Hugos Laufblog

Eine kleine Handvoll Vorsätze

Eine Handvoll Vorsätze In den vergangenen Jahren wusste ich zum Jahreswechsel oft schon an welchen Wettkämpfen ich teilnehmen werde und war an geplanten Marathons bereits angemeldet. Nicht so in diesem Jahr. Plan-, ziellos und mit einer kleinen Handvoll Vorsätze bin ich ins neue Jahr gestartet. Mit Vorsätzen kann ich zwar nicht viel anfangen, denn oft werden viel zu hohe Ziele gesetzt. Treten dann nicht schon nach kurzer Zeit sichtbare Ergebnisse ein, ist es schnell vorbei mit der Herrlichkeit. In diesem Jahr ist es aber ein wenig anders, denn meine Vorsätze sind sehr leicht zu erfüllen, für mich zumindest.

Meine Vorsätze für das Jahr 2016

  • Keine Marathon Teilnahme
  • Wettkämpfe können, müssen aber nicht sein
  • Kein Lauftraining nach Plan
  • Sport vor allem für die Gesundheit und zum Spass
  • Mit meinem Sohn öfter eine Bergtour machen
  • Kulinarisch etwas mehr sündigen

Sportlich bin ich natürlich aktiv aber eher locker. Über 25 Stunden habe ich im ersten Monat dieses Jahres bereits „trainiert“. 12 Stunden in Laufschuhen, 5 Stunden auf dem Rad und 9 Stunden an irgendwelchen Fitnessgeräten. Nur 126 Laufkilometer und 2 Kilo mehr auf den Rippen zeigen, dass ich es mit den Vorsätzen ernst meine und dass es mich kaum Energie kostet, diese einzuhalten :-)

Schon wieder ist ein Jahr vorbei!

Grenchenberg Noch einmal schlafen und das wärmste Jahr seit Messbeginn ist Geschichte. Unheimlich viele schöne und trockene Tage durften wir in dieser Zeit erleben, wunderbar. Für mich begann das Jahr zäh, ich war rekonvaleszent und total ausser Form. Erfreulicherweise ging es mir rasch besser, mit jedem Training stieg die Leistungsfähigkeit und bald erwachte wieder die Lust auf Wettkämpfe. 5 sollten es in diesem Jahr werden und im Oktober habe ich mir den sehnlichsten Wunsch, endlich meinen zwanzigsten Marathon zu bestreiten, erfüllen können. Nach einer kurzen Erholungszeit, begann ich wieder locker zu trainieren, was bis fast Mitte Dezember sehr gut klappte. Leider setzte mich dann ein grippaler Infekt total ausser Gefecht. Mehr als zwei Wochen konnte ich keinen Sport treiben und auch jetzt noch fühle ich mich nicht zum Bäume ausreissen. Mein erstes Krafttraining bescherte mir einen gehörigen Muskelkater. So bin ich, wie schon zu Beginn dieses Jahres, körperlich angeschlagen und ausser Form. Der Vorsatz für das nächste Jahr ist somit schon gefasst. Langsam und stetig wieder besser in Form zu kommen und vor allem gesund zu bleiben. Und wenn es mit dem Sport nicht so klappt, dann geniessen wir die Tage in den Bergen. Die Aussicht vom Grenchenberg ist schlicht fantastisch, ich kann mich kaum satt sehen.

Für das neue Jahr wünsche ich euch allen nur das Beste, Erfolg in allen Lebenslagen, allem voran aber stets gute Gesundheit!

Mit einem lockeren 10 Kilometer Jogging beendete ich heute den sportlichen Teil des Jahres 2015. Gespannt schaue ich in die Zukunft, was wird mich sportlich im 2016 wohl erwarten?

Laufstrecke: GarminConnect
10.2 km, GA2, 5:27/km, Zeit: 0:55:38, Puls-Ø: 155

Ruhiger Saisonausklang

DSC_0385 Schon ein Monat ist seit dem Frankfurt Marathon verstrichen, die Zeit rast, bald ist Weihnachten. Ich hingegen nehme es ruhig, wie der imposante Bison Bulle im Tierpark Dählhölzli in Bern, es scheint, als ob nichts auf der Welt ihn aus der Ruhe bringen kann. Die lockeren Joggings durch den Tierpark gefallen mir sehr, machen sie doch aus jedem Arbeitstag etwas Besonderes. Ein bis zweimal in der Woche gönne ich mir dieses Vergnügen, ansonsten trainiere ich jetzt in der kühlen Jahreszeit wieder öfter im Gym. Radfahren, Krafttraining und Laufen, so wie ich es schon im letzten Winter gemacht habe, abwechslungsreich und mit viel Spass am Sport. Trainingspläne und Formaufbau sind in nächster Zeit kein Thema. Im neuen Jahr wird dafür wieder Zeit genug sein.

Laufstrecke: GarminConnect
8.5 km, GA2, 5:35/km, Zeit: 0:47:43, Puls-Ø: 148

Mein zwanzigster! Frankfurt Marathon 2015

Vor einem Jahr wollte ich in München meinen zwanzigsten Marathon bestreiten, leider wurde damals nichts daraus. Anstatt zu laufen, lag ich im Krankenhaus und wurde gleich zweimal an der Lunge operiert. Eine schwere Zeit lag vor mir und bei den ersten kurzen und anstrengenden Spaziergängen mit meiner Frau, dachte ich, laufen wirst Du wohl nie wieder. Die Ärzte machten mir aber Mut und beteuerten immer wieder, dass ich ganz bestimmt wieder Sport treiben werde. Es wurde dann tatsächlich immer besser. Erst Radfahren, dann Krafttraining und schliesslich kam wieder das Laufen dazu. Viel zu schnell wollte ich dann wieder richtig ins Training einsteigen, musste aber schlussendlich einsehen, dass ich nicht so schnell wieder der Alte sein werde. Es ging jedoch weiter bergauf und so konnte ich dann doch wieder über die Halbmarathondistanz antreten. Ich schöpfte weiter Hoffnung und getrieben vom Gedanken, endlich den zwanzigsten Marathon hinter mich zu bringen, setzte ich mir einen Herbstmarathon zum Ziel. Allerdings sagte ich mir, dass ich diesen nur bestreiten werde, wenn die Marathonvorbereitung reibungslos und ohne Erkältung verläuft. Zu Beginn war ich mir sicher, dass ich das nie schaffen werde. Ich wartete geradezu auf eine Erkältung, die mir die Entscheidung einer Anmeldung vorzeitig abnahm. Doch es verlief alles einwandfrei. Von Woche zu Woche klappte alles wunderbar. Kurz vor Meldeschluss habe ich mich beim Frankfurt Marathon angemeldet und dachte, jetzt wo du bezahlt hast, wirst Du sicher gleich krank. Doch nichts da, die Vorbereitung verlief weiterhin reibungslos. Auch den Testhalbmarathon, den ich in Bregenz beim 3 Länder Marathon absolvierte, verlief extrem gut. So kam es, dass ich nach einer unglaublich guten Vorbereitung an der Startlinie des Frankfurt Marathons stand. Geduldig lauschte ich den Worten des Speakers der sich mit Herbert Steffny, nach dessen Plan ich mich auf den Marathon vorbereitet hatte, unterhielt. Plötzlich setzte sich das Feld langsam in Bewegung, den Startschuss habe ich gar nicht mitbekommen. Es dauerte fast 3 Minuten, bis ich die Startlinie laufend überqueren konnte. Endlich war es soweit, ich war unterwegs, in Frankfurt bei meinem zwanzigsten Marathon, was mir unheimlich viel bedeutete. Es lief vom ersten Meter an gut. Super Beine, grandiose Stimmung und Lauffreude pur. Nach gut zwei Kilometern hörte ich zwei Frauen hinter mir plaudern. Sie sprachen von jemandem der einen schönen Laufstil hat und sehr regelmässig läuft. Ehe ich mich versah lief Heike aus Kassel an meiner linken und Darina aus Frankfurt an meiner rechten Seite und setzten das Gespräch mit mir fort als hätten wir schon die ganze Zeit zusammen geplaudert. Da erst bemerkte ich, dass sie über mich gesprochen hatten und sie wollten wissen, in welcher Zeit ich den Marathon laufe. Heike sagte sogleich, du läufst sicher in 3:30 ins Ziel, worauf ich antwortet, ja, ungefähr in der Zeit wird es sein. Wir stellten uns einander vor, jeder erzählte von sich. Heike lief schon 10 Marathons und Darina wollte heute unbedingt ihre Marathonbestzeit von 3:35 unterbieten. Die Zeit verflog mit den beiden und bis zur Halbmarathonmarke konnte uns nichts und niemand trennen. Danach viel Heike ein wenig zurück. Die Kilometer 20 – 35 waren für mich dann das absolute Highlight dieses Marathons, denn die 3 5 Kilometer Abschnitte liefen wir in exakt der gleichen Durchschnittspace von 4:57/km. Ich spürte, wie Darina gerne noch ein wenig schneller gelaufen wäre, sie war immer einen Schritt vor mir und hatte einen mächtigen Zug drauf. Ich sagte, wir müssen abwarten bis zu Kilometer 35, wenn der vorüber ist und es uns noch gut geht, dann geben wir alles was wir haben. Darina schien sich regelrecht darauf zu freuen. Ich, der schon etwas Frankfurt Marathon 2015 länger an der oberen Pulsgrenze lief, war da eher skeptisch. Es kam dann auch ganz anders als ich mir das erträumt hatte, denn bei eben diesem 35gsten Kilometer, immer noch dem Ziel entgegen fliegend, machte ich bei einer Abzweigung am Gehsteigrand einen Misstritt. Ein kurzer stechender Schmerz im Fussgelenk, der brennend weiter über die Achillessehne die Wade hoch ging, erfasste mich. Darina hat es mitbekommen, da ich aber nicht reagierte hat auch sie nichts gesagt. Erst dachte ich, kein Problem, der Schmerz vergeht und ich kann ungehindert weiter rennen. Doch nach 200 Metern wurde der Schmerz immer stärker und ich musste Darina sagen, dass ich nicht weiter mit ihr laufen könne, worauf sie mich mit grossen Augen ansah. Ich sagte, geh, hol dir die Bestzeit und fragte noch schnell, sehen wir uns im Ziel?, worauf sie antwortete, ja, ich warte auf Dich. Dann blieb ich stehen und musste meine Wade dehnen. Nach ein paar Schritten konnte ich langsam wieder joggen aber an ein schnelleres Tempo war nicht zu denken. Joggen, dehnen, joggen, so brachte ich die nächsten Kilometer hinter mich. Ich kämpfte gegen die Uhr, eine Zeit unter 3:40 sollte trotzdem noch drin liegen. Ich bemühte mich dran zu blieben und versuchte wieder schneller zu werden, doch es nützte nichts. Schlussendlich erreichte ich das Ziel in 3:39:30. Unter diesen Umständen eine gute Zeit. Sofort suchte ich Darina, konnte sie aber im Getümmel nicht finden. Dafür lief mir Heike über den Weg. Sie kam gleich nach mir ins Ziel, wir plauderten kurz miteinander, dann verabschiedeten wir uns. Nach ausgiebiger Verpflegung lief ich ins Hotel zurück, wo ich über Facebook mit Darina Kontakt aufnehmen konnte. Sie lief in unglaublichen 3:27 ins Ziel! Hätte ich den scheiss Misstritt nicht gemacht wäre ich vielleicht auch in dieser Zeit über die Ziellinie geflogen. Es wäre zu schön gewesen. Ja und das ist sie nun, die Geschichte meines zwanzigsten Marathons, an dem Arne Gabius mit 2:08:33 neuen Deutschen Marathonrekord realisierte und Deutscher Meister 2015 wurde. Wo Lisa Hahner die Olympia Limite, trotz neuer Bestzeit von 2:28:39, um nur 9 Sekunden verpasste, wo mich Mocki in unglaublich schnellem Tempo bei km 27 überholte und und und. Es gäbe noch vieles zu erzählen. Doch nun ist erst einmal Pause, wann und ob ich wieder Marathon laufe, lasse ich offen. Sicher ist, dass ich vorerst nur kürzere Wettkämpfe ins Auge fassen werde.

Laufstrecke: GarminConnect
42.2 km, Wettkampf, 5:12/km, Zeit: 03:39:30, Puls-Ø: 165

Der letzte Lange vor Frankfurt

Frankfurt Marathon 2015 Auch die zweitletzte Trainingswoche vor dem Frankfurt Marathon ist ohne Probleme verlaufen. Alle 4 Trainings konnte ich genau nach Vorgabe erfüllen. Am besten fühlte ich mich beim 3 x 5000 meter Intervalltraining, welches dem Formfeinschliff dienen sollte. Beim zweiten wichtigen Training dieser Woche, dem langsamen 24 Kilometer Longrun von heute, hatte ich aber verkrampfte Beine. Dabei war die Vorfreude gross, auf diesen Longrun, den ich für einmal langsamer als bis anhin laufen durfte. Vom ersten bis zum letzten Schritt ein Krampf. Nichts von federleichten und spritzigen Beinen, so möchte ich den Marathon nicht laufen müssen. Doch noch bin ich sehr zuversichtlich, denn in den nächsten Tagen werde ich kaum noch richtig trainieren und vor allem auf gute Erholung und Regeneration achten. Wichtig ist natürlich auch, dass ich weiterhin gesund bleibe. Wenn weiterhin alles gut verläuft, dann werde ich am nächsten Sonntag, dem 25. Oktober 2015, am Start des Frankfurt Marathon stehen. Es wäre mein zwanzigster :cool:

Laufstrecke: GarminConnect
24 km, Longrun, 5:51/km, Zeit: 2:20:34, Puls-Ø: 142

34 Kilometer Longrun

sponser-gel Nachdem erfolgreich verlaufenen Halbmarathon vom letzten Wochenende, konnte ich sogleich wieder unbeschwert und mit guten Beinen in die nächste Trainingswoche einsteigen. Am Donnerstagabend, nach einem lockeren 16 Kilometerlauf den ich am Mittag zusammen mit Georges absolvierte, fühlte ich mich aber nicht mehr ganz so gut. Am Freitag erwachte ich dann mit einem leichten Kratzen im Hals und deshalb verzichtete ich auf das lockere Krafttraining, welches ich am Abend noch gerne gemacht hätte. Am Samstag ging es wieder besser, das Kratzen war weg aber irgendwie war das Wohlbefinden noch nicht ganz gut. 11 lockere Kilometer schaffte ich so aber trotzdem und die Zuversicht, den längsten und anspruchsvollsten Longrun meiner Marathonvorbereitung am Sonntag laufen zu können, kam zurück. Heute fühlte ich mich viel besser als gestern und so startete ich um kurz vor 8 Uhr zum Longrun. Die Beine liefen aber nicht so gut wie bei den letzten Longruns. Schon früh verkrampften sie sich und nach 10 Kilometern wünschte ich mir wieder zuhause zu sein. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie ich nach 24 Kilometern noch eine 10 Kilometer lange Endbeschleunigung durchführen soll aber es sollte schlussendlich erstaunlich gut gehen. Beim Tempowechsel hatte ich zwar erst ein wenig Mühe aber nach und nach wurde ich schneller, die Beine wurden lockerer und so lief ich doch noch mit einem recht guten Gefühl nachhause. Zu diesem Longrun habe ich mir Sponser Liquid Energy Plus Gels besorgt. Grund dafür war, dass die Gels von Lee Sport, welche ich beim letzten Longrun probierte, zu gross sind. In meiner Gürteltasche hätten 4 davon nicht Platz. Die Sponser vertrage ich auch sehr gut und vor allem haben diese problemlos in meiner Tasche Platz und deshalb werde ich in Frankfurt mit Sponser am Start stehen. In zwei Wochen ist es soweit, nur noch wenige Trainings stehen auf dem Plan und wenn diese auch noch so hervorragend verlaufen, dann bin ich sehr gut für den Marathon vorbereitet. Der Countdown läuft!

Laufstrecke: GarminConnect
34 km, Longrun, 5:29/km, Zeit: 3:06:46, Puls-Ø: 151

Skinfit Halbmarathon Bregenz 2015

Skinfit Halbmarathon Bregenz 2015 Bregenz 8:30 Uhr. Dauerregen, sehr windig und kalt…. kurz, Scheisse! Für meinen Testhalbmarathon, der heute in meinem Marathontrainingsplan steht, habe ich mir ganz andere Wetterbedingungen vorgestellt. Schon während der 3 stündigen Anfahrt hatte es nur geregnet. Zusammen mit meinem Sohn, der mir heute unterstützend zur Seite stand, machte ich mich nach dem parkieren des Autos auf den Weg zur Startnummernausgabe. Da wir recht früh angekommen waren, hatte es noch nicht viele Leute und so dauerte das nur ein paar Minuten. Da es durch den Wind doch sehr kalt war, entschloss ich mich nicht im kurzen Singlet zu starten, sondern wechselte auf ein enges kurzarm T-Shirt, kurze Thigts und dazu meine Gore Regenjacke. So würde ich bestimmt nicht zu kalt haben. Als ich umgezogen war, zwängte ich mich noch in eine gelbe Regenpellerine, danach machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Der Start des 3 Länder Marathons und aller übrigen Kategorien befindet sich auf der Deutschen Insel Lindau die mit dem Zug in ein paar Minuten zu erreichen ist. Als wir in Lindau aus dem Bahnhof traten, schwand meine Zuversicht. Hatte ich in Bregenz noch die Wärme des Autos in mir, war hier in Lindau nichts mehr davon übrig und der starke Wind lies mich sogleich erschaudern. Sofort machten wir uns wieder auf den Weg zurück in die Bahnhofshalle. Anstatt gemütlich draussen am See oder an einem anderen schönen Plätzchen auf den Startschuss zu warten, pferchten wir uns mit Hunderten anderer Läufer und Läuferinnen in die Halle. Anderthalb Stunden warten, stehend und frierend. Meinem Sohn sagte ich nach etwa 45 Minuten, dass er nach Bregenz zurückfahren und sich ein gemütliches Restaurant suchen soll, wo er sich aufwärmen und auf mich warten konnte. Danach machte ich mich auf um mich ein wenig einzulaufen. Die Beine fühlten sich wie bereits in den vergangenen Tagen immer noch frisch und locker an. Vielleicht würde es heute ja trotz misslichen Bedingungen ein guter Lauf werden, sagte ich zu mir. Als es um 11:10 Uhr endlich soweit war und der erste Startblock auf die Strecke geschickt wurde, staunte ich nicht schlecht. Bis auf den 3:30 Pacemaker rannten alle anderen Pacemaker mit den schnellen Läufern davon. Viele staunten darüber und wähnten sich im falschen Block. Erst zwei Minuten später durften wir die Verfolgung aufnehmen, was natürlich ein sehr schwieriges Unterfangen war. Die Regenpellerine hatte ich vor dem Start ausgezogen, mit der Regenjacke war ich gut bedient, denn sie hielt auch den kühlen Wind ab. Mit den Beinen und auch ganz allgemein hatte ich keine Probleme, es lief vom ersten Meter an einfach rund. Nach kurzer Zeit hörte es auch auf zu regnen und es wurde angenehmer. Vom schönen Bodensee war allerdings nicht viel zu sehen, nur grau in grau und so konzentrierte ich mich auf die Atmung und einen sauberen und gleichmässigen Laufstil. Bei der ersten Verpflegungsstelle konnte ich zu meinem Erstaunen den 1:45er Pacemaker überholen. Die Zehnkilometer Marke erreiche ich nach 46 Minuten und für die nächsten 5 Kilometer benötigte ich 23 Minuten, so gesehen lief ich bis dahin alle 5 Kilometerabschnitte in gleichmässigen Zeiten was mich sehr beruhigte. Die Vorgabezeit von 1:40 war damit überhaupt nicht gefährdet, im Gegenteil, da zeichnete sich schon ab, dass ich sogar schneller im Ziel ankommen würde. Das Wetter wurde immer besser, die Sonne zeigte sich und es wurde sofort wärmer. Mit meiner Regenjacke war ich nun zu warm angezogen, was mich zu stören begann. Ich öffnete die Jacke ganz und zog sie hinter meinem Rücken zusammen wo sie, dank des Startnummernbandes, jeweils für 50 – 100 Meter ruhig war. Danach musste ich die Jacke wieder zurück schieben, immer und immer wieder. Der Wind frischte auf, er kam auf den letzten Kilometern direkt von vorne, was zusätzlich kraft kostete. Doch plötzlich sah ich den 1:40er Pacemaker und dachte sofort, den hole ich mir! Ich verschärfte das Tempo, nur wenig und konnte es gut halten. 2 – 3 Kilometer musste ich mich gedulden, doch dann war es soweit. Bei Kilometer 20 überholte ich den Pacemaker, der allerdings nur mit etwa drei Läufern auf dem Weg ins Ziel war. Noch eine Schlaufe und dann stand ich schon im Stadion, wo wir alle noch 200 Meter bis ins Ziel laufen mussten. 1:36.09 eine Super Zeit mit der ich vor dem Wettkampf nie gerechnet hätte. Das Beste daran ist, dass ich während dem ganzen Wettkampf nie kämpfen musste, es lief einfach ganz gut und locker. Der Testlauf ist mehr als gelungen, ich bin sehr zufrieden. Nun gilt es in den nächsten Tagen gut zu regenerieren, damit ich für die restliche Marathonvorbereitung wieder richtig im Schuss bin. Übrigens bin ich jetzt definitiv am Frankfurt Marathon angemeldet :-)

Laufstrecke: GarminConnect
21.1 km, Wettkampf, 4:33/km, Zeit: 01:36:09, Puls-Ø: 169

Haile Gebrselassie Dubai Marathon 2014

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