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Kerzerslauf 2017

Kerzerslauf 2017 Heute sollte meine erste Laufteilnahme als Genussläufer werden, wo Laufzeit und Rangliste keine Rolle spielt. Ich will den verpatzten Start ins Laufjahr, der mehr von Grippe und Erkältungen als von guten Trainingseinheiten geprägt war, nutzen, um meine Einstellung zum Laufen etwas zu überdenken und zu ändern. Trainieren, krank, trainieren, krank, das kann es einfach nicht sein. Weniger intensiv trainieren, damit erhoffe ich mir, dass mein Immunsystem wieder stabiler wird und ich nicht mehr so kränklich bin. Um kurz vor 12 Uhr kam ich in Kerzers an. Nach einer wundervollen und herrlichen Frühlingswoche hatte das Wetter über Nacht umgeschlagen, es regnete und es war windig und kühl. Gar nicht mein Laufwetter. Als Genussläufer wollte ich aber beim Laufen auf gar keinen Fall kalt haben und deshalb habe ich die Regenjacke Kerzerslauf 2017 angezogen und machte mich auf den Weg zum warm up. Nach 10 Minuten hatte ich aber schon zu warm und deshalb zog ich die Regenjacke wieder aus und entschied mich im T-Shirt zu starten. Als sich mein Startblock um 12:42 Uhr in Bewegung setzte, waren bereits viele Läufer unterwegs. Eine Laufzeit von 1:15 für die 15 Kilometer sollte ich schaffen und vor allem konnte ich davon ausgehen, dass das Läuferfeld nicht gleich in horrendem Tempo los rennt. Ohne Druck und ohne vom ersten Schritt Tempo zu machen, lies ich mich mit dem Läuferstrom mitziehen. Der leichte Regen störte nicht und beim Laufen empfand ich die Temperatur als sehr angenehm. Anders als bei den letzten Trainings hatte ich heute bessere Beine, nur bei den Anstiegen bemerkte ich, dass ich kraftlos war und deshalb habe ich gar Kerzerslauf 2017 nicht erst versucht dabei das Tempo zu halten. Im Flachen konnte ich aber jeweils wieder gut mithalten und nach 5 Kilometern war es mir sogar möglich einige Läufer zu überholen. Das schöne dabei war, dass ich nicht kämpfen musste, es fühlte sich richtig gut an und ich hatte echt Spass wieder einmal an einem Laufevent dabei zu sein. Der Regen sorgte für schweren Boden. Im Wald hatte ich zeitweise das Gefühl am Strongman Run dabei zu sein. Auf das Tempo hatte das aber keinen Einfluss, es lief weiterhin einfach gut und ich wurde von Kilometer zu Kilometer schneller. Die grosse aber relativ kurze Golatensteigung lief ich hoch, der Zeitverlust ist da nicht gross, die Energieersparnis aber schon. Während andere Läufer nach der Steigung mit brennenden Oberschenkeln wieder versuchen Tempo zu machen, konnte ich da sofort wieder das vorhergehende Lauftempo aufnehmen und gleich reihenweise Läufer überholen. Die letzten Kilometer waren dann Laufgenuss pur. Im Windschatten eines Läufers lies ich mich über die Ziellinie tragen, ein super Gefühl. Genusslaufen ist grossartig!

Laufstrecke: GarminConnect
15 km, Wettkampf, 4:38/km, Zeit: 01:09:25, Puls-Ø: 170

Luzern Halbmarathon 2016

Luzern Halbmarathon 2016 Für diesen Lauf hatte ich mir einiges vorgenommen. Zumindest wollte ich die Laufzeit des vergangenen Hallwilerseelaufes egalisieren, am liebsten natürlich etwas unterbieten. Entsprechend nervös war ich schon zwei Tage vor dem Wettkampf. Geschlafen habe ich wieder einmal nicht sonderlich gut, zum Glück konnte ich wegen der Zeitumstellung eine Stunde länger im Bett bleiben, was mir auch sehr gut getan hat. Um 4:30 Uhr stand ich auf, genehmigte mir zum Frühstück ein mit Protein angereichertes Porridge und eine Tasse Kaffee (koffeinfrei). Der Blick auf den Aussenthermostat erfreute mich gar nicht, nur 5°, das mag ich ja so gar nicht zum Laufen. Beim Packen hielt ich mich aber trotzdem an die Informationen des Veranstalters. Auf der Website haben sie angenehmes Laufwetter angesagt und mitgeteilt, dass nicht zu warme Kleider für den Wettkampf angezogen werden sollen. Also habe ich nur kurze Thigts und ein kurzes T-Shirt bereit gelegt. Als ich zum Bahnhof lief, war ich mir aber nicht so sicher ob ich so einen Wettkampf bestreiten kann. Die Bise pfiff mir um die Ohren und ich sehnte mich nach einer warmen Mütze. Ich war froh in den gewärmten Zug einsteigen zu können. In Bern habe ich dann Matthias und Lorenz getroffen. Lorenz hat mich schon etwas überrascht. Hatte ich ihn am Freitag noch gefoppt, er könnte doch in Luzern seinen ersten Marathon bestreiten, er laufe diesen sicher gleich unter 3 Stunden. Nach einer kurzen Diskussion war er durchaus positiv für das Vorhaben eingestellt aber ich wusste nicht ob er sich dafür entscheidet. Am Samstagabend bekam ich die Meldung, dass er beim Marathon startet. Im ersten Moment war ich ein wenig erschrocken, denn er lief noch nie weiter als 22 Kilometer und war überhaupt nicht für einen Marathon vorbereitet, deshalb machte ich mir erst ein wenig Sorgen. Auf der anderen Seite wusste ich, dass er ein exzellenter Läufer ist und mit den vielen Duatlons, die er während dem Jahr bestreitet, bestens für lange Aktivitäten bereit ist. Auf der Fahrt nach Luzern plauderten wir über unsere Laufziele. Lorenz wollte mit mir starten und meinte, eine 4:30er Pace wäre doch gut! Ich sagte, dass das für mich dann wohl schon das Limit sei aber ich wollte es versuchen. Matthias setzte sich eine Zeit um die 1:50 doch er wolle sich nicht quälen dabei. Dann kamen wir in Luzern an und zu meiner Freude empfand ich das Wetter hier angenehmer als noch in Bern. Wir machten uns auf den Weg zum Schiff, welches die Läufer vom Bahnhof zum Verkehrshaus brachte. Adrian, ein weiterer bekannter, war schon da und gesellte sich auch zu uns. Beim Verkehrshaus angekommen holten wir die Startnummern ab. Lorenz ging zum Trouble Desk und meldete sich noch für den Marathon an. Alles lief wie am Schnürchen und so hatten wir danach genügend Zeit die Garderobe aufzusuchen, die Wertsachen abzugeben und uns gemütlich zum Startgelände zu begeben. Nach einem kurzen Einlaufen, ging ich mit Lorenz in den zweiten Startblock, da befand sich auch der 1:35er Halbmarathon Pacemaker in dessen Nähe ich während den ersten Kilometern bleiben wollte. Um 9:02 Uhr starteten wir. Es lief sofort gut. Wetter, Laufgefühl, Beine und Pace, alles passte. Den ersten Kilometer liefen wir in genau 4:30, dem Pacemaker war das aber egal, denn der lief mit seinem Gefolge doch um einiges schneller. Es sollte auch so weitergehen. Während ich mit Lorenz die ersten Kilometer in regelmässigen Paces um die 4:30/km lief, entfernte sich der Pacemaker immer mehr. Mich beunruhigte das nicht, da ich ja auf bestem Weg war mein Ziel zu erreichen. Die ersten Steigungen kamen, meine Beine waren stark und ich verlor dabei kaum Zeit. Lorenz lief locker neben mir, für Ihn war das Tempo eher ein Spaziergang, denn für gewöhnlich läuft er die Halbmarathon Distanz in einer Zeit von 1:18, also deutlich schneller als wir unterwegs waren. Nach 7 Kilometern versuchte ich das Tempo leicht zu erhöhen, was nicht zuletzt auch wegen den Abwärtspassagen gelang. Kurz vor dem zehnten Kilometer überholten wir die beiden 1:35er Pacemaker samt Gefolge. Es lief weiterhin gut. Kilometer um Kilometer liefen wir zusammen in einem super Flow. Nach 14 Kilometern steigerte Lorenz dann das Luzern Halbmarathon Tempo, ich versuchte mitzugehen, was auch gelang. die Paces waren nun bei 4:14/km. Leichtes Seitenstechen sagte mir, dass ich am Limit lief und mahnte mich das Tempo nicht weiter zu forcieren. Lorenz motivierte mich dran zu bleiben was ich auch so gut wie möglich versuchte. Die Paces blieben regelmässig bei unglaublichen 4:14 doch ich musste zusehends kämpfen. Kurz vor dem Marathon Wendepunkt verabschiedeten wir uns. Lorenz gratulierte mir noch während dem Laufen zu meiner guten Zeit und ich wünschte ihm natürlich gutes Gelingen für die restlichen Marathonkilometer. Mit einer unglaublichen Zeit von 1:32:25 kam ich ins Ziel. 3 Minuten schneller als geplant und 4 Minuten schneller als 14 Tage zuvor beim Hallwilerseelauf. Ein wirklich grandioser Saisonabschluss!
Nach dem Zieleinlauf machte ich mich sogleich auf zur Garderobe, holte die Wertsachen ab und gönnte mir eine Dusche. Danach ging es wieder mit dem Zug heimwärts. Während der Fahrt studierte ich die Rangliste, mich interessierte vor allem die Zeit von Lorenz, der mittlerweile im Ziel sein musste. Ich traute meinen Augen nicht und war dann hoch erfreut. Mit einer Zeit von 3:02:04 lief er bei seinem ersten Marathon auf den sensationellen 18. Schlussrang. Krise hatte er sicher keine, denn die zweite Runde lief er stolze 2 Minuten schneller als die erste Luzern Halbmarathon 2016 mit mir. Ein Wahnsinns Lauf! Matthias hat seine geplante Laufzeit von 1:50 bravourös mit 1:41 unterboten. So gesehen war es für uns alle ein ganz schöner und erfolgreicher Tag. Ein bisschen Wehmut hatte ich zum Schluss dann doch noch, denn nun muss ich mich von meinem ersten adidas Boost trennen. Während fast alle Läufer und Läuferinnen mit praktisch neuen Schuhen an Wettkämpfen antreten, lief ich heute wieder in meinem alten und ausgelatschten Lieblings adidas Schuh. Weit über 1500 Kilometer hat er drauf und entsprechend abgelatscht sieht er aus, trotzdem fühle ich mich darin immer noch sehr wohl. Nun ist es aber definitiv Zeit, mich von der schnellen Sohle zu trennen.

Laufstrecke: GarminConnect
21.1 Km, Wettkampf, 4:23/Km, Zeit: 01:32:25, Puls-Ø: 176

Am Tempo arbeiten

Oktober Herbstlauf Nach dem Hallwilerseelauf vom letzten Samstag, setzte ich vorerst auf Erholung und nur lockere Trainings. Eine Ausnahme war das Krafttraining vom Mittwoch, bei dem ich vor allem die Beinmuskulatur trainiert habe. Auch gestern habe ich im Gym ein intensives Krafttraining für die Beine absolviert und das obwohl ich mir für heute ein erstes, leichtes Tempotraining vorgenommen habe. Erfreulicherweise fühlten sich meine Beine heute besser an als am Donnerstag beim lockeren Jogging. Die 14 Kilometer gelangen mir sehr gut. Erst 10 Kilometer in einer 5:20er Pace und dann 4 in einer 4:50er Pace. Trotzdem bin ich nicht ganz zufrieden. Meine Bronchien sind leicht angeschlagen, zudem spüre ich ein ständiges Kratzen im Hals. Nichts Schlimmes aber daraus kann sich schnell etwas Ernsteres entwickeln, da habe ich Erfahrung genug. Es wird also wieder einmal spannend vor meinem nächsten und letzten Wettkampf in diesem Jahr.

Laufstrecke: GarminConnect
14.3 km, GA2, 5:10/km, Zeit: 1:14:09, Puls-Ø: 159

adidas Terrex Herbst/Winter 2016

adidas Terrex Herbst/Winter 2016 Gestern habe ich erstmal einen Ruhetag eingelegt. Kein Gym, nur Ruhe und Erholung. Heute ging es nun wieder mit einem leichten Jogging weiter. Die Beine sind schon fast wieder hergestellt, von den Strapazen des Hallwilers ist nicht mehr viel zu spüren. Trotzdem gilt es jetzt noch vorsichtig zu sein und nicht gleich wieder mit dem Training zu forcieren. In der Ruhe liegt die Kraft. Ein zusätzliches Motivationspacket hat mir heute adidas zukommen lassen und zwar in Form einer kompletten adidas Terrex Herbst/Winter Laufausrüstung. Ich war erstmal sprachlos als ich die vielen Kleider auspackte und natürlich auch gleich anprobierte. Alles passt perfekt und natürlich ist auch das Material perfekt. Die kalten Tage können also kommen, mit dieser Ausrüstung bin ich bestens für die kalte Jahreszeit gewappnet. Herzlichen Dank an adidas!

Wer genaue Infos zu der neuen adidas Terrex Kollektion haben möchte, der kann sich diese hier gleich abholen.

Informationen zum Terrex Laufschuh findet ihr unter nachfolgendem Link.

Laufstrecke: GarminConnect
8.5 km, GA1, 5:37/km, Zeit: 0:48:08, Puls-Ø: 144

Hallwilerseelauf 2016

Hallwilerseelauf 2016 6 durchzogene Trainingswochen liegen hinter mir. Eine Woche lag ich wegen einem bösen Darmvirus sogar im Bett. Der darauffolgende Aufbau war hart und es dauerte eine ganze Weile, bis sich ein wieder annähernd gutes Laufgefühl einstellte. Lange Trainings habe ich in dieser Zeit nur eines gemacht und das war der 18 Kilometer Longrun vom letzten Sonntag. Aufgrund dieser ungenügenden und minimalistischen Vorbereitung, setzte ich mir für den heutigen Hallwilerseelauf kein zu grosses Laufziel. Eine Laufzeit von 1:45 traute ich mir als minimal Ziel zu, im besten Fall eine 1:40. Doch eine solche Zeit wäre für mich nur bei idealen Laufbedingungen möglich und da das Wetter in den letzten Tagen schon winterlich kalt war, hoffte ich, dass die Meteorologen mit ihrer Prognose auf trockenes und mildes Herbstwetter, recht haben würden. Nach einer sehr angenehmen Nacht, stand ich gut ausgeschlafen auf. Das Wetter war tatsächlich besser und die Temperatur lag um 8 Uhr morgens schon bei über 9°. Ich machte meine Laufkleider parat und setzte dabei natürlich auf kurze Tights und ein ärmelloses Tank Shirt. Die Frage der Laufschuhe beschäftigte mich schon beinahe die ganze Woche, denn meinen Lieblings Schuhe, die blauen adidas Boost 2 musste ich entsorgen. Die Sohle hat nach gut 1500 Laufkilometern nicht mehr gehalten. Im Schrank fand ich dann aber noch den Ur-Boost, den ich anlässlich der ersten Präsentation im Februar 2013 von adidas erhalten habe. Obwohl auch dieser schon gut 1000 Laufkilometer auf der Sohle hat, entschied ich mich für ihn, das Laufgefühl darin ist einfach unvergleichlich. Um 10:15 Uhr machte Hallwilerseelauf 2016 ich mich dann auf den Weg nach Reinach, von wo mich ein Shuttle Bus zum Startgelände nach Beinwil am See brachte. Alles war wie gewohnt sehr gut organisiert und so hielt ich schon nach wenigen Minuten meine Startnummer in den Händen. Ich machte mich bereit und ging in gemütlichem Schritt zum Start und genoss die wärmenden Sonnenstrahlen, das Wetter war zum Laufen genial! 20 Minuten vor dem Start, begann ich mich einzulaufen. Ich hatte schwere Beine, das Laufen viel mir gar nicht leicht und nach einem Kilometer hatte ich bereits genug. Ich stellte mich in den Startblock und hoffte, dass mit dem Startschuss auch meine Beine wieder lauffreudiger werden. Um 13:44 Uhr setzte sich der Starblock C, in welchem ich mich befand, in Bewegung. Ich wollte nicht zu schnell starten, auf der anderen Seite ging es bei den ersten 3 Kilometern leicht abwärts und das wollte ich zu meinem Vorteil nutzen. 4:30, 4:27 und 4:30 waren die Pacezeiten für die ersten Kilometer, was mich überraschte. Trotzdem befand ich mich schon fast am Ende des Startfeldes und als meine Beine beim vierten Kilometer, bei dem es nun leicht aufwärts ging schwerer wurden, war ich mir nicht mehr sicher ob ich gut um den See kommen würde. Mit 4:44 war die Pace aber immer noch gut, allerdings sank diese beim fünften Kilometer auf 4:54 Hallwilerseelauf 2016 und das verunsicherte mich dann doch langsam. Die Strecke wurde dann wieder flacher und meine Pacezeiten schneller. 4:24 für den sechsten und so sollte es weitergehen. Ich fühlte mich plötzlich gut, die Beine liefen und ich begann nach und nach Läufer zu überholen. Nach 10 Kilometern rechnete ich mir aus, wie viel Zeitreserve ich mir erarbeitet hatte. Das Resultat überraschte mich, war ich doch deutlich unter einer Laufzeit von 1:40 unterwegs. Selbst wenn ich auf den letzten Kilometern einbrechen würde, wäre mein Minimalziel nicht gefährdet und deshalb entschloss ich mich, zu versuchen, das Tempo so gut es geht beizubehalten. Verlieren konnte ich nichts aber viel gewinnen. Das Überholen ging weiter. Je näher ich dem Ziel kam umso mehr Läufer konnte ich überholen. Nach 14 Kilometern wurde die Strecke wegen leichten Steigungen wieder anspruchsvoller. Trotzdem verlor ich nur bei Kilometer 16 ein paar Sekunden, ansonsten blieben die Pacezeiten um die 4:35/km stabil. Den Gedanken, wenn es hart wird langsamer zu machen, schob ich bei Kilometer 18 beiseite. Die letzten 3 Kilometer würde ich auch noch durchhalten aber es wurde hart und ich musste kämpfen. Nach einer letzten Abzweigung befand ich mich auf den letzten 500 Metern des Hallwilerseelaufes. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich eine 1:36er Zeit erreichen kann und so gab ich alles was noch möglich war. 1:36:17! Unglaublich! Das ich mit einer solchen Vorbereitung zu so einer Leistung in der Lage bin, hätte ich nie für möglich gehalten. Ich bin doch sehr zufrieden damit.

Laufstrecke: GarminConnect
21.1 Km, Wettkampf, 4:33/Km, Zeit: 01:36:17, Puls-Ø: 17?

Nahe am Matterhorn

Für diesen Sommer habe ich mir vorgenommen, bei Hitze und hohen Ozonwerten, nicht intensiv zu trainieren und den Trainingsumfang entsprechend zu reduzieren. Wettkämpfe hatte ich für den August zwar im Kopf aber da es jetzt eben zu heiss zum Trainieren ist, verzichte ich darauf und werde erst im September und Oktober wieder an Wettkämpfen anzutreffen sein. Die freie Zeit nutze ich für Wanderungen in den Bergen, zu oft habe ich wegen des Trainingsplanes darauf verzichtet, da besteht definitiv Nachholbedarf. In die Berge aber richtig, eine Tour auf einen Dreitausender muss es sein. Bei der Suche bin ich auf das Mettelhorn 3406m und auf das Platthorn 3345m gestossen. Beide Gipfel können in einer Tour bestiegen werden. Mit Pascal fuhr ich am Freitagmorgen im Zug nach Mettelhorn Zermatt. Die Anfahrt von Visp nach Zermatt ist schon sehr beeindruckend, denn immer wieder sind die weissen Gipfel der imposanten Viertausender kurz zu sehen. In Zermatt angekommen, besorgten wir uns erst Proviant für die bevorstehende, zweitägige Bergtour. Nachdem wir uns mit dem nötigsten für unterwegs eingedeckt hatten, liefen wir los in Richtung Trift. Kaum waren wir aus Zermatt raus, ging es rasch steil bergauf, dem wunderschönen Triftbach entlang. Zügig ging es vorwärts und nach knapp anderthalb Stunden, hatten wir die 700 Höhenmeter geschafft und standen vor dem Hotel du Trift, wo wir sofort herzlich von Hugo Biner und Familie begrüsst wurden und welches unser Nachtquartier sein sollte. Hotel ist etwas viel gesagt, der Standard ist eher mit einer Berghütte vergleichbar. Nur kalt Wasser, Strom nur vom 19 – 22 Uhr und wer warm Duschen will, bezahlt Fr. 5.– extra. Auf 2337 m ü. M ist das für uns aber Luxus genug. Die Rucksäcke konnten wir im Treppenhaus deponieren und anschliessend genehmigten wir uns den von Hugo empfohlenen und wirklich sehr gut schmeckenden Apfelkuchen mit Rahm, einfach Genuss pur. Da es noch recht früh war und das Abendessen auf 19 Uhr angesagt war, erkundeten wir bei einer lockeren Wandertour die fantastische Gegend. Vor dem Abendessen bezogen wir unser Bescheidenes Zweierzimmer und gingen in den Essraum. Die Tische waren gedeckt und warteten auf die hungrigen Gäste. Das Abendessen war reichhaltig, Suppe bis genug, Salat, Spaghetti Bolognese mit Nachschlag und auch ein Dessert fehlte nicht. Nach dem Essen fragte ich Hugo Biner, wie lange man laufen müsse um das Matterhorn zu Mettelhorn sehen. Er sagte, 20 Minuten um den Spitz zu sehen und 30 Minuten um es ganz zu sehen. Sonnenuntergang war auf 20:40 Uhr angesagt, kurzentschlossen rannte ich mit Pascal los. Anderthalb Kilometer und 150 Höhenmeter weiter erblickten wir ihn, den Berg der Berge in seiner vollen Pracht und in schönstem Alpenglühen, fantastisch schön. Wir konnten uns kaum satt sehen, die vielen herrlichen Viertausender, Breithorn, Monterosa, Dom und wie sie alle heissen, leuchteten feurig im wunderschönen Sonnenuntergang. Gemütlich liefen wir nach dem Schauspiel zurück zum Berghaus Trift und gingen noch vor 22 Uhr ins Bett. Die Nacht war ruhig und im Gegensatz zu Pascal habe ich sogar recht gut geschlafen. Um 6:30 Uhr stand ich bereits draussen, die Sonne war schon aufgegangen und der Tag hätte nicht schöner sein können. Keine Wolke trübte den Himmel und glasklar war die Luft, sensationell für unsere geplante Bergtour. Nach einem guten Frühstück machten wir uns auf den Weg. In flottem Schritt kamen wir gut vorwärts und als wir nach ca. 20 Minuten das erste Mal zurück blickten sahen wir den Spitz des Matterhorns hervorschauen, glasklar, messerscharf vor tiefblauem Himmel. Diesen Berg so zu sehen macht sprachlos, der Anblick ist fantastisch und es ist schwer den Blick davon zu lösen. Unser Ziel war jedoch klar, immer weiter hinauf dem Mettelhorn entgegen. Gespannt war ich auf die Gletscherfirn Überquerung. Da es sein könne, dass dieses nur mit Steigeisen überquert werden kann, hatten wir diese natürlich im Rucksack, wir benötigten sie aber nicht, denn das Firn war griffig und sehr gut zu begehen. Über das Firn zu wandern empfand ich als Genuss und beim Anblick der wunderschönen Berg- und Gletscherwelt, kam ich kaum aus dem Schauen und Staunen heraus.

Bald hatten wir das Firn überquert, die steile und Anspruchsvolle Schlusssteigung zum Gipfel des Mettelhorns stand bevor. In vielen kurzen Serpentinen ging es dem Gipfel entgegen, dann war es geschafft. Wir setzten uns auf dem Gipfel hin und gönnten uns eine kleinen Happen. Danach bestaunten wir wiederum die weissen, mächtigen Gipfel. Zinalrothorn, Weisshorn, Dom, Monterosa, Gornergrat und dahinter der Gornergletscher, kleines Matterhorn, Breithorn und natürlich immer wieder das Matterhorn, das jeden der anderen Berge förmlich in den Schatten stellt. Vorsichtig machen wir uns auf den Abstieg und auf den Weg zum Platthorn, unser zweiter Gipfel an diesem Tag. Der Aufstieg empfanden wir als strenger als auf das Mettelhorn und obwohl es rund 60 Meter weniger hoch als das Mettelhorn ist, ist der Ausblick nicht weniger imposant. Es ist eng auf dem Gipfel, wir haben wenig Platz aber für das Mittagessen können wir uns keinen geeigneteren Platz vorstellen. Als weiteres Highlight erblicken wir einen riesigen Bartgeier, der erst neben dem Mettelhorn seine Kreise zieht und dann genau über das Platthorn und damit über uns hinweg fliegt, ein ganz gewaltiger Anblick. Glücklich machen wir uns auf den Heimweg, talwärts immer dem Matterhorn entgegen. Um 14:40 waren wir wieder in Zermatt, gingen zum Bahnhof und reisten mit wunderschöne und fantastischen Erinnerungen im Rucksack heimwärts.

Alpinwanderstrecke: GarminConnect
14 km, Alpinwandern T3, Zeit: 5:30:59

Örträsk Runt 2016

Örträsk Runt 2016 In diesem Jahr verbringen wir die Sommerferien mit Marianne und Andi in Schweden. Lycksele ist ein kleiner Ort in Nordschweden inmitten schönster Natur umgeben von grossen Wäldern und Flüssen, einfach traumhaft. Die Tage sind lang, sehr lang. Es wird kaum dunkel und kaum ist die Sonne am Horizont verschwunden kriecht sie sogleich wieder hervor. Wenn man das noch nie erlebt hat, dann ist das schon ganz etwas spezielles. Das Schlafen in der Nacht ist natürlich nicht so einfach aber mit der Zeit ist man so müde, dass man auch schlafen kann wenn es noch hell ist. In Örträsk, einem kleinen Dorf etwa 60 Kilometer von Lycksele entfernt, findet in jedem Jahr der Örträsk Runt statt. Ein Wettkampf über die viertel Marathon Distanz. Marianne und Andi haben diesen Lauf schon mehrmals mitgemacht und wenn ich schon da bin wenn der Wettkampf stattfindet, dann will ich da natürlich auch starten. Es ist ein kleiner, sehr familiärer Anlass. Die Startformalitäten werden in der Schule des Dorfes Durchgeführt. Für insgesamt 36 Örträsk Runt 2016 Teilnehmer, 26 Männer und 10 Frauen, braucht es nicht extra eine grosse Infrastruktur. Nachdem alles erledigt war und wir unsere Startnummern hatten, wurden wir mit dem Bus auf die andere Seite des Sees, Örträsksjön gebracht. Während der ca. 15 Minütigen Fahrt, konnte ich schon mal das Streckenprofil studieren. Ein ziemlich hügeliger Lauf erwartet mich. Beim Start angekommen, machten wir uns auf in den Wald zum Einlaufen. Nach 2 Kilometern waren wir für den Lauf bereit und so gesellten wir uns zu den anderen 33 Männern und Frauen, die den Wettkampf bestreiten wollten. Um 13 Uhr ging es los und wir wurden vom Starter auf die 10.5 Kilometer lange Strecke, zurück nach Örträsk geschickt. Das Feld zog sich rasch in die Länge, die Schweden sind gute Läufer. Ich versuchte von Anfang an ein wenig Tempo zu mache, was mir auf den ersten 3 Kilometern recht gut gelang. Danach wurden die Paces, dem hügeligen Profil wegen, Örträsk Runt 2016 unregelmässiger aber ich fühlte mich wohl und war glücklich durch die schöne Schwedische Landschaft laufen zu können. 10 Kilometer sind schnell vorbei und so lief ich nach 46 Minuten und 54 Sekunden in Örträsk über die Ziellinie. Von 26 Männern habe ich den 12. Rang erreicht. Die 11, die schneller waren als ich, waren bis auf einen alle jünger als ich ;-) Andi erreichte den 16. Rang und Marianne lief als 5. Frau über die Ziellinie. Ein kleiner aber sehr schöner Lauf, an dem ich jederzeit wieder teilnehmen würde.

Laufstrecke: GarminConnect
10.5 Km, Wettkampf, 4:27/Km, Zeit: 0:46:54, Puls-Ø: 175

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Luzern Halbmarathon 2013 20 km de Lausanne 2016
Nächstes Ziel
Frankfurt Marathon 2015
Das Wetter in Bern
Thörishaus, Bern
Freitag, 24. März 2017, 14:50
Bewölkt
Bewölkt
12°C
Vorhersage Samstag, 25. März 2017
Tag
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