Bündner Frühlingslauf 2017

Bündner Frühlingslauf Auf den heute stattfindenden Bündner Frühlingslauf habe ich mich sehr gefreut. Erstens, weil ich wieder einmal mit meinen Freunden Marianne und Andi unterwegs war und zweitens, weil die Strecke durch schönste Landschaft führt. Der Tag hat früh begonnen, bereits um 5 Uhr musste ich aufstehen und mich auf den Weg machen. Die Zugfahrt von Bern nach Thusis dauerte 3 Stunden aber wir drei hatten uns viel zu erzählen und deshalb kam uns die Reise gar nicht lange vor. Wir plauderten auch über die bevorstehende Laufstrecke und das angenehme Streckenprofil, welches dem Hinterrhein, bis auf eine gröbere Steigung, mehrheitlich abwärts führen soll. Gute gelaunt kamen wir bei der Startnummernausgabe an. Wir hatten genügend Zeit und deshalb setzten wir uns noch ein wenig in die Sonne, es war ein prächtiger Tag. Nach einem kurzen Warmup stellten wir uns in den Startblock. Um 11:05 Uhr wurde der Start zum Halbmarathon freigegeben und das kleine Läuferfeld setzte sich in Bewegung. Ich wollte mich auch heute nicht überlasten und deshalb habe ich darauf geachtet, dass ich die Pulsgrenze von 170 nicht überschreite. Zu Beginn war das überhaupt kein Problem, denn es ging wirklich ständig ganz leicht abwärts. Das Laufen fühlte sich sehr angenehm an und überhaupt nicht anstrengend, nur einige kleinere Anstiege haben den Laufrhythmus gestört. Es war ungewöhnlich Bündner Frühlingslauf warm für diese Jahreszeit, entsprechend schweisstreibend war es und deshalb nutzte ich jede Verpflegungsstelle um genügend Flüssigkeit aufzunehmen. Nach 12 Kilometern war sie dann da, die grobe Steigung. Über einen Kilometer ging es aufwärts, nicht wirklich steil aber doch kräftezehrend. Mein rechter Oberschenkel begann sich zu verkrampfen und mein Puls kletterte über die 170er Marke. Ich versuchte das Tempo nicht zu halten und konnte den Puls bei ca. 172 stabilisieren. Endlich oben angekommen, befanden wir uns auf dem Polenweg. Eine Strasse, die im zweiten Weltkrieg von internierten Polnischen Soldaten gebaut wurde. Marianne hat in ihrem Blog Bericht viele tolle Bilder zur Laufstrecke veröffentlicht. Die Landschaft war Traumhaft und immer waren Schneebedeckte Berggipfel zu sehen. Mehr und mehr bekam ich Mühe, meine Waden verhärteten sich, das Laufen wurde härter. Die Strecke führte stehtig auf und ab und das über mehrere Kilometer. Das Streckenprofil entpuppte sich als viel härter als erwartet. Jedes Mal wenn ich glaubte den Höhepunkt erreicht zu haben, ging es Bündner Frühlingslauf nach der nächsten Kurve wieder aufwärts, es wollte einfach nicht aufhören, es war zermürbend. Erst nach Kilometer 18 hatte das ein Ende und es ging abwärts und zwar so steil, dass die Bremserei schon wieder schmerzte. Dann war es endlich geschafft, der Zielbogen beim Schloss Reichenau war in Sichtweite. Ein Endspurt lag nicht mehr drin, ich war völlig ausgepumpt. Als ich mein Finisher Shirt in den Händen hielt, kam auch schon Andi im Ziel an und etwas später, waren wir drei wieder vereint und haben mit einem kühlen alkoholfreien Bier angestossen. Es war ein harter Lauf, da waren wir uns einig, doch nach einer Stärkung und einer herrlichen Dusche, waren wir wieder ziemlich gut im Schuss. Mit einem Durchschnittspuls von 168 habe ich wiederum einen nicht zu intensiven Wettkampf absolviert, trotzdem kam mir dieser sehr hart vor.

Laufstrecke: GarminConnect
21.2 km, Wettkampf, 4:57/km, Zeit: 01:45:04, Puls-Ø: 168

2 Kommentare zu Bündner Frühlingslauf 2017

  • Hej Hugo

    War wirklich ein tolles Erlebnis mit Dir, und wenn es etwas härter als erwartet wird, bleibt der Lauf einem auch in längerer Erinnerung. Gute Erholung!

    LG Andi

    Hugo sagt:

    Hej Andi
    Härtere Läufe bleiben so gut in Erinnerung wie Bestzeiten! Und in Zukunft werde ich mich von angenehm ausschauenden Streckenprofilen nicht mehr blenden lassen, vor allem dann nicht, wenn Polen irgendetwas damit zu tun haben ;-)
    Lieber Gruss, Hugo

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