wollte ich aber beim Laufen auf gar keinen Fall kalt haben und deshalb habe ich die Regenjacke Kerzerslauf 2017 angezogen und machte mich auf den Weg zum warm up. Nach 10 Minuten hatte ich aber schon zu warm und deshalb zog ich die Regenjacke wieder aus und entschied mich im T-Shirt zu starten. Als sich mein Startblock um 12:42 Uhr in Bewegung setzte, waren bereits viele Läufer unterwegs. Eine Laufzeit von 1:15 für die 15 Kilometer sollte ich schaffen und vor allem konnte ich davon ausgehen, dass das Läuferfeld nicht gleich in horrendem Tempo los rennt. Ohne Druck und ohne vom ersten Schritt Tempo zu machen, lies ich mich mit dem Läuferstrom mitziehen. Der leichte Regen störte nicht und beim Laufen empfand ich die Temperatur als sehr angenehm. Anders als bei den letzten Trainings hatte ich heute bessere Beine, nur bei den Anstiegen bemerkte ich, dass ich kraftlos war und deshalb habe ich gar Kerzerslauf 2017 nicht erst versucht dabei das Tempo zu halten. Im Flachen konnte ich aber jeweils wieder gut mithalten und nach 5 Kilometern war es mir sogar möglich einige Läufer zu überholen. Das schöne dabei war, dass ich nicht kämpfen musste, es fühlte sich richtig gut an und ich hatte echt Spass wieder einmal an einem Laufevent dabei zu sein. Der Regen sorgte für schweren Boden. Im Wald hatte ich zeitweise das Gefühl am Strongman Run dabei zu sein. Auf das Tempo hatte das aber keinen Einfluss, es lief weiterhin einfach gut und ich wurde von Kilometer zu Kilometer schneller. Die grosse aber relativ kurze Golatensteigung lief ich hoch, der Zeitverlust ist da nicht gross, die Energieersparnis aber schon. Während andere Läufer nach der Steigung mit brennenden Oberschenkeln wieder versuchen Tempo zu machen, konnte ich da sofort wieder das vorhergehende Lauftempo aufnehmen und gleich reihenweise Läufer überholen. Die letzten Kilometer waren dann Laufgenuss pur. Im Windschatten eines Läufers lies ich mich über die Ziellinie tragen, ein super Gefühl. Genusslaufen ist grossartig!

Laufstrecke: GarminConnect
15 km, Wettkampf, 4:38/km, Zeit: 01:09:25, Puls-Ø: 170

Luzern Halbmarathon 2016

Luzern Halbmarathon 2016 Für diesen Lauf hatte ich mir einiges vorgenommen. Zumindest wollte ich die Laufzeit des vergangenen Hallwilerseelaufes egalisieren, am liebsten natürlich etwas unterbieten. Entsprechend nervös war ich schon zwei Tage vor dem Wettkampf. Geschlafen habe ich wieder einmal nicht sonderlich gut, zum Glück konnte ich wegen der Zeitumstellung eine Stunde länger im Bett bleiben, was mir auch sehr gut getan hat. Um 4:30 Uhr stand ich auf, genehmigte mir zum Frühstück ein mit Protein angereichertes Porridge und eine Tasse Kaffee (koffeinfrei). Der Blick auf den Aussenthermostat erfreute mich gar nicht, nur 5°, das mag ich ja so gar nicht zum Laufen. Beim Packen hielt ich mich aber trotzdem an die Informationen des Veranstalters. Auf der Website haben sie angenehmes Laufwetter angesagt und mitgeteilt, dass nicht zu warme Kleider für den Wettkampf angezogen werden sollen. Also habe ich nur kurze Thigts und ein kurzes T-Shirt bereit gelegt. Als ich zum Bahnhof lief, war ich mir aber nicht so sicher ob ich so einen Wettkampf bestreiten kann. Die Bise pfiff mir um die Ohren und ich sehnte mich nach einer warmen Mütze. Ich war froh in den gewärmten Zug einsteigen zu können. In Bern habe ich dann Matthias und Lorenz getroffen. Lorenz hat mich schon etwas überrascht. Hatte ich ihn am Freitag noch gefoppt, er könnte doch in Luzern seinen ersten Marathon bestreiten, er laufe diesen sicher gleich unter 3 Stunden. Nach einer kurzen Diskussion war er durchaus positiv für das Vorhaben eingestellt aber ich wusste nicht ob er sich dafür entscheidet. Am Samstagabend bekam ich die Meldung, dass er beim Marathon startet. Im ersten Moment war ich ein wenig erschrocken, denn er lief noch nie weiter als 22 Kilometer und war überhaupt nicht für einen Marathon vorbereitet, deshalb machte ich mir erst ein wenig Sorgen. Auf der anderen Seite wusste ich, dass er ein exzellenter Läufer ist und mit den vielen Duatlons, die er während dem Jahr bestreitet, bestens für lange Aktivitäten bereit ist. Auf der Fahrt nach Luzern plauderten wir über unsere Laufziele. Lorenz wollte mit mir starten und meinte, eine 4:30er Pace wäre doch gut! Ich sagte, dass das für mich dann wohl schon das Limit sei aber ich wollte es versuchen. Matthias setzte sich eine Zeit um die 1:50 doch er wolle sich nicht quälen dabei. Dann kamen wir in Luzern an und zu meiner Freude empfand ich das Wetter hier angenehmer als noch in Bern. Wir machten uns auf den Weg zum Schiff, welches die Läufer vom Bahnhof zum Verkehrshaus brachte. Adrian, ein weiterer bekannter, war schon da und gesellte sich auch zu uns. Beim Verkehrshaus angekommen holten wir die Startnummern ab. Lorenz ging zum Trouble Desk und meldete sich noch für den Marathon an. Alles lief wie am Schnürchen und so hatten wir danach genügend Zeit die Garderobe aufzusuchen, die Wertsachen abzugeben und uns gemütlich zum Startgelände zu begeben. Nach einem kurzen Einlaufen, ging ich mit Lorenz in den zweiten Startblock, da befand sich auch der 1:35er Halbmarathon Pacemaker in dessen Nähe ich während den ersten Kilometern bleiben wollte. Um 9:02 Uhr starteten wir. Es lief sofort gut. Wetter, Laufgefühl, Beine und Pace, alles passte. Den ersten Kilometer liefen wir in genau 4:30, dem Pacemaker war das aber egal, denn der lief mit seinem Gefolge doch um einiges schneller. Es sollte auch so weitergehen. Während ich mit Lorenz die ersten Kilometer in regelmässigen Paces um die 4:30/km lief, entfernte sich der Pacemaker immer mehr. Mich beunruhigte das nicht, da ich ja auf bestem Weg war mein Ziel zu erreichen. Die ersten Steigungen kamen, meine Beine waren stark und ich verlor dabei kaum Zeit. Lorenz lief locker neben mir, für Ihn war das Tempo eher ein Spaziergang, denn für gewöhnlich läuft er die Halbmarathon Distanz in einer Zeit von 1:18, also deutlich schneller als wir unterwegs waren. Nach 7 Kilometern versuchte ich das Tempo leicht zu erhöhen, was nicht zuletzt auch wegen den Abwärtspassagen gelang. Kurz vor dem zehnten Kilometer überholten wir die beiden 1:35er Pacemaker samt Gefolge. Es lief weiterhin gut. Kilometer um Kilometer liefen wir zusammen in einem super Flow. Nach 14 Kilometern steigerte Lorenz dann das Luzern Halbmarathon Tempo, ich versuchte mitzugehen, was auch gelang. die Paces waren nun bei 4:14/km. Leichtes Seitenstechen sagte mir, dass ich am Limit lief und mahnte mich das Tempo nicht weiter zu forcieren. Lorenz motivierte mich dran zu bleiben was ich auch so gut wie möglich versuchte. Die Paces blieben regelmässig bei unglaublichen 4:14 doch ich musste zusehends kämpfen. Kurz vor dem Marathon Wendepunkt verabschiedeten wir uns. Lorenz gratulierte mir noch während dem Laufen zu meiner guten Zeit und ich wünschte ihm natürlich gutes Gelingen für die restlichen Marathonkilometer. Mit einer unglaublichen Zeit von 1:32:25 kam ich ins Ziel. 3 Minuten schneller als geplant und 4 Minuten schneller als 14 Tage zuvor beim Hallwilerseelauf. Ein wirklich grandioser Saisonabschluss!
Nach dem Zieleinlauf machte ich mich sogleich auf zur Garderobe, holte die Wertsachen ab und gönnte mir eine Dusche. Danach ging es wieder mit dem Zug heimwärts. Während der Fahrt studierte ich die Rangliste, mich interessierte vor allem die Zeit von Lorenz, der mittlerweile im Ziel sein musste. Ich traute meinen Augen nicht und war dann hoch erfreut. Mit einer Zeit von 3:02:04 lief er bei seinem ersten Marathon auf den sensationellen 18. Schlussrang. Krise hatte er sicher keine, denn die zweite Runde lief er stolze 2 Minuten schneller als die erste Luzern Halbmarathon 2016 mit mir. Ein Wahnsinns Lauf! Matthias hat seine geplante Laufzeit von 1:50 bravourös mit 1:41 unterboten. So gesehen war es für uns alle ein ganz schöner und erfolgreicher Tag. Ein bisschen Wehmut hatte ich zum Schluss dann doch noch, denn nun muss ich mich von meinem ersten adidas Boost trennen. Während fast alle Läufer und Läuferinnen mit praktisch neuen Schuhen an Wettkämpfen antreten, lief ich heute wieder in meinem alten und ausgelatschten Lieblings adidas Schuh. Weit über 1500 Kilometer hat er drauf und entsprechend abgelatscht sieht er aus, trotzdem fühle ich mich darin immer noch sehr wohl. Nun ist es aber definitiv Zeit, mich von der schnellen Sohle zu trennen.

Laufstrecke: GarminConnect
21.1 Km, Wettkampf, 4:23/Km, Zeit: 01:32:25, Puls-Ø: 176

Hallwilerseelauf 2016

Hallwilerseelauf 2016 6 durchzogene Trainingswochen liegen hinter mir. Eine Woche lag ich wegen einem bösen Darmvirus sogar im Bett. Der darauffolgende Aufbau war hart und es dauerte eine ganze Weile, bis sich ein wieder annähernd gutes Laufgefühl einstellte. Lange Trainings habe ich in dieser Zeit nur eines gemacht und das war der 18 Kilometer Longrun vom letzten Sonntag. Aufgrund dieser ungenügenden und minimalistischen Vorbereitung, setzte ich mir für den heutigen Hallwilerseelauf kein zu grosses Laufziel. Eine Laufzeit von 1:45 traute ich mir als minimal Ziel zu, im besten Fall eine 1:40. Doch eine solche Zeit wäre für mich nur bei idealen Laufbedingungen möglich und da das Wetter in den letzten Tagen schon winterlich kalt war, hoffte ich, dass die Meteorologen mit ihrer Prognose auf trockenes und mildes Herbstwetter, recht haben würden. Nach einer sehr angenehmen Nacht, stand ich gut ausgeschlafen auf. Das Wetter war tatsächlich besser und die Temperatur lag um 8 Uhr morgens schon bei über 9°. Ich machte meine Laufkleider parat und setzte dabei natürlich auf kurze Tights und ein ärmelloses Tank Shirt. Die Frage der Laufschuhe beschäftigte mich schon beinahe die ganze Woche, denn meinen Lieblings Schuhe, die blauen adidas Boost 2 musste ich entsorgen. Die Sohle hat nach gut 1500 Laufkilometern nicht mehr gehalten. Im Schrank fand ich dann aber noch den Ur-Boost, den ich anlässlich der ersten Präsentation im Februar 2013 von adidas erhalten habe. Obwohl auch dieser schon gut 1000 Laufkilometer auf der Sohle hat, entschied ich mich für ihn, das Laufgefühl darin ist einfach unvergleichlich. Um 10:15 Uhr machte Hallwilerseelauf 2016 ich mich dann auf den Weg nach Reinach, von wo mich ein Shuttle Bus zum Startgelände nach Beinwil am See brachte. Alles war wie gewohnt sehr gut organisiert und so hielt ich schon nach wenigen Minuten meine Startnummer in den Händen. Ich machte mich bereit und ging in gemütlichem Schritt zum Start und genoss die wärmenden Sonnenstrahlen, das Wetter war zum Laufen genial! 20 Minuten vor dem Start, begann ich mich einzulaufen. Ich hatte schwere Beine, das Laufen viel mir gar nicht leicht und nach einem Kilometer hatte ich bereits genug. Ich stellte mich in den Startblock und hoffte, dass mit dem Startschuss auch meine Beine wieder lauffreudiger werden. Um 13:44 Uhr setzte sich der Starblock C, in welchem ich mich befand, in Bewegung. Ich wollte nicht zu schnell starten, auf der anderen Seite ging es bei den ersten 3 Kilometern leicht abwärts und das wollte ich zu meinem Vorteil nutzen. 4:30, 4:27 und 4:30 waren die Pacezeiten für die ersten Kilometer, was mich überraschte. Trotzdem befand ich mich schon fast am Ende des Startfeldes und als meine Beine beim vierten Kilometer, bei dem es nun leicht aufwärts ging schwerer wurden, war ich mir nicht mehr sicher ob ich gut um den See kommen würde. Mit 4:44 war die Pace aber immer noch gut, allerdings sank diese beim fünften Kilometer auf 4:54 Hallwilerseelauf 2016 und das verunsicherte mich dann doch langsam. Die Strecke wurde dann wieder flacher und meine Pacezeiten schneller. 4:24 für den sechsten und so sollte es weitergehen. Ich fühlte mich plötzlich gut, die Beine liefen und ich begann nach und nach Läufer zu überholen. Nach 10 Kilometern rechnete ich mir aus, wie viel Zeitreserve ich mir erarbeitet hatte. Das Resultat überraschte mich, war ich doch deutlich unter einer Laufzeit von 1:40 unterwegs. Selbst wenn ich auf den letzten Kilometern einbrechen würde, wäre mein Minimalziel nicht gefährdet und deshalb entschloss ich mich, zu versuchen, das Tempo so gut es geht beizubehalten. Verlieren konnte ich nichts aber viel gewinnen. Das Überholen ging weiter. Je näher ich dem Ziel kam umso mehr Läufer konnte ich überholen. Nach 14 Kilometern wurde die Strecke wegen leichten Steigungen wieder anspruchsvoller. Trotzdem verlor ich nur bei Kilometer 16 ein paar Sekunden, ansonsten blieben die Pacezeiten um die 4:35/km stabil. Den Gedanken, wenn es hart wird langsamer zu machen, schob ich bei Kilometer 18 beiseite. Die letzten 3 Kilometer würde ich auch noch durchhalten aber es wurde hart und ich musste kämpfen. Nach einer letzten Abzweigung befand ich mich auf den letzten 500 Metern des Hallwilerseelaufes. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich eine 1:36er Zeit erreichen kann und so gab ich alles was noch möglich war. 1:36:17! Unglaublich! Das ich mit einer solchen Vorbereitung zu so einer Leistung in der Lage bin, hätte ich nie für möglich gehalten. Ich bin doch sehr zufrieden damit.

Laufstrecke: GarminConnect
21.1 Km, Wettkampf, 4:33/Km, Zeit: 01:36:17, Puls-Ø: 17?

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Kerzerslauf 2013 Bieler Lauftage 2015
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Das Wetter in Bern
Thörishaus, Bern
Mittwoch, 23. August 2017, 06:03
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