Hugos Laufblog

Alpinwanderung zum Vanil Noir und Vanil de l’Ecri

Gipfel des Vanil de l'Ecri Die zwei höchsten Gipfel der Freiburger Voralpen, Gipfel des Vanil Noir Vanil Noir und Vanil de l’Ecri, sind mit einer Höhe von 2389m und 2376m nicht gerade Giganten. Trotzdem soll die Besteigung, vor allem des Vanil Noir, nicht ganz einfach sein, es sollen sogar einige Kletterstellen vorkommen. Zusammen mit meinem Sohn Pascal, machte ich mich um kurz nach 7 Uhr auf den Weg nach Les Baudes, einem Parkplatz etwas oberhalb von Grandvillar. Um kurz nach 8 Uhr kamen wir am Ausgangspunkt unserer Wanderung an und nachdem wir unsere Bergschuhe geschnürt hatten, marschierten wir los in Richtung Buonavalette. Rasch ging es aufwärts, doch noch war der Weg gut begehbar und für uns keine grosse Herausforderung. In Buonavalette angekommen, wanderten wir in Richtung Col de Buonavalette, mir war es lieber die schwierigen Stellen beim Aufstieg zu bewältigen und dafür am Schluss den sehr steilen Abstieg unterhalb des Vanil de l’Ecri in Kauf zu nehmen. Es verlief alles wunderbar und bald schon überschritten wir den Col de Buonavalette. Von da an mussten wir schon regelmässig die Hände zum Klettern einsetzen. Die Kletterei, vor der ich erst noch ein wenig Bammel hatte, machte mir aber sofort Spass und ich hatte dabei keinerlei Probleme oder gar Angst. Der Weg war sehr gut markiert. Der viele Schnee im oberen Teil verdeckte jedoch die blau weissen Markierungen und so waren wir gezwungen unseren eignen Weg zu gehen. Wir überschritten ungefährliche Schneefelder und versuchten die schwierigen zu umgehen, was nicht immer ganz einfach war. Trotzdem schafften wir es auf den Grat und standen dann vor der grössten Schwierigkeit der Strecke, dem Pas de la Boriere. Eine felsige und sehr exponierte Stelle, welche aber mit Seilen gut gesichert ist. Trotz der guten Sicherung braucht es ein wenig Überwindung um die Stelle zu passieren, da es auf beiden Seiten in die Tiefe geht. Pascal ging voran, er passierte die Stelle so als ob er sich auf einem ganz gewöhnlichen Wanderweg befände. Ich zog nach und auch mir gelang die Überquerung problemlos. Nun waren wir ganz nah am Gipfel, die letzten Meter ging es dem Grat entlang und dann war es geschafft. Wir standen am Gipfelkreuz des Vanil Noir auf dem Höchsten Punkt des Kantons Freiburg, ein super Gefühl und dazu noch eine super Aussicht.

Wir machten kurz Rast und verpflegten uns auf dem Gipfel bevor wir uns auf den anspruchsvollen Abstieg machten. Um auf den Vanil de l’Ecri zu kommen, mussten wir die steil abfallende Südflanke des Vanil Noir durchqueren. Zum Glück war der Weg trocken, bei Nässe wäre der Weg wohl sehr rutschig und trotz der guten Sicherung mit Ketten, für eine Begehung nicht empfehlenswert. Diesen Teil der Wanderung empfand ich als spektakulär aber auch als mühsam. Grosse Tritte, rauf und wieder runter, die eine Hand immer mit festem Griff an der Kette. Beim Blick zurück auf den Vanil Noir ist erst wirklich zu sehen wie exponiert die Südflanke ist. Für mich, der noch nie eine solche Überquerung gemacht hat, war das schon ein ganz besonderes Erlebnis. Noch am Plan des Eaux stehend, schauten wir uns den Vanil de l’Ecri an und überlegten kurz ob wir die Besteigung wagen sollen. Es hatte da noch mehr Schnee als beim Vanil Noir. Wir sahen aber einige Wanderer die auf dem Weg zum Gipfel waren und so haben wir uns entschlossen, den zweithöchsten Gipfel gleich auch noch zu besteigen. Der Auf- und Abstieg des Vanil de l’Ecri ist mit dem Vanil Noir nicht zu vergleichen. Viel einfacher als ich erwartet hatte, das Gipfelkreuz ist dafür um einiges schöner. Wir machten eine weitere Rast und genossen die wunderbare Aussicht, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Der Abstieg von Plan des Eaux hinunter nach Buonavalette geht in die Knie. Ganz oben ist es felsig und es müssen immer sehr grosse Stufen bewältigt werden, ich war froh um meine beiden Wanderstöcke, die ich dabei sehr gut und entlastend einsetzen konnte. Im unteren Teil des Abstiegs sind die Stufen kleiner aber dafür ist der Weg durch kleinen Schotter sehr rutschig. Ich war erleichtert, als wir in Buonavalette ankamen, von wo es um einiges angenehmer weiter ging. Nach weiteren gut 2 Kilometern, standen wir wieder auf dem Parkplatz bei Les Baudes und blickten zufrieden zum Gipfelkreuz des Vanil Noir hoch. Irgendwann kommen wir wieder, es war einfach fantastisch!

Alpinwanderstrecke: GarminConnect
10.6 km, Alpinwandern T4, Zeit: 4:55:26

Grindelwald First – Faulhorn – Bussalp

First - Faulhorn - Bussalp Sommmerzeit ist bei vielen ja auch Ferienzeit, so auch bei uns. Die ersten Tage geniessen wir noch Zuhause und da liegt es nahe, dass wir zum Wandern in die Berge fahren. Heute haben wir uns eine ganz tolle Tour im Berner Oberland ausgesucht. Ausgangspunkt war Grindelwald, von wo wir mit der Gondelbahn auf die First fuhren. Das Wetter war gut, nicht wolkenlos aber trocken. Um 10 Uhr liefen wir von der Bergstation First los, in Richtung Bachalpsee. Erst war noch alles wolkenverhangen, Zeitweise liefen wir sogar im Nebel und entsprechend kühl war es in der Höhe von bereits über 2100 Metern. Doch nach und nach drückte die Sonne durch und die Wolken rissen immer wieder auf und gewährten uns einige Blicke auf die imposanten 4000er. Nach dem See ging es durch einige Schneefelder dem Faulhorn entgegen. Bei der Reetihütte machten wir eine kurze Rast und betrachteten die vielen wunderschönen Blumen die nun im Alpfrühling blühen, eine unglaubliche Pracht. Danach nahmen wir den letzten kurzen Aufstieg zum Gipfel des Faulhorn in Angriff. Oben angekommen wurde uns die Aussicht in Richtung Brienzersee jedoch verwehrt, zu dicht waren die Wolken. Nach dem Mittagessen liefen wir talwärts in Richtung Bussalp. Der Abstieg war etwas mühsam, da der Weg weniger gut zu begehen war und auch oft durch rutschige Schneefelder führte. Schlussendlich kamen wir aber gut bei der Bussalp an, von wo wir mit dem Postautobus nach Grindelwald zurück fuhren. Eine sehr empfehlenswerte Wanderung.

Wer Interesse an der Wanderstrecke hat, findet in der nachfolgenden Karte alle wichtigen Daten.

Städtlilauf Wangen a. d. Aare

Städtlilauf Wangen a. d. Aare 10km – Die Königsdisziplin unter den Langstrecken. Wenn du wissen willst wie gut ein Läufer ist, frag ihn nach seiner aktuellen 10km Zeit (Mag. Wilhelm Lilge). 10km Wettkämpfe sind hart, denn da läuft man am Rande des Sauerstoffgleichgewichts. Läuft man zu schnell an, so ist nach 8km der Ofen aus. Es ist also ganz wichtig, das eigene Leistungsvermögen gut einschätzen zu können, um auf den 10 Kilometern das Optimum herauszuholen. Heute startete ich am Städtlilauf in Wangen an der Aare über die 10km Distanz. Das Training verlief in den letzten 14 Tagen aber überhaupt nicht wie gewünscht. Vor anderthalb Wochen habe ich mich, beim Tempotraining in der Mittagshitze, total überfordert. Ich hatte noch am nächsten Tag Kopfschmerzen und setzte ungeplante Ruhetage an. Am Freitag, dem schönsten Tag der Woche, habe ich kurzfristig frei genommen und wanderte mit meinem Sohn auf den Ochsen. Das Resultat war ein ziemlicher Muskelkater in den Beinen und dieser zwang mich ebenfalls zur Trainingsänderung. Entsprechend verunsichert stand ich an der Startlinie. Um 19 Uhr ging es los, die Bedingungen waren bestens und die Beine fühlten sich auch gut an. Das Tempo war sofort hoch und ich wusste, das der erste Kilometer sehr schnell sein wird. Ich nahm Städtlilauf Wangen a. d. Aare mir vor, nach der ersten Kilometerzeit zu entscheiden und das Tempo entsprechend zu drosseln. Meine Garmin piepste, Pace 3:56 für den ersten Kilometer, schneller noch als erwartet. Nach einer Runde durch das schöne Städtchen, liefen wir der Hochwasser führenden Aare entlang. Die Temporeduktion glückte mir. Mit 4:09 war ich langsamer als beim ersten aber ich fürchtete, dass ich immer noch zu schnell lief und versuchte daher das Tempo noch ein wenig zu reduzieren. 4:12 für den dritten und alles lief gut. Wir überquerten die Aare und liefen nun wieder dem Städtchen entgegen, 4:18 für den vierten. Erstmals spürte ich die Anstrengung hatte aber keine Bedenken und lief zuversichtlich weiter. Die jungen Schwäne, die im Gras am Streckenrand sassen, liessen sich von uns auch nicht aus der Ruhe bringen. 4:12 für den fünften, wieder leicht schneller. Ein Läufer hängte sich an meine Fersen, ich liess mich aber nicht zu einer Tempoerhöhung verleiten als er mich überholte. 4:15 für den sechsten. Es wurde härter, ein weiterer Läufer schloss zu mir auf. Er hechelte laut. Bei jedem Schritt atmete er ein und aus, der Dampflocklärm ärgerte mich. 4:19 für den siebten und der Hechler überholte mich auch noch! Ich Städtlilauf Wangen a. d. Aare versuchte dran zu bleiben was auch gelang, 4:14 für den achten. Nun brach der Hechler ein, er wurde langsamer und zwar drastisch. Ich fühlte mich angestrengt aber immer noch gut und versuchte das Tempo leicht zu steigern, 4:12 für den neunten. Auf dem letzten wollte ich alles geben. Inzwischen war ich wieder im Städtchen und rannte durch die engen Gassen. Nach einer letzten Kurve lief ich über den blauen Teppich dem Zielbogen entgegen. 3:57 für den zehnten! Die Uhr stoppt bei unglaublichen 41:28. Viel viel besser als ich das je erwartet hatte. Natürlich bin ich mit dieser Zeit kein Überflieger aber verstecken muss ich mich damit auch nicht. Mein aussergewöhnlich gutes Lauf Jahr geht also weiter. Heute habe ich auf den 10 Kilometern zweifellos das Optimum aus mir herausgeholt.

Laufstrecke: GarminConnect
10 km, Wettkampf, 4:09/km, Zeit: 0:41:28, Puls-Ø: 177

Bergwanderung auf den Ochsen

Ochsen Besteigung Dieser Frühling glänzt in weiten Teilen Europas nicht gerade mit schönen und sonnigen Tagen, ganz im Gegenteil, es regnet unentwegt und Überschwemmungen prägen den Alltag. Für mich Grund genug, die seltenen schönen Tage voll auszunutzen. Spontan habe ich heute frei genommen, auch mein Sohn Pascal konnte kurzfristig einen Ferientag beziehen und so konnten wir unsere schon lange geplante Bergtour zum Gipfel des Ochsen in Angriff nehmen. Nach einer ca. einstündigen Anfahrt ins Gantrischgebiet, starteten wir um 9:20 Uhr vom Schwefelberg Bad in Richtung Louigrat dem Ochsen entgegen. Steil geht es Bergauf. Meine Beine sind vom Tempotraining, welches ich am vergangenen Dienstag völlig unvernünftig in der Mittagshitze absolvierte, noch immer nicht richtig erholt. Der Schweiss steht mir rasch auf der Stirn aber ich geniesse jeden Schritt in den herrlichen Berner Voralpen. Der Louigrat verlangt mir viel ab, nur mit Mühe kann ich Pascal folgen und bin doch ganz froh, als wir endlich den etwas flacheren Hürlisboden erreichen. Von hier hat man erstmals einen wunderschönen Blick auf die gewaltige und schneebedeckte Alpenkette.

Dem Gipfel schon sehr nah, stand uns noch der heikelste Teil der Wanderung bevor. Die letzten Meter zum Gipfel müssen erklettert werden, dann ist es geschafft. Auf 2188 Meter über Meer haben wir einen fantastischen Blick ins Mittelland auf der einen Seite und der Alpen auf der anderen Seite. Nach einer kurzen Verpflegung machen wir uns auf den Rückweg. Unten angekommen ist mir klar, dass ich in den nächsten zwei Tagen sicher einen gehörigen Muskelkater haben werde. Als Vorbereitung für den 10 Kilometer Wettkampf vom nächsten Freitag, ist das natürlich alles andere als optimal aber es hat sich trotzdem gelohnt, es war ein wunderschöner Tag.

Wanderstrecke: GarminConnect
8 km, Wandern, Zeit: 3:09:48

Grand Prix Bern 2016

Grand Prix Bern 2016 GP Bern 2016, was für ein Lauf! Natürlich habe ich gehofft, meine unerwartet gute Form die ich in Lausanne hatte, bis zum GP Bern konservieren zu können, doch in den letzten Tagen begann ich zu zweifeln. Ich fühlte mich nicht mehr so gut, hatte ständig Kopfschmerzen und verkrampfte Beine. Das letzte Tempotraining vom Dienstag, 3 x 2000m in einer 4:30er Pace, verlief noch recht gut aber das letzte lockere Training am Donnerstag war so mühsam, dass ich den Aargauerstalden, eine der grossen Herausforderungen des GP Berns, hoch gegangen bin. Dabei dachte ich mir, „so willst Du den GP bestreiten? Das ist ja lächerlich!“. Die Nacht auf Samstag, dem Wettkampftag, war sehr unruhig, ich konnte nicht richtig schlafen. Nach dem Aufstehen musste ich mit leichten Bauchkrämpfen auf die Toilette, Durchfall, super! Ich versuchte den Tag so ruhig und angenehm wie möglich zu verbringen, mein Start war ja erst um 16:07 Uhr. Immer wieder musste ich auf die Toilette, sicher 5 Mal aber zum Glück schien sich mein Bauch nach und nach zu beruhigen. Um 14:30 Uhr fuhr ich nach Bern an meinen Arbeitsplatz, denn da hatte ich sicher einen Parkplatz, eine Garderobe und war nur gerade 400m vom Start- und Zielgelände entfernt. Um 15:40 Uhr stand ich Wettkampfbereit am Guisanplatz und begann mein kurzes Einlaufen, wo ich auch viele bekannte traf und immer wieder ein kurzes Schwätzchen hielt. Um 16 Uhr stellte ich mich in den Startblock und dann ging es auch schon los. Nicht zu schnell in den Wettkampf starten, das ist beim GP Bern nicht nur eine Läuferfloskel sondern so ziemlich das wichtigste am ganzen Lauf. Meine Beine fühlten sich von Beginn weg unerwartet gut und locker an und so wie es schien, war ich der einzige, der sich das mit dem nicht zu schnell Anlaufen vorgenommen hatte. Es liefen nämlich alle an mir vorbei. War ich beim Start noch in der dritten Reihe, fand ich mich nach einem Kilometer wohl schon am Schluss des Feldes wieder. Ich liess mich aber nicht beirren, denn der erste Kilometer rannte ich viel zu schnell, 4:06! Ich musste also aufpassen, dass ich mich auf den ersten 5 Kilometern nicht verheizte und versuchte etwas ruhiger zu machen, wollte aber auch nicht zu stark bremsen, denn das Laufen fühlte sich gut an. Im Marzili, beim fünften Kilometer, bekam ich leichtes Seitenstechen und da dachte ich erschreckt, jetzt ist es wohl passiert, doch zu schnell angelaufen. Auf den nächsten flachen Kilometern zum Dählhölzli, versuchte ich ruhig zu atmen und das Tempo nicht mehr zu forcieren. Das Seitenstechen verschwand wieder und so konnte ich in der Dählhölzli Steigung wieder etwas zulegen und doch einige Läufer überholen. Oben angekommen konnte ich das Tempo gleich wieder erhöhen, es lief ausgezeichnet. Doch kann ich das Tempo bis ins Ziel halten? Noch war ich mir nicht sicher aber ich war fest entschlossen es zu versuchen. Es gelang mir weiterhin Läufer zu überholen und nachdem ich den Sulgenrain, eine weitere Steigung kurz vor dem Bundeshaus problemlos passierte, wusste ich, dass ich ohne Probleme ins Ziel kommen werde. Selbst die letzte grosse Herausforderung, der lange und steile Aargauerstalden, flösste mir keinen Respekt mehr ein. Die vielen Zuschauer in Berns wunderschönen Gassen beflügelten mich zusätzlich, ich liess meine Beine Laufen, achtete aber darauf, meine Reserven nicht zu früh auszuspielen. Den Aargauerstalden rannte ich in einer unglaublichen 4:40er Pace hinauf und dann gab es kein Halten mehr. Mit superschnellen 14,7 km/h rannte ich dem Ziel entgegen und überquerte die Ziellinie in 1:11:21! Neue persönliche Bestzeit auf dieser Strecke. Noch nie war ich den GP Bern, der mir nicht sonderlich gut liegt, schneller gerannt. Einfach unglaublich, unerwartet gut, was für ein Lauf!

Laufstrecke: GarminConnect
16.1 km, Wettkampf, 4:25/km, Zeit: 01:11:21, Puls-Ø: 175

Elba Halbmarathon 2016

Elba Halbmarathon 2016 Als mir meine Freunde, Marianne und Andi, vor ein paar Monaten sagten, dass in diesem Jahr der erste Elba Marathon und Halbmarathon stattfindet, war für mich Elba Halbmarathon 2016 sonnenklar, dass ich an diesem Lauf starten werde. Auch mein Sohn Pascal hat sich spontan entschlossen auf Elba seinen allerersten Wettkampf zu bestreiten, denn auch er ist ein riesiger Fan dieser herrlichen Mittelmeer Insel, auf der wir schon über 10 Mal unsere Herbstferien verbrachten. Mit viel Engagement und Freude machte sich Pascal an das Training. Es war schön die langen Läufe am Wochenende nicht mehr alleine zu absolvieren und festzustellen, wie sich die Elba Halbmarathon 2016 Form von Pascal steigerte. Die Zeit verging viel zu schnell und schon stand die Reise nach Elba vor der Tür. 7 Tage Frühlingsferien und zur Krönung der erste Elba Halbmarathon 2016 gemeinsame Wettkampf mit meinem Sohn, ich freute mich riesig. Auf Elba angekommen fuhren wir direkt nach Lacona zum Camping Tallinucci, wo wir ein Appartement gemietet hatten. Danach machte ich mich gleich auf zu meinem letzten zügigen Training vor dem Wettkampf. Pascal konnte mich nicht begleiten, denn er hatte sich in den letzten Tagen eine ziemliche Muskelverhärtung im rechten Oberschenkel geholt und deshalb fand ich es besser, das er dieses eine Training auslässt und ganz auf Erholung setzt. Die Tage vergingen viel zu schnell und bald schon standen wir an der kleinen Marathon Expo um unsere Startnummern abzuholen. Alles klappte sehr gut, obwohl ich mich Elba Halbmarathon 2016 im Vorfeld über das mühsame Anmeldeprozedere bei Italienischen Läufen ärgerte. Es reicht nicht sich einfach für den Wettkampf anzumelden, nein, ein Elba Halbmarathon 2016 Ärztliches Attest muss beigelegt werden und ausserdem muss man sich beim Italienischen Verband noch eine Runcard besorgen. Eine Lizenz zum Laufen, so ein Blödsinn! Schlussendlich hat aber alles geklappt und wir waren bereit für den Wettkampf. Am Sonntagmorgen wurden wir von Marina Di Campo, wo das Ziel des Laufes war, mit kleinen Bussen nach Procchio gefahren. Der Start war auf 8:45 Uhr angesetzt aber dieser musste auf 9:00 Uhr verschoben werden, da die Kapazität der Busse nicht ausreichte um alle Läufer rechtzeitig an den Start zu bringen. Dann gab Elba Halbmarathon 2016 es aber kein Halten mehr, das Feld setzte sich gemächlich in Bewegung und wir freuten uns einfach nur an dem Geplauder und dem lauten Geschrei der Italiener. Ein Elba Halbmarathon 2016 happiger Halbmarathon stand uns bevor, denn mussten doch über 300 Höhenmeter überwunden werden. Nach der ersten Steigung ging es aber erst etwa 5 Kilometer flach nach Marino Di Campo, dann wurde es allmählich härter. Die Steigungen wurden happiger und länger. Bei schönstem Ausblick der Küste entlang, war aber vorerst nichts von den Strapazen zu spüren. Erst beim Wendepunkt in Seccheto bemerkte ich, dass Pascal nicht mehr ganz so locker die Steigungen hoch kam, trotzdem wurden wir nicht wirklich langsamer. Der verhärtete Oberschenkel machte ihm dann aber wohl Elba Halbmarathon 2016 doch mehr zu schaffen als er sich eingestand, denn bei den Abwärtspassagen konnte er nicht zulegen. Die Schritte blieben kurz. Um das Tempo weiter gleich zu Elba Halbmarathon 2016 halten, zog ich ein paar Meter davon, Pascal liess sich, wie von mir erwartet, natürlich nicht abschütteln und zog nach. Der letzte Kilometer, der Strandpromenade von Marina Di Campo entlang war dann wieder Laufgenuss pur und dann ging es über den roten Teppich dem Ziel entgegen, ein super Gefühl. Mit hochgerissenen Armen und voller Freude überquerten wir die Ziellinie. Nach einer kleinen Erfrischung gingen wir zur Chip Rückgabe und holten uns das Finisher Shirt ab. Danach warteten wir in einem Kaffee gemütlich auf Marianne und Andi die den ganzen Marathon Elba Halbmarathon 2016 absolvierten. Wir mussten nicht lange warten, bald schon kamen sie über den roten Teppich gerannt, es war herrlich zuzusehen. Marianne lief so schnell, dass sie in ihrer Kategorie sogar zweite wurde und deshalb verbrachten wir den Nachmittag bis zur Siegerehrung in Marina Di Campo. Am Abend genossen wir ein letztes gemeinsames Abendessen im Miramar in Lacona, unserem „Stammlokal“ am Strand und erzählten von unseren Erlebnissen. Es war eine tolle Reise!

Laufstrecke: GarminConnect
21.1 km, Wettkampf, 5:15/km, Zeit: 01:51:43, Puls-Ø: 152

20 km de Lausanne 2016

20 km de Lausanne Die Vorfreude auf diesen Lauf war schon seit einigen Tagen getrübt. Ursprünglich war geplant, diesen zusammen mit meinem Sohn zu absolvieren, als Vorbereitung auf unseren ersten gemeinsamen Halbmarathon, den wir auf Elba bestreiten werden. Mein Sohn verpasste die Anmeldefrist, Nachmeldungen waren nicht möglich, auch E-Mails an den Zeitnehmer von Datasport und an den Veranstalter brachten nichts. Meine Enttäuschung war riesig! Zu allem Ungemach sagten die Wetterfrösche für diesen Tag auch noch Winterwetter an, kalte 2° – 5°! Bei solchem Wetter laufe ich ja bekanntlich lieber drinnen auf dem Laufband als draussen in der Kälte und so haderte ich noch am Abend vor dem Lauf mit meinem Schicksal und ärgerte mich. Nach einer guten Nacht stand ich dann um 6:30 Uhr auf. Pascal, mein Sohn, war auch schon auf den Beinen. Er begleitete mich zum Anlass und übernahm die Funktion des Chauffeurs und Supporters. Während der gemütlichen Fahrt, bei der es auf der Höhe von Châtel St. Denis leicht zu schneien begann, nahm mein Ärger wieder leicht zu, denn wenn es zu kalt ist muss ich mehr Kleider anziehen und mein neues Ziel, einen Formtest durchzuführen, konnte ich so auch gleich vergessen. Doch als wir auf dem Parkplatz der Universität von Lausanne ankamen, war vom Schnee nichts mehr zu sehen. 6.5° und heiter, die Sonne drückte schon hervor und so konnte ich wie gewünscht in kurzen Tights und T-Shirt starten. Doch erst musste ich noch warten, denn bei der Anmeldung hatte ich eine Zielzeit von 1:45 angegeben, da ich davon ausgegangen war, dass ich mit Pascal höchstens eine 1:40er Zeit erreichen würde und da macht es keinen Sinn weiter vorne zu starten und den anderen Läufern im Weg zu stehen. Natürlich hoffte ich, dass ich beim Start genügend Platz haben würde, um gleich mein geplantes Tempo zu laufen. Es klappte ganz gut, denn ich konnte mich in die erste Reihe stellen und von 20 km de Lausanne daher konnte ich sofort zügig dem Feld davon rennen. Nach gut anderthalb Kilometern schloss ich dann schon auf die letzten des vorderen Startblockes auf, die Strassen waren aber zum Überholen breit genug. Die ersten drei Kilometer lief ich schneller als erwartet, 4:19, 4:27 und 4:24. Dann stand die erste ruppige Steigung des doch sehr anspruchsvollen Laufes bevor. Auf dem vierten Kilometer verlor ich ein paar Sekunden, es reichte nur noch für eine 5:04er Zeit, aber ich fühlte mich beim Anstieg gut, was mir für die restlichen Steigungen Mut machte. Die Strecke wurde wieder flacher, ich erholte mich rasch und konnte das Tempo gleich wieder erhöhen, mit einer Zeit von 4:22 lief ich wieder eine gute Zeit und es sollte noch besser werden. Die Kilometerzeiten blieben allesamt schnell und das obwohl es zum Teil richtig steil hoch ging. Bei Kilometer 10 ersehnte ich mir dann aber doch langsam den Gipfel der Strecke zu erreichen, aber es 20 km de Lausanne 2016 sollte nicht sein, immer und immer wieder ging es weiter die Stadt hoch. Erst als ich die Kathedrale von Lausanne erblickte wusste ich, dass der Anstieg bald ein Ende haben musste. Doch vor der Kathedrale führt die Strecke erst ein kleines Stück abwärts, dann um eine Ecke und wieder hoch. Beim Umrunden der imposanten Kathedrale freute ich mich erst, denn dies war der endgültige Wendepunkt der Strecke und von da an sollte es mehrheitlich abwärts gehen. Bei der Kurve hinter der Kirche war mir an diesem himmlischen Ort doch beinahe ein Fluch über die Lippen gekommen, denn nichts war’s mit flach um die Kirche rennen, nein, der flache Weg war gesperrt und die Läufer wurden durch eine Abzweigung weiter in die Höhe geschickt. Danach war es aber geschafft und ich konnte meine Beine wieder richtig rennen lassen. Pace Zeiten von 4:08, 4:09, 3:46 und 3:49 folgten. Es lief fantastisch und das obwohl der Winter einkehrte, denn die Sonne war schon seit geraumer Zeit verschwunden und es wurde rasch kühler, bis sogar Schneefall einsetzte. Von der Kälte spürte ich aber nichts, im Gegenteil, es schien, dass sie mir noch Flügel 20 km de Lausanne verleihen würde. Die letzten 3 Kilometer mussten noch am Seeufer gelaufen werden und da wusste ich bereits, dass ich mich schon sehr blöd anstellen müsste, um nicht unter 1:30 ins Ziel zu laufen. Das Tempo konnte ich weiterhin hoch halten. Ich war eigentlich schon während dem ganzen Rennen in einem einzigen Flow. Keine Anzeichen von Schwäche, keine Krämpfe, keine Schmerzen, einfach nur 20 Kilometer Gänsehaut, ein Wahnsinn und so rannte ich in einer Zeit von 1:26:05 über die Ziellinie und war der glücklichste Mensch in Laufschuhen :-)
In meiner Kategorie erreichte ich von 329 Finishern den guten 29. Rang und over all erreichte ich, von 3562 Männern, Rang 524, ganz gut! Mein Tag war aber noch nicht zu Ende. Sofort machte ich mich mit Pascal auf den Heimweg. In 20 km de Lausanne der Autobahnraststätte Gruyère machten wir Halt und gönnten uns ein tolles Mittagessen, eine Rösti mit Schinken und Raclette Käse überbacken, gekrönt mit einem Spiegelei. Draussen schneite es wie im grössten Winter. Es passte einfach alles. Zuhause angekommen war das Wetter wieder besser, die Sonne kroch hervor und es wurde wärmer. Darüber war ich ganz froh, denn ich musste auf dem Bike noch Pascal bei seinem 20 Kilometer Lauftraining begleiten. Auch er schaffte meine Vorgabe, die ich ihm gemacht hatte, problemlos. Alles in allem war es zu meiner völligen Überraschung doch noch ein superschöner und erfolgreicher Tag. Formtest gelungen und extrem zufrieden!

Laufstrecke: GarminConnect
20 km, Wettkampf, 4:18/km, Zeit: 01:26:05, Puls-Ø: 175

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Freitag, 29. Juli 2016, 07:55
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