Hugos Laufblog

20 km de Lausanne 2016

20 km de Lausanne Die Vorfreude auf diesen Lauf war schon seit einigen Tagen getrübt. Ursprünglich war geplant, diesen zusammen mit meinem Sohn zu absolvieren, als Vorbereitung auf unseren ersten gemeinsamen Halbmarathon, den wir auf Elba bestreiten werden. Mein Sohn verpasste die Anmeldefrist, Nachmeldungen waren nicht möglich, auch E-Mails an den Zeitnehmer von Datasport und an den Veranstalter brachten nichts. Meine Enttäuschung war riesig! Zu allem Ungemach sagten die Wetterfrösche für diesen Tag auch noch Winterwetter an, kalte 2° – 5°! Bei solchem Wetter laufe ich ja bekanntlich lieber drinnen auf dem Laufband als draussen in der Kälte und so haderte ich noch am Abend vor dem Lauf mit meinem Schicksal und ärgerte mich. Nach einer guten Nacht stand ich dann um 6:30 Uhr auf. Pascal, mein Sohn, war auch schon auf den Beinen. Er begleitete mich zum Anlass und übernahm die Funktion des Chauffeurs und Supporters. Während der gemütlichen Fahrt, bei der es auf der Höhe von Châtel St. Denis leicht zu schneien begann, nahm mein Ärger wieder leicht zu, denn wenn es zu kalt ist muss ich mehr Kleider anziehen und mein neues Ziel, einen Formtest durchzuführen, konnte ich so auch gleich vergessen. Doch als wir auf dem Parkplatz der Universität von Lausanne ankamen, war vom Schnee nichts mehr zu sehen. 6.5° und heiter, die Sonne drückte schon hervor und so konnte ich wie gewünscht in kurzen Tights und T-Shirt starten. Doch erst musste ich noch warten, denn bei der Anmeldung hatte ich eine Zielzeit von 1:45 angegeben, da ich davon ausgegangen war, dass ich mit Pascal höchstens eine 1:40er Zeit erreichen würde und da macht es keinen Sinn weiter vorne zu starten und den anderen Läufern im Weg zu stehen. Natürlich hoffte ich, dass ich beim Start genügend Platz haben würde, um gleich mein geplantes Tempo zu laufen. Es klappte ganz gut, denn ich konnte mich in die erste Reihe stellen und von daher konnte ich sofort zügig dem Feld davon rennen. Nach gut anderthalb Kilometern schloss ich dann schon auf die letzten des vorderen Startblockes auf, die Strassen waren aber zum Überholen breit genug. Die ersten drei Kilometer lief ich schneller als erwartet, 4:19, 4:27 und 4:24. Dann stand die erste ruppige Steigung des doch sehr anspruchsvollen Laufes bevor. Auf dem vierten Kilometer verlor ich ein paar Sekunden, es reichte nur noch für eine 5:04er Zeit, aber ich fühlte mich beim Anstieg gut, was mir für die restlichen Steigungen Mut machte. Die Strecke wurde wieder flacher, ich erholte mich rasch und konnte das Tempo gleich wieder erhöhen, mit einer Zeit von 4:22 lief ich wieder eine gute Zeit und es sollte noch besser werden. Die Kilometerzeiten blieben allesamt schnell und das obwohl es zum Teil richtig steil hoch ging. Bei Kilometer 10 ersehnte ich mir dann aber doch langsam den Gipfel der Strecke zu erreichen, aber es sollte nicht sein, immer und immer wieder ging es weiter die Stadt hoch. Erst als ich die Kathedrale von Lausanne erblickte wusste ich, dass der Anstieg bald ein Ende haben musste. Doch vor der Kathedrale führt die Strecke erst ein kleines Stück abwärts, dann um eine Ecke und wieder hoch. Beim Umrunden der imposanten Kathedrale freute ich mich erst, denn dies war der endgültige Wendepunkt der Strecke und von da an sollte es mehrheitlich abwärts gehen. Bei der Kurve hinter der Kirche war mir an diesem himmlischen Ort doch beinahe ein Fluch über die Lippen gekommen, denn nichts war’s mit flach um die Kirche rennen, nein, der flache Weg war gesperrt und die Läufer wurden durch eine Abzweigung weiter in die Höhe geschickt. Danach war es aber geschafft und ich konnte meine Beine wieder richtig rennen lassen. Pace Zeiten von 4:08, 4:09, 3:46 und 3:49 folgten. Es lief fantastisch und das obwohl der Winter einkehrte, denn die Sonne war schon seit geraumer Zeit verschwunden und es wurde rasch kühler, bis sogar Schneefall einsetzte. Von der Kälte spürte ich aber nichts, im Gegenteil, es schien, dass sie mir noch Flügel 20 km de Lausanne verleihen würde. Die letzten 3 Kilometer mussten noch am Seeufer gelaufen werden und da wusste ich bereits, dass ich mich schon sehr blöd anstellen müsste, um nicht unter 1:30 ins Ziel zu laufen. Das Tempo konnte ich weiterhin hoch halten. Ich war eigentlich schon während dem ganzen Rennen in einem einzigen Flow. Keine Anzeichen von Schwäche, keine Krämpfe, keine Schmerzen, einfach nur 20 Kilometer Gänsehaut, ein Wahnsinn und so rannte ich in einer Zeit von 1:26:05 über die Ziellinie und war der glücklichste Mensch in Laufschuhen :-)
In meiner Kategorie erreichte ich von 329 Finishern den guten 29. Rang und over all erreichte ich, von 3562 Männern, Rang 524, ganz gut! Mein Tag war aber noch nicht zu Ende. Sofort machte ich mich mit Pascal auf den Heimweg. In 20 km de Lausanne der Autobahnraststätte Gruyère machten wir Halt und gönnten uns ein tolles Mittagessen, eine Rösti mit Schinken und Raclette Käse überbacken, gekrönt mit einem Spiegelei. Draussen schneite es wie im grössten Winter. Es passte einfach alles. Zuhause angekommen war das Wetter wieder besser, die Sonne kroch hervor und es wurde wärmer. Darüber war ich ganz froh, denn ich musste auf dem Bike noch Pascal bei seinem 20 Kilometer Lauftraining begleiten. Auch er schaffte meine Vorgabe, die ich ihm gemacht hatte, problemlos. Alles in allem war es zu meiner völligen Überraschung doch noch ein superschöner und erfolgreicher Tag. Formtest gelungen und extrem zufrieden!

Laufstrecke: GarminConnect
20 km, Wettkampf, 4:18/km, Zeit: 01:26:05, Puls-Ø: 175

Der erste Wettkampf steht vor der Tür

Den Kerzerslauf musste ich wegen Erkältung noch absagen aber seither habe ich sehr solide trainieren können. 4 Lauftrainings pro Woche, ein bisschen Radfahren und regelmässige Krafteinheiten im Gym, prägten meinen Trainingsalltag. Nun sind es nur noch ein paar Tage bis zu meinem ersten Wettkampf in diesem Jahr. 20 km von Lausanne, ein hügeliger Stadtlauf habe ich mir ausgesucht. Das letzte Tempotraining vor dem Wettkampf, welches ich heute absolvierte, bestätigt mir eine zufriedenstellende Form. Die 4 x 2000 m Intervalle, die ich in einer Durchschnittspace von 4:32/km gerannt bin, fühlten sich nicht wirklich anstrengend an. Von daher bin ich gespannt was am Sonntag möglich ist.

Laufstrecke: GarminConnect
Gesamt: 13.4 km, Intervall, 5:02/km, Zeit: 1:07:31, Puls-Ø: 157
Intervall: 4 x 2000m in 4:32/km

Neue Ziele

Wettkampf Das Training läuft in letzter Zeit wieder sehr gut, der verpasste Saisonstart ärgert nicht mehr und somit ist der Weg frei für neue Ziele. Die 20 km von Lausanne, der Elba Halbmarathon und der GP Bern sind gebucht. Obwohl ich mit schnellen Intervallen an meinem Tempo arbeite, hege ich für die 3 Wettkämpfe keine Tempogelüste. Ziel ist das Ziel und der Weg dahin soll vor allem Spass machen. Bis zum ersten Wettkampf in diesem Jahr dauert es noch knapp 3 Wochen, also noch genügend Zeit um es ein wenig krachen zu lassen. Heute mit einem flotten Intervalltraining auf der Bahn. 7 x 800m in einer Pace von 4:04/km, das hat bei schönsten Laufwetter mächtig Spass gemacht.

Laufstrecke: GarminConnect
Gesamt: 11.2 km, Intervall, 4:54/km, Zeit: 0:54:38, Puls-Ø: 159
Intervall: 7 x 800m in 4:04/km

Saisonstart verpasst

Kerzerslauf 2016 Mit dem Kerzerslauf starte ich normalerweise so richtig in die Laufsaison. Leider wurde in diesem Jahr nichts daraus, denn ich habe mich eine Woche vor dem Wettkampf wieder einmal stark erkältet. Davon habe ich mich zwar gut erholt, ich konnte sogar schon wieder locker ins Training einsteigen aber zwischen locker Trainieren und an einem Wettkampf zu starten, ist doch schon ein erheblicher Unterschied. Um mich vor einem Rückfall zu schützen, verzichtete ich auf den Start, dafür stand ich als Zuschauer am Streckenrand, was auch ganz interessant war. Nun geistern natürlich weitere Laufziele in meinem Kopf herum. Eventuell werde ich mit meinem Sohn die 20 Kilometer von Lausanne bestreiten, denn wird bereiten uns gerade für unseren ersten gemeinsamen Halbmarthon auf Elba vor und von daher wäre das ein idealer Vorbereitungslauf.

Laufstrecke: GarminConnect
10.2 km, EB, 5:03/km, Zeit: 0:51:36, Puls-Ø: 163

adidas Terrex Agravic Pack

Terrex Agravic Pack Es ist unglaublich! Adidas schafft es tatsächlich meine diesjährigen Vorsätze ins Wanken zu bringen. Gestern, als ich von der Arbeit nachhause kam, stand ein Packet von adidas vor der Türe. Inhalt, ein Terrex Agravic Pack bestehend aus, dem neuen Terrex Agravic Schuh, speziell für Gelände und Bergläufe, das Terrex Agravic Hybrid Softshell Jacket aus Windstopper und Active Shell-Material, das farblich passende Chlimachill Terrex Shirt, ein paar Shorts und eine muskelvibrationsunterstützende Techfit Thigt. Eine komplette Bergausrüstung. Meine Freude ist so gross darüber, dass ich mir tatsächlich schon erste Gedanken über die Teilnahme an einem Berglauf gemacht habe :-)
Die genaueren Produktinformationen möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, hier findet Ihr alle Angaben zum neuen Schuh:

Wer Information über die neuen Terrex Textilien haben möchte, kann sich hier im nachfolgenden Link genau informieren:

Ja und nun kann ich es natürlich kaum erwarten die neue Ausrüstung, oder zumindest einen Teil davon, auszuprobieren. Sportlich bin ich weiterhin sehr aktiv aber zuweilen, bei dem misslichen Wetter, eher drinnen als draussen. Nun, wo ich so toll ausgerüstet bin, werde ich Morgen gleich einen etwas längeren Lauf draussen absolvieren, ich freue mich riesig. Es wird langsam Zeit, dass ich mir Gedanken über ein oder zwei Laufziele mache ;-)

Eine kleine Handvoll Vorsätze

Eine Handvoll Vorsätze In den vergangenen Jahren wusste ich zum Jahreswechsel oft schon an welchen Wettkämpfen ich teilnehmen werde und war an geplanten Marathons bereits angemeldet. Nicht so in diesem Jahr. Plan-, ziellos und mit einer kleinen Handvoll Vorsätze bin ich ins neue Jahr gestartet. Mit Vorsätzen kann ich zwar nicht viel anfangen, denn oft werden viel zu hohe Ziele gesetzt. Treten dann nicht schon nach kurzer Zeit sichtbare Ergebnisse ein, ist es schnell vorbei mit der Herrlichkeit. In diesem Jahr ist es aber ein wenig anders, denn meine Vorsätze sind sehr leicht zu erfüllen, für mich zumindest.

Meine Vorsätze für das Jahr 2016

  • Keine Marathon Teilnahme
  • Wettkämpfe können, müssen aber nicht sein
  • Kein Lauftraining nach Plan
  • Sport vor allem für die Gesundheit und zum Spass
  • Mit meinem Sohn öfter eine Bergtour machen
  • Kulinarisch etwas mehr sündigen

Sportlich bin ich natürlich aktiv aber eher locker. Über 25 Stunden habe ich im ersten Monat dieses Jahres bereits „trainiert“. 12 Stunden in Laufschuhen, 5 Stunden auf dem Rad und 9 Stunden an irgendwelchen Fitnessgeräten. Nur 126 Laufkilometer und 2 Kilo mehr auf den Rippen zeigen, dass ich es mit den Vorsätzen ernst meine und dass es mich kaum Energie kostet, diese einzuhalten :-)

Schon wieder ist ein Jahr vorbei!

Grenchenberg Noch einmal schlafen und das wärmste Jahr seit Messbeginn ist Geschichte. Unheimlich viele schöne und trockene Tage durften wir in dieser Zeit erleben, wunderbar. Für mich begann das Jahr zäh, ich war rekonvaleszent und total ausser Form. Erfreulicherweise ging es mir rasch besser, mit jedem Training stieg die Leistungsfähigkeit und bald erwachte wieder die Lust auf Wettkämpfe. 5 sollten es in diesem Jahr werden und im Oktober habe ich mir den sehnlichsten Wunsch, endlich meinen zwanzigsten Marathon zu bestreiten, erfüllen können. Nach einer kurzen Erholungszeit, begann ich wieder locker zu trainieren, was bis fast Mitte Dezember sehr gut klappte. Leider setzte mich dann ein grippaler Infekt total ausser Gefecht. Mehr als zwei Wochen konnte ich keinen Sport treiben und auch jetzt noch fühle ich mich nicht zum Bäume ausreissen. Mein erstes Krafttraining bescherte mir einen gehörigen Muskelkater. So bin ich, wie schon zu Beginn dieses Jahres, körperlich angeschlagen und ausser Form. Der Vorsatz für das nächste Jahr ist somit schon gefasst. Langsam und stetig wieder besser in Form zu kommen und vor allem gesund zu bleiben. Und wenn es mit dem Sport nicht so klappt, dann geniessen wir die Tage in den Bergen. Die Aussicht vom Grenchenberg ist schlicht fantastisch, ich kann mich kaum satt sehen.

Für das neue Jahr wünsche ich euch allen nur das Beste, Erfolg in allen Lebenslagen, allem voran aber stets gute Gesundheit!

Mit einem lockeren 10 Kilometer Jogging beendete ich heute den sportlichen Teil des Jahres 2015. Gespannt schaue ich in die Zukunft, was wird mich sportlich im 2016 wohl erwarten?

Laufstrecke: GarminConnect
10.2 km, GA2, 5:27/km, Zeit: 0:55:38, Puls-Ø: 155

Ironman 2010 Hallwilerseelauf 2013

Nächster Wettkampf

Dubai Marathon 2014

Das Wetter in Bern

Thörishaus, Bern
Freitag, 29. April 2016, 06:00
Klare Nacht
Klare Nacht
-1°C
Vorhersage Samstag, 30. April 2016
Tag
Bewölkt mit Gewitterschauern
Bewölkt mit Gewitterschauern
15°C
 

Kategorien

Archiv